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Froschs Blog

Computer und was das Leben einer Frau sonst noch so zu bieten hat

Ausschüsse und Beschlüsse

12. March 2010 um 15:37 Uhr von frosch

Neues zu meiner E-Petition: Heute kam ein Brief aus dem Sekretariat des Petitionsausschusses:

der Ausschussdienst des Petitionsausschusses wird nunmehr für die parlamentarische Beratung Ihres Anliegens eine Beschlussempfehlung mit Begründung erstellen, die dann von mindestens zwei Bericht erstattenden Abgeordneten, die der Regierungskoalition und der Opposition angehören, geprüft wird.

Anschließend wird der Petitionsausschuss Ihr Anliegen beraten und sodann dem Deutschen Bundestag eine Beschlussempfehlung zur Erledigung Ihrer Eingabe vorlegen. Den Beschluss des Deutschen Bundestages werde ich Ihnen unaufgefordert mitteilen. Bis dahin bitte ich Sie um Geduld.

Na, dann bin ich mal gespannt — wobei es natürlich nicht nur mein Anliegen ist, sondern das von mindestens 3.691 weiteren Menschen, die die Petition mitgezeichnet haben.


Selbstbewußte Erwerbslose

10. March 2010 um 16:10 Uhr von frosch

Sind Erwerbslose/Erwerbsunfähige Opfer oder Störfaktoren? Das hängt von ihrem Selbstbewußtsein ab. Wer sich die Grundrechte nehmen läßt, also dem entspricht, was ARGE und faschistisches Repressionsamt (AKA „Sozialamt”) verlangen, der ist klar ein Opfer, weil er sich zu einem solchen machen läßt. Wer dagegen seine Rechte kennt und diese einfordert, der ist sofort ein Störfaktor.

Das merkt man auch schnell im Umgang mit den genannten Behörden. Es wäre fast lustig zu nennen, wie die Reaktionen auf so fürchterliche Begriffe wie „Rechte” oder gar „Grundrechte” ausfallen, wenn es nicht so traurig wäre. Bei solchen Wörtern kriegen die Herrschaften nervöse Zuckungen, gucken plötzlich weg, als sei man gar nicht vorhanden, oder machen das, was bei einem PC ein Reset wäre. Also kurz einen irritierten Gesichtsausdruck aufsetzen (Error!), dann weggucken (Reset), und nach ein paar Sekunden des Schweigens (Reboot) wieder von Pflichten faseln (weiter im Programm).

Das ist deshalb so traurig, weil sie damit jedesmal gegen ihren Amtseid aufs Grundgesetz verstoßen. Sie sind Meineider von Berufs wegen und haben nicht den Arsch in der Hose, dagegen aufzubegehren — aus lauter Angst, dann selbst bald auf der anderen Seite des Schreibtischs zu sitzen und sich ebenso die Grundrechte aberkennen lassen zu müssen, wie sie es mit ihren „Kunden” tun. Dann erniedrigt, belügt, betrügt und beleidigt man doch lieber die anderen, die gar keine Wahl haben.

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ARGE, Teil 6

9. March 2010 um 12:41 Uhr von frosch

In der geänderten Eingliederungsvereinbarung vom 4. Februar hatte ich mich dazu verpflichtet, bis Ende Februar eine amtsärztliche Untersuchung zu beantragen. Warum der Antrag schon wieder von mir ausgehen muß, obwohl die Behörde ihn doch verlangt, muß ich nicht verstehen, aber OK. Da ich immer noch mit akuten Depressions-Wellen kämpfte, schob ich das vor mir her, und Ende Februar mußte ich ja auch noch eine Woche wegen Mandelentzündung daheim bleiben. Die AU hatte mir freundlicherweise jemand dort eingeworfen; ob sie bei der Akte ist, weiß ich nicht, bei der ARGE geht ja gern mal was verloren.

