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Preßlufthammer

8. April 2008 um 8:17 Uhr von Atari-Frosch

Irgendwie war es wohl „schon immer” so: Die Arbeit auf Baustellen, insbesondere die lärmintensive Arbeit, fängt morgens zwischen sieben und halb acht an, damit ja keiner länger schlafen kann. Vormittags wird's dann leiser, da gibt's dann Frühstückspause, später Mittagspause. Und dann geht der Krach prompt in der Mittagszeit zwischen halb eins und drei (oder auch mal halb vier) volle Kanne wieder los. Danach ist Ruhe.

Das war schon während meiner Schulzeit so. Die Mannheimer Waldhofstraße, an der ich aufwuchs, hatte damals eine baustellenreiche Zeit. Mal buddelte die Post an ihren Leitungen, dann die Stadtwerke an Strom oder Gas, dann wurden Straßendecken repariert, dann Schienen ausgetauscht. Natürlich alles völlig unkoordiniert, sodaß es sein konnte, daß wir zwei Wochen Baustelle hatten, zwei Wochen Ruhe und danach gleich wieder zwei bis drei Wochen Baustelle, und nach wenigen Wochen Ruhe kam die nächste. Immer mit den bekannten lauten Begleiterscheinungen zur Unzeit. Morgens ging's noch, aber mittags war es genau die Zeit, zu der ich Hausaufgaben machen mußte.

Seit ein paar Tagen werden hier an der Helmholtzstraße Schienen getauscht. Und es ist das gleiche wie in Mannheim vor 30 Jahren: Baubeginn um sieben, relative Ruhe am späten Vormittag, nochmal so richtig Krach in der Mittagsruhe. Da ich mein Schlafzimmer gerade auf die Straßenseite verlegt habe (es schien mir ungeschickt, das größere, nach hinten gehende Zimmer als Schlafzimmer zu nutzen), kriege ich das voll ab. Das wird aber noch lustiger: Heute oder morgen soll der Krach auch noch nachts weitergehen.

Seit ich Depressionen habe, bin ich dazu auch noch besonders lärmempfindlich. Das heißt, ich kann mich noch auf ein paar harte Tage einstellen ... ist aber alles nicht so schlimm, es kriegen ja nur ärmere bis arme Leute ab, die sich keine ruhigere und besser gedämmte Wohnung leisten können.

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