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Bahn läßt Kunden frieren

5. September 2008 um 21:12 Uhr von Atari-Frosch

Heute habe ich es endlich geschafft, nach Hause zu fahren, nachdem ein Antibiotikum die Angina einigermaßen in den Griff gekriegt hatte. Aber auch nur einigermaßen. Die Bahn gab sich denn allerdings alle Mühe, das wieder zunichte zu machen.

Ich saß im Wagen 21 im ICE 848 (Berlin Ostbahnhof — Düsseldorf Hauptbahnhof), und von Anfang an war es recht kühl im Wagen. In Hannover mußte der Zug wegen eines Unfalls (im Ausfahrtsbereich) eine halbe Stunde lang warten, und ab da wurde es richtig kalt. Ich deckte mich mit meinem Mantel zu und hoffte, das werde sich bald wieder einpegeln.

Als nach Hannover die Fahrscheine der Zugestiegenen kontrolliert wurden, fragte ich den Zugbegleiter, ob es denn nötig sei, daß es so kalt im Wagen ist. Er selbst (in dicker Uniform und ständig herumlaufend) empfand das anscheinend nicht so, wollte aber „mal sehen, was sich machen läßt”. Geändert hat sich dadurch nichts, im Gegenteil.

Kurz vor jedem Bahnhof, an dem der Zug hielt, schien der Luftstrom stärker und kühler zu werden, ohne daß sich das später wieder reduziert hätte. Dieser kalte Luftstrom kam, so vermute ich, von der Decke, mit gefühlten 12 °C. Im Wagen selbst können kaum mehr als 16 °C gewesen sein. Die meisten Fahrgäste hatten ihre Jacken auch direkt anbehalten.

Ich fragte nochmal beim Zugbegleiter nach: Er habe „schon ganz aufgedreht”. Fragt sich nur was — die Heizung bestimmt nicht. Zwischendurch stellte ich fest, daß es nur auf der Toilette angenehm warm war. Aber da wollte ich den Rest der Fahrt nun auch nicht verbringen.

Erst am Düsseldorfer Flughafen, als im Wagen kaum noch Leute saßen, wurde es endlich wieder wärmer; der Luftstrom war so gut wie weg. Anscheinend hängt das von der Anzahl der Leute im Wagen ab, wie stark (und kalt) reingeblasen wird. Ich vermute mal, das Ganze schimpft sich dann am Ende „Klimaanlage”.

Tüpfelchen auf dem i: Düsseldorf begrüßte mich dann auch noch mit einem heftigen Platzregen. Na dann, Gesundheit.

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