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Kritisches zum Web 2.0

2. November 2008 um 19:23 Uhr von Atari-Frosch

Alex Schestag schreibt einiges zum Web 2.0, dem ich nur zustimmen kann. Ein paar Anmerkungen hätte ich aber noch:

Die konkrete Gefahr, die ich in der Zusammenfassung von Diensten in Web-Oberflächen sehe, ist, daß heutige, relativ neue Internet-Teilnehmer gar nicht mehr verstehen, daß das eben nicht alles WWW ist, sondern daß da andere Dienste druntersitzen. Ich würde es als Windowisierung des WWW bezeichnen: Der User sieht nur noch klickbunt, aber nicht, was wirklich passiert.

So kenne ich jemanden, der im Internet nur das macht, was sein Browser (mit Erweiterungen) kann. Andere Programme als seinen Browser für irgendetwas im Internet zu nutzen, fällt ihm gar nicht ein. Und wenn der Browser die entsprechende Erweiterung nicht hat bzw. diese nichts taugt, heißt es eben: Kann ich nicht.

Daß IRC etwas völlig anderes ist als WWW, das wissen viele heute gar nicht mehr. Und diejenigen, die E-Mail immer nur über Webmail-Interfaces benutzt haben, können auch diesen Dienst nicht mehr vom WWW unterscheiden. Komme ich dann wegen Problemen mit Erklärungen an, dann heißt es: „Das ist mir alles zu technisch, das verstehe ich doch gar nicht, ist viel zu kompliziert. Wo muß ich jetzt klicken?”

Ich bezweifle nicht, daß es auch sinnvolle Anwendungen für AJAX etc. gibt, genauso wie für Flash. Wie beim letzteren macht es die Dosis aus: Zuviel davon ist halt einfach zuviel. Von den datenschutzrechtlichen Problemen der Communities, derer sich die meisten Nutzer gar nicht bewußt sind, reden wir dabei noch gar nicht ...

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