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WordPress im Test

28. September 2008 um 19:42 Uhr von Atari-Frosch

Es sieht wohl doch so aus, als müßte ich auf ein großes Blog-System, damit meine Wünsche an mein Blog erfüllt werden. Na gut. An Serendipity bin ich schonmal gescheitert. Trotz der eindringlichen Warnungen eines Freundes habe ich mir nun einmal WordPress genauer angesehen, natürlich erst einmal lokal und als Debian-Paket.

Das Debian-Paket hat die Versionsnummer 2.0.12alpha und ist damit nicht gerade sonderlich aktuell. Sollte ich alles zum Laufen bekommen, werde ich mir mit Sicherheit (und zur Sicherheit) die aktuelle Version direkt von wordpress.org holen.

Die Haken:

  1. Das Debian-Paket ist alles andere als debianisiert. Der Pfad zu den Webinhalten wird im Installations-Script setup-mysql mit /srv/www angeben, statt wie unter Debian üblich unter /var/www. Damit das Script läuft, muß der Pfad direkt darin geändert werden.
  2. Der MySQL-Server wird nicht automatisch mitinstalliert, nur der Client wird nachgezogen. OK, es gibt zwei Server-Pakete in Etch, nämlich mysql-server-4.1 und mysql-server-5.0, aber man könnte dem User wenigstens sagen, daß da noch was fehlt.
  3. Die Verschönerung der PermaLinks ist zwar ein eigener Menüpunkt in den Optionen, aber dann heißt es, er könne auf .htaccess nicht schreiben, man solle sie selbst editieren. Was da reinsoll, verriet er mir vorerst nicht. Nach längerem Suchen stellte ich fest, daß man zur vollständigen Benutzung dieses Menüpunktes (und weiterer) JavaScript einschalten muß. Auch das steht nirgends.
  4. Wie ich die Rechte für die .htaccess (die übrigens in dieser Installationsvariante unter /etc/wordpress/ steht), setzen müßte, damit WordPress selbst drauf zugreifen kann, steht auch nirgendwo.
  5. Als ich dann zum Test ein paar meiner alten Blog-Einträge übertragen hatte (manuell, denn WordPress kennt keine Import-Funktion für blosxom), stellte ich fest, daß ich die einzelnen Artikel unter ihren PermaLinks nicht anklicken kann. Es kommt ein 404. Die .htaccess war — leer; ich hatte die falsche Datei editiert. Also habe ich die Einträge nochmals übernommen, und jetzt geht auch die Darstellung der Einzelpostings.
  6. Das Datum eines Postings wird trotz anderer Einstellung konsequent in der englisch/amerikanischen Schreibweise dargestellt; die Uhrzeit wird überhaupt nicht mit dazugeschrieben. Das könnte allerdings noch ein Fehler der alten Version sein.

Debianisierung habe ich mir bisher anders vorgestellt. Der Paket-Maintainer von WordPress sollte sich vielleicht mal ein Beispiel an anderen großen Paketen wie OpenOffice.org nehmen.

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