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ALSA als CPU-Fresser

7. March 2010 um 16:35 Uhr von frosch

Nach einigem Herumexperimentieren habe ich endlich den Radiostream auf dem Zweit-PC seefunk am Laufen. Allerdings gibt es da noch eine sehr störende Kleinigkeit. audacious scheint auf diesem System extrem hungrig nach CPU-Leistung zu sein:

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Küche unter Wasser

6. March 2010 um 0:45 Uhr von frosch

Es gibt sicher schönere Möglichkeiten, das Wochenende zu beginnen. Ich hatte am Freitag nach einer Foto-Tour im Botanischen Garten der Universität noch eine Ladung Wäsche in die Maschine gestopft und gleich laufen gelassen, und nachdem die fertig und aufgehängt war, wollte ich mir eine Pizza holen und ins Chaosdorf gehen. Als ich nach dem Schleudergang in die Küche kam, traf mich fast der Schlag: Der größte Teil des Fußbodens war mit Wasser bedeckt.

Also holte ich erstmal einen Eimer und alles an Lappen, was ich finden konnte, und putzte das Gröbste auf. Dann wollte ich die Wäsche aus der Maschine holen, öffnete das Bullauge, und prompt kam mir noch ein Schwall Wasser entgegen. Die Maschine hatte offenbar überhaupt nicht abgepumpt. Wieso sie trotzdem geschleudert hatte, ist mir ein Rätsel. Jedenfalls durfte ich nach den ersten etwa sechs Litern nochmal etwa drei Liter aufputzen. Dann holte ich die Wäsche raus, stellte aber vorher eine große Wäscheschüssel drunter. Die Wäsche warf ich dann erstmal in die Badewanne.

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Compaq Spezial

3. March 2010 um 18:31 Uhr von frosch

Bei Compaq-PCs ist immer alles ein wenig anders. Das merke ich gerade wieder sehr ausführlich. Der sehr kompakte Deskpro EN, der 3,5 Jahre lang mein dedizierter Server war, war zunächst einmal nicht aufzukriegen. Verschraubt ist das Gehäuse nicht; das ist bei Deskpros aber normal. Also hatte ich versucht, gleichzeitig mit dem Niederdrücken zweier seitlicher Klappteile den Deckel nach hinten wegzuziehen — wie bei Desktop-Gehäusen üblich. Nun ja, muzy und penma vom Chaosdorf fanden dann heraus, daß man den Deckel nach vorne wegziehen muß.

Schraube hinter einer Metallplatte

Aber so richtig Spaß habe ich jetzt mit dem Innenleben. Ich wollte die verbaute 10-GB-Festplatte gegen eine andere mit 30 GB Kapazität austauschen. Zwei der drei Schrauben, die die Platte an ihrer Position halten, ließen sich auch ohne weiteres lösen. Die dritte ist aber ein echtes Problem: Die Schraube ist nämlich so angebracht, daß man sie mit dem Schraubendreher beim besten Willen nicht erreichen kann. Es ist scheint auch nicht möglich, den Metallrahmen weiter auszubauen, um anderweitig an die Schraube heranzukommen. Auch mit einer Flachzange ist die Schraube nicht greifbar, weil der Kopf dafür nicht weit genug herausragt.

Ich frage mich, was für ein Vollpfosten sich so einen Mist ausgedacht hat. Oder geht das nach dem Motto: Einmal zusammensetzen, nie mehr anfassen?


PiratInnen?

28. February 2010 um 17:39 Uhr von frosch

Mit Befremden las ich die Mitteilung von Lena Simon Klar machen zum Gendern. Meine erste Reaktion war: „Hä???”

Ich hielt ja schon die Häcksen im CCC für unnötig, für umso unnötiger halte ich eine abgetrennte Frauengruppe bei den Piraten. Mit Sexismus hatte ich in einem solchen Umfeld nämlich noch nie Probleme (deutlich anders sah das in IT-Abteilungen von Firmen aus, aber das ist ‘ne andere Baustelle).

In der Politik sind Leute, die sich nicht trauen, ihre Meinung einzubringen, generell im Nachteil. Ich bezweifle aber stark, daß es sich dabei ausschließlich oder auch nur überwiegend um Frauen handelt; dazu habe ich in meinem Leben zu viele schüchterne Männer kennengelernt.

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Margot Käßmanns Rücktritt

24. February 2010 um 20:22 Uhr von frosch

Margot Käßmann trat heute von ihren Ämtern als Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Landesbischöfin von Hannover zurück. Sie war am letzten Wochenende mit 1,54 Promille Alkohol im Blut erwischt worden und hatte in dem Zustand auch noch eine rote Ampel überfahren. Verletzt wurde allerdings niemand.

