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Steinmeier-Partei übt noch

8. Januar 2009 um 17:42 Uhr von Atari-Frosch

Wenn man sich die Website der SPD derzeit so anschaut, könnte man meinen, das Kürzel stehe für Steinmeier-Partei Deutschland. Da sieht man nur Steinmeier. Das aber eigentlich nur so nebenbei. Richtig witzig wird es nämlich erst bei einem Blick in den Code (hier: ca. 17:00 Uhr), vor allem in den Head-Bereich:

<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8" >

<meta http-equiv="Content-Style-Type" content="text/css" >

<meta http-equiv="Content-Script-Type" content="text/javascript" >

<meta name="content-language" content="de" >

<meta name="language" content="de" >

<meta http-equiv="imagetoolbar" content="no" >

<meta name="MSSmartTagsPreventParsing" content="true" >

<meta name="keywords" lang="de" content="ergänzen" >

<meta name="description" content="ergänzen" >

<meta name="page-topic" content="ergänzen" >

<meta name="audience" content="Alle" >

<meta name="robots" content="index, follow" >

<meta name="copyright" content="ergänzen" >

<meta name="author" content="ergänzen">

<meta name="revisit-after" content="15days" >

Also: Die ersten drei sind ja soweit in Ordnung (wobei das JavaScript da bestimmt nicht wirklich gebraucht wird). Dann wird gleich zweimal die Sprache festgelegt, wobei die erste Variante besser in der Webserver-Konfiguration aufgehoben wäre. SelfHTML weist darauf hin, daß Webserver eher selten auf diese Angaben hören.

Der nächste Meta-Tag war mir bisher neu. Es handelt sich hier wohl um eine präventive Abwehrmaßnahme gegen eine um 2004/2005 herum geplante Funktion im Internet Explorer und in M$-Office, bei der dem Besucher einer Seite einfach zusätzliche Links auf Stichwörter gelegt werden, für die Werbetreibende an Microsoft bezahlt haben. Microsoft hat die Idee längst fallengelassen, das Tag ist also schlicht überflüssig.

Danach wird's aber richtig lustig: Da steht ja überall „ergänzen” drin! Ja was ist das denn? Baut der Webmaster von spd.de die Seiten online zusammen, oder hat er da einfach was vergessen? 🙂

Völlig veraltet und sinnfrei sind die Tags „audience” und „revisit-after”. Grundsätzlich kann natürlich jeder eine Website besuchen. Der Browser wird nicht versuchen, herauszufinden, ob ich zum gewünschten Publikum gehöre oder nicht und mir ggf. den Zugang blockieren, das wäre ja auch völliger Blödsinn. Das „revisit-after” sollte mal eine Anweisung an Suchmaschinen-Robots sein, nach welcher Zeit ein erneuter Besuch der Seite sinnvoll ist. Auch Quark: Suchmaschinen entscheiden längst selbst, wann sie eine Seite neu prüfen. Außerdem kann man das auch noch, zumindest für Google, in die sitemap.xml schreiben.

Also, lieber SPD-Webmaster, dat üben wir nochmal. 😉

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