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Kein „War on Terror” in Großbritannien mehr

1. Januar 2008 um 22:55 Uhr von Atari-Frosch

Wow, das nenne ich mal eine gute Nachricht. Wie unter anderem die Website military.com berichtet, möchte der chief prosecutor des Landes (entspräche bei uns wohl dem Bundesstaatsanwalt), Sir Ken Macdonald, daß der Begriff „Krieg gegen den Terror” nicht mehr verwendet wird. Stattdessen möchte er die Täter als Fantasten, Narzißten, Mörder und Kriminelle bezeichnen und dementsprechend behandeln. Er gehe davon aus, daß es keinen Krieg zwischen dem Islam und dem Westen gebe.

Auch der Begriff „islamischer Terrorist” soll nicht mehr verwendet werden. Er sei nicht hilfreich, da damit von der Religion eines Menschen gleich darauf geschlossen werden würde, er sei ein Terrorist.

Des weiteren griff der Staatsanwalt die Pläne der britischen Regierung an, Terrorverdächtige länger als 28 Tage ohne Anklage festhalten zu wollen. Die Praxis habe gezeigt, daß das vorhandene Limit ausreicht. Stattdessen beschuldigte er die Minister, aufgrund von Vermutungen Gesetze zu machen.

Wenn das deren Bundesstaatsanwalt sagt, sagt das zwar noch lange nicht die britische Regierung, und er wird auch noch lange, lange nicht in den USA gehört, aber das ist doch mal ein Anfang!

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