Sie trat zurück, obwohl ihr vorher der EKD das Vertrauen ausgesprochen hatte:

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Filmtabletten

23. February 2010 um 16:23 Uhr von frosch

Filmtablette und Streichholz

Ich frage mich, was sich Pharmazeutiker dabei denken, Antibiotika, die auch gegen Mandelentzündung gegeben werden (hier: Amoxicillin AL1000), als so große Filmtabletten auszuliefern. Ist da keiner mal auf die Idee gekommen, daß man die vielleicht kleiner machen und dafür eben 40 statt 20 in die Packung stecken könnte? Wer soll das denn runterwürgen? Ich wundere mich fast, daß „Erstickungsgefahr” bei den möglichen Nebenwirkungen nicht angegeben wird.


Gesundheit: unbezahlbar?

23. February 2010 um 14:33 Uhr von frosch

Nein, noch nicht, aber teuer ist es schon, wenn man einfach mal so ganz normal krank wird. Ich meine jetzt nicht meine chronische Depression, sondern eine Erkältung. Ich hab mir nämlich mal wieder eine ordentliche Mandelentzündung zugelegt. Also suchte ich mir — diesmal nicht in Oberkassel, sondern schön in der Nähe — eine Praxis für Allgemeinmedizin, und fand eine Ärztin zwei Straßenecken weiter. Die verschrieb mir nach der Untersuchung ein Antibiotikum und ein Spray.

Das Spray war auf ein grünes Rezept gedruckt statt auf ein rotes, das heißt: Selbst bezahlen. Nun dachte ich, das kann ja nicht so teuer sein, und außerdem habe ich dann neben den Praxisgebühren, die ich schon abgedrückt habe, bald die gut 40 Euro zusammen, ab derer ich für den Rest des Jahres Zuzahlungsbefreiung bei der Krankenkasse beantragen kann. Meine Rechnung: Vielleicht 10 Euro für das Spray, ein paar Euro Zuzahlung für das Antibiotikum, und dann rechnete ich noch mit bis zu 20 Euro für ein Fieberthermometer, das ich mir wirklich mal langsam zulegen sollte. Also, ab zur Apotheke.

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Politischer Schichtkäse

20. February 2010 um 15:15 Uhr von frosch

Oder was für einen Käse uns Berufspolitiker und Massenmedien zum Thema gesellschaftliche Schichten auftischen wollen

Ist das eigentlich niemandem aufgefallen? Zuerst wurde über die Unterschicht gehetzt, also über diejenigen, die durch Arbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit oder aus anderen Gründen wirtschaftlich nicht verwertbar sind und damit per politischem Willen automatisch zwangsverarmt und aus der Gesellschaft herausgedrängt werden. Hier wird nach Härte und Sanktionen gerufen, um die Leute zu allen zumutbaren Arbeiten zu zwingen, die … äh … ja, die eigentlich gar nicht da sind. Und weil wir, die so Ausgegrenzten, uns da ja sauwohl fühlen, darf man uns dann auch „spätrömische Dekadenz” vorwerfen.

Die Bundesregierung, namentlich deren Integrationsbeauftragte Maria Böhmer (CDU), legt jetzt auch noch nach und teilt die sogenannte Unterschicht noch in Deutsche und Ausländer auf, was bedeutet, daß die Unterschicht noch eine Unter-Unterschicht bekommt.

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#internetmusiker und #informatikmusiker

14. February 2010 um 17:01 Uhr von frosch

Gestern Abend startete @FR31H31T auf Twitter ein kleines Meme-Spielchen, auf das eine ganze Reihe von Leuten mit aufsprang. Wir suchten demnach #internetmusiker und #informatikmusiker, also bekannte Namen von Musikern (es kamen auch ein paar Songtitel), die unverändert oder mit „leichten” Veränderungen internet- oder computerkompatible Begriffe beinhalten: Ich will ganz ehrlich zu euch sein. Ich versuche jetzt das Mem #Internetmusiker zu starten. Mal sehen. Und wir sahen: Bei mir schlugen bei der Suche nach #internetmusiker und später dann auch #informatikmusiker über 400 Begriffe auf. Einen Teil hab ich mal unverschämterweise rausgefiltert, weil sie mir doch zu weit hergeholt erschienen, und wer was getwittert hat, hab ich mir auch nicht aufgeschrieben. Aber ein paar sind von mir. ;-)

