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Blick in den Spamfolder

6. Februar 2009 um 17:39 Uhr von Atari-Frosch

Für dieses Jahr sind schon wieder fast 5.200 Spams eingegangen; Zeit, mal ein wenig in die Statistik zu schauen. Die Verteilung auf meine diversen Mailadressen ist keineswegs gleichförmig. Das scheint nicht nur daran zu liegen, daß bei den jeweiligen Providern unterschiedliche Filter- bzw. Erkennungsmechanismen greifen. Ganz offensichtlich ist für mich, daß sich die Adressen in unterschiedlichen Adreß-Sammlungen befinden.

Mein T-Online-Account ist der älteste, den ich habe; er existiert mit einer relativ kurzen Unterbrechung schon seit Ende der 90er Jahre. Der Account war über viele Jahre spamfrei gewesen (bis auf ein paar Irrläufer), bis ihn eine Webmasterin im Laufe eines Wettbewerbs, an dem ich mich in 2005 beteiligt habe, ungefragt auf eine (.co.uk-)Website gesetzt hat. Die seitdem dort aufschlagenden Spams sind überwiegend in kyrillisch gehalten; zeitweise waren sie vor allem letztes Jahr mit großen Bildern verziert. Seit den diversen Sperr-Experimenten von T-Online sind zwar vor allem diese Riesen-Mails ausgeblieben. Trotzdem ist der überwiegende Anteil der Spams auf diesen Account immer noch russisch bzw. kyrillisch. Mittlerweile schlagen aber auch gern mal Werbemails für Fake-Uhren und vereinzelte Viagra-Spams auf.

Am stärksten belastet ist definitiv mein Webmaster-Account für die Domain saphis-ecke.de. Dort läuft ein SpamAssassin, der mir die Spams zwar markiert, aber ansonsten nicht anfaßt. Der SpamAssassin erkennt normalerweise um die 99 %, kommt aber gelegentlich ins Schleudern, wenn eine Spam-Variante noch nicht so häufig durchgelaufen ist. Kyrillische Spams wie auf dem T-Online-Account schlagen da zwar auch auf, aber längst nicht im selben Maße und zum selben Anteil. Hier kommt ansonsten kunterbunt durcheinander so ziemlich alles an: Viagra-, Uhren/Taschen-, Casino- und gelegentlich Diploma-Spams, verziert mit ein paar Phishing-Mails und Nigeria- und ähnlichen Scams.

Auf meinem Haupt-Account bei bilkinfo läuft ein Greylisting, das mir wohl einiges erspart. Allerdings haben manche Mailprogramme, die irgendwas automatisch verschicken, damit so ihre Probleme; so bekam ich schon einmal eine automatisch versandte Rechnung eines Domainproviders nicht, weil sie schlicht am Greylisting hängenblieb und das Versandprogramm es nicht nochmal probierte. Solche Absender leite ich dann aber auf einen anderen Account um, sobald ich das mitbekomme, auch wenn das Problem eigentlich bei den Absendern liegt. Hier schlägt ansonsten auch kunterbunt alles auf, ohne besondere Präferenzen. So alle ein bis zwei Monate kommt auch mal ein Asia-Spam an.

Der postmaster-Account meiner eigenen Hauptdomain war ein Ziel der Job-Spamwelle Ende Januar, von der alle anderen Accounts verschont blieben. Offenbar ist man ansonsten der Ansicht, daß ein Postmaster wohl ganz besonderen Bedarf an Sex-Pillen und Schwanzverlängerungen hat, denn diese Spams sind hier eindeutig in der Mehrzahl. Alles andere ist fast schon vernachlässigbar. Spams in kyrillischer Schrift kommen hier gar nicht an.

Deutlich weniger belastet ist der dazugehörige Webmaster-Account. Hier kommt überhaupt nur ungefähr einmal pro Woche was an.

Mein Privataccount auf der selben Domain hat noch gar keinen Spam bekommen. Dafür werden aber laut Log eine ganze Menge Spams abgelehnt, die an gar nicht vorhandene Adressen gerichtet sind. Die Einlieferer sind dabei teilweise völlig merkbefreit: Die probieren das tage-, ja wochenlang immer wieder! Und so ein bißchen Müll bleibt dann noch im (eigentlich völlig unkonfigurierten) policyd-weight hängen, der die eingehenden Verbindungen mit einer Reihe Blacklists abgleicht.

Auf dem öffentlichen Mail-Account des Chaosdorfs, den ich mitmoderiere, fallen dann noch die mehr oder weniger häufigen Sexfilm-Spams aus dem Hause Saxnordic/inter-news.net auf (IP 84.246.241.126 für die bespammten Domains, IP-Bereich 91.190.160.* für die eingehenden Mails). Das ist ein altbekannter Spammerladen, bei dem offenbar noch keiner mit dem schwarzen Kleinbus vorgefahren ist.

Kürzlich hatte ich dann noch auf den bilkinfo-Account einen deutschen Spam. So ein paar unangenehme Fragen mitsamt Anforderung einer Unterlassungserklärung sind dorthin unterwegs, mal sehen, ob die es kapieren.

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