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Preiserhöhungen bei der Bahn

1. September 2008 um 16:58 Uhr von Atari-Frosch

Wir kennen das ja schon. Gründe finden sich immer welche, mal sind's die hohen Tarifabschlüsse, mal die gestiegenen Energiekosten, aber eigentlich ist es egal. Jedes Jahr steigen die Preise der Bahn, egal wie viel Gewinn der Konzern so einfährt. Übrigens nicht nur die reinen Fahrpreise, sondern auch die Preise für die BahnCards. Die ermäßigte BahnCard 50 liegt jetzt schon bei 110 €, nach der Euro-Umstellung lag sie noch bei runden 100.

Was mich dabei wirklich ärgert, ist die neue Schaltergebühr von 2,50 €. Wenn man ein 29-Euro-Ticket kauft, zahlt man jetzt schon am Schalter 5 Euro mehr als am Automaten, und das nur, weil man vielleicht noch eine kleine Frage hat, die einem der Automat nun mal nicht beantworten kann.

Bei den teils übermäßig langen Wartezeiten an den Schaltern müßte es eigentlich umgekehrt sein: Je länger ich warte, desto weniger dürfte mein Fahrschein kosten. Es kann doch nicht sein, daß ich (am Düsseldorfer Hauptbahnhof) im Schnitt eine halbe Stunde lang in der Schlange stehe und dann aus Dankbarkeit dafür noch Geld bezahlen soll?

Ja, bei der Bahn geht das. Und die Politik, die uns ja eigentlich vertreten sollte, hält brav ihr Maul, denn die Bahn hat ja ein wunderbares Totschlagargument: Der Börsengang könnte schiefgehen, wenn man nicht genug Geld anhäuft. Geld, für das aber keinerlei Gegenleistung geboten wird. Immer noch sind die Sitze in der 2. Klasse fürchterlich eng, Gepäck kriegt man auch nicht gescheit verstaut, der Kaffee wird immer teurer, und manche ältere ICEs wackeln auf den Strecken dermaßen, daß man sich fragt, ob der Lokführer gesoffen hat (liegt aber, wie ich mich habe aufklären lassen, an der Federung der älteren Züge). Aber der Bahnkunde soll ja nicht denken, er sei irgendwie wichtig.

Nicht vergessen, Herr Mehdorn und Herr Tiefensee: Die Bahn hat immer noch ein Quasi-Monopol! Die Alternative Auto kommt für viele nicht in Frage, die Alternative Flugzeug ist wesentlich umweltschädlicher, gerade auf nationalen oder nur kurz darüber hinausgehenden Strecken. Und doch scheint die Bahn großen Wert darauf zu legen, ihre Fahrgäste an diese anderen Verkehrsmittel zu verlieren.

Ich habe da keine Wahl. Aber gut, ich bin ja nur so eine kleine Stammkundin, wen stört die schon ...

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