Also, da sind sie, völlig unsortiert, nur vereinzelt Großschreibung korrigiert, habt Spaß :-)

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Ach, Westerwave …

14. February 2010 um 15:14 Uhr von frosch

… man muß sich doch nicht mehr blamieren als nötig. Schon gar nicht in Ihrer Position. Ich meine — eins muß man Ihnen lassen: Sie können das mit dem Ignorieren und Verschweigen von Tatsachen genauso gut wie Zensursula. Da haben Sie sich gut was abgeguckt. Zensursula durfte ja letztes Jahr im Wahlkampf monatelang, ja über ein Jahr lang, öffentlich erklären, warum man unbedingt und alternativlos Internetzensur einführen muß. Und Sie erklären uns jetzt lang und breit, daß die Hartzer auf Kosten der braven Steuerzahler in spätrömischer Dekadenz leben. Müssen wir uns das jetzt auch über ein Jahr lang anhören? Achnee, im Mai ist ja die Wahl in NRW, danach können Sie sich bestimmt wieder anderen Dingen zuwenden.

Sie ignorieren und verschweigen, daß das Problem weder die Hartzer noch die normalen Arbeiter sind. Denn beide Gruppen sind Opfer der schröderschen Hartz-Politik; sie sind keine Gegner. Die Hartzer sollen weniger haben, als man zur Menschenwürde braucht, damit die normalen Arbeiter bereit sind, sich unter Wert zu verkaufen, wollen sie nicht riskieren, ebenfalls zu Hartzern zu werden. Die Zwangsverarmten werden als Drohkulisse für die noch nicht so ganz Armen mißbraucht. Vor dem Hintergrund, daß es definitiv nicht genügend sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gibt, funktioniert das auch ganz hervorragend, vor allem, wenn man verschweigt, wo das Geld wirklich hinfließt.

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Wolle Kreditkarte kaufe?

12. February 2010 um 15:26 Uhr von frosch

Vorhin quakte mich jemand im IRCNet an. IP zeigt auf einen Provider in Vietnam.

[12:49:52] <davzony> hello
[12:49:58] <davzony> how are u?I will like to be put through cc agent
[12:50:13] <Frosch> Through what?
[12:50:25] <davzony> where are u from?
[12:51:04] <Frosch> Duesseldorf, Germany. Why?
[12:51:29] <davzony> I need someone that will sell to me credit card,bank logins and more
[12:51:29] <Frosch> Oh, you are looking for criminals. Sorry, you’re wrong here.
[12:52:26] <davzony> no am not
[12:52:31] <davzony> am serious

Ja ne is klar.


BVerfG zu Hartz IV

9. February 2010 um 15:01 Uhr von frosch

Heute morgen hat das Bundesverfassungsgericht sein Urteil verkündet: Regelleistungen nach SGB II („Hartz IV-Gesetz”) nicht verfassungsgemäß. Im ersten Augenblick könnte das ein Grund zum Jubeln sein. Aber ich bin erstmal noch mißtrauisch: Denn es zählt nicht nur die Entscheidung des Gerichts allein, sondern auch das, was die Bundesregierung daraus macht.

Es gibt in der Urteilsbegründung einen Absatz, von dem ich vermute, daß ihn die Bundesregierung als Begründung dazu hernehmen wird, die Regelsätze nicht erhöhen zu müssen:

2. Die in den Ausgangsverfahren geltenden Regelleistungen von 345, 311 und 207 Euro können zur Sicherstellung eines menschenwürdigen Existenzminimums nicht als evident unzureichend angesehen werden. Für den Betrag der Regelleistung von 345 Euro kann eine evidente Unterschreitung nicht festgestellt werden, weil sie zur Sicherung der physischen Seite des Existenzminimums zumindest ausreicht und der Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers bei der sozialen Seite des Existenzminimums besonders weit ist.

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