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Nicht die feine englische Art

17. April 2007 um 20:39 Uhr von Atari-Frosch

Wer mich kennt, weiß, daß ich ein großer Fan von Chris de Burgh bin. Deshalb war ich auch sehr interessiert, als auf cdeb.net eine Single-CD angeboten wurde, von der es nur 100 Stück gibt: „The Ballad Of Thunder Gulch”, zum stolzen Preis von 20 englischen Pfund (ca. 29,60 €). Ich bestellte sie am 29. März und bekam auch noch am selben Tag eine Auftragsbestätigung per Mail. Als Bezahlung wurden nur englische Pfund akzeptiert, und zwar entweder per Scheck oder über WorldPay (bei welchem ich nicht angemeldet bin). Also ging ich auch noch am selben Tag direkt zu meiner Sparkassenfiliale, um den Scheck in Auftrag zu geben (Kosten: 16 € Gebühren). So weit, so gut.

Am 11. April erhielt ich eine Mail, in welcher man mir mitteilte, daß man die weiteren von mir bestellten CDs geliefert hätte, aber die „Thunder Gulch”-CD ausverkauft sei. Ich könne mir etwas aus dem Shop aussuchen oder das Geld zurückerhalten. Ich beschwerte mich: Wie kann das sein, wenn ich doch eine Auftragsbestätigung bekommen habe? Nun, man war der Ansicht, daß trotz der Bestätigung die CDs nach Eingangsdatum der Bezahlung (nicht der Bestellung!) versendet werden, denn man könne ja nicht ewig auf das Geld warten. Meinen Vorwurf des Vertragsbruchs wies man zurück.

Aber genau das ist hier geschehen. Nach der Auftragsbestätigung kann sich der Verkäufer einer Ware, die nur in begrenzter Menge vorliegt, nicht mehr darauf berufen, daß ein anderer Kunde schneller bezahlt hätte. Stattdessen hätte cdeb.net bzw. die dahinterstehende Firma Finally Fan Fair Ltd. eine angemessene Zeit lang auf die Schecks warten müssen. Knapp zwei Wochen, und dann auch noch mit dazwischenliegenden Feiertagen, reichen definitiv nicht aus. Nach Ablauf dieser Wartezeit wäre es kein Thema gewesen, spätere Besteller zu bedienen. Aber das ist kein anständiges Geschäftsgebaren, oder anders, nicht die feine englische Art. Ich werde dort jedenfalls nichts mehr kaufen.

2 Kommentare zu “Nicht die feine englische Art”

  1. Ralf quakte:

    Hi,
    Fange gerade (2011) an Dein Blog von vorne zu lesen. Hier ein Kommentar (mein erster im Blog!) zu obigem Blogeintrag:

    Die Firma Worldpay http://www.worldpay.com/deutsch/ ist keine bei der man sich anmelden muss wie zum Beispiel PayPal. (Wobei PayPal auch als Kreditkartenprozessor ohne Anmeldezwang genutzt werden kann.) Worldpay ist vielmehr ein Bezahlsystem das Kreditkartenzahlungen abwickelt. Und dabei werden Umrechnungen zwischen Währungen vollautomatisch vorgenommen.
    Es mutet allerdings schon ein wenig komisch an, dass explizit nur britische Pfund akzeptiert werden. Der Shop hat wohl kein Vertrauen in die Stabilität der britischen Währung. 🙂


  2. frosch quakte:

    @Ralf Ui, da macht sich einer richtig Mühe. Dein Kommentar war übrigens genau der eintausendste in diesem Blog 🙂

    Damit wäre Worldpay für mich auch nicht sinnvoll gewesen. Ich habe keine Kreditkarte, will keine haben und ich würde so nebenbei vermutlich auch keine bekommen. Warum man dort auf die englischen Pfund besteht, weiß ich auch nicht. Vielleicht hatten sie Angst vor Verlusten durch Kursschwankungen.

    Ich bin jedenfalls dabei geblieben, dort nichts mehr zu kaufen; es ist ja nicht so, daß man CDs etc. von Chris de Burgh nur dort kaufen könnte. 🙂


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