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Sicherheit — aber für wen?

15. April 2007 um 16:09 Uhr von Atari-Frosch

Verschiedene Medien berichten heute über die Demonstration „Freiheit statt Angst”, die gestern in Frankfurt am Main stattfand. Was dabei nicht aufgeführt wird, sind Situationen, in welchen wir viel häufiger gefährdet sind, verletzt zu werden oder ums Leben zu kommen, als bei einem Terroranschlag.

  • Was ist mit der Sicherheit der ca. 11.000 bis 12.000 Menschen, die jedes Jahr in Deutschland und meist wegen Depressionen Suizid begehen?
  • Was ist mit der Sicherheit der über 5.000 Menschen, die in Deutschland jedes Jahr bei Verkehrsunfällen getötet werden? Was mit der Sicherheit derer, die in Verkehrsunfällen verletzt werden und bleibende Schäden behalten?
  • Was ist mit der Sicherheit von Einbruchsopfern?
  • Was mit der Sicherheit von Stalking-Opfern?

Wie hoch ist dagegen die Wahrscheinlichkeit dafür, daß der durchschnittliche deutsche Bürger von einem Terroranschlag betroffen wird?

Das ist aber alles wohl nicht wichtig. Tote können nicht mehr wählen, und sie können sich nicht dagegen wehren, daß ihr Andenken gegen die Lebenden verwendet wird.

Statt die sozialen Bedingungen im Land zu verbessern, womit in einigen, wenn nicht gar vielen Bereichen die Kriminalitätsrate sinken würde (denn warum sollte jemand kriminell werden, wenn es auch legal geht?), wird hier viel Geld in Maßnahmen verbrannt, die uns immer mehr Rechte nehmen, aber kein bißchen mehr an echter Sicherheit bringen. So eine Politik will ich nicht.

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