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Leyenhafte Lügen greifen

27. März 2009 um 19:37 Uhr von Atari-Frosch

Toll, die Lügen der merkbefreiten Bundesfamilienministerin greifen. Bei der Tagesschau ergab eine (nicht repräsentative) Umfrage, daß 42,2 % der Abstimmenden für die Zensurmaßnahmen (die da natürlich nicht so genannt werden) sind, und 1,8 % haben „keine Meinung”. Diese Ahnungslosigkeit ist nicht nur Folge einer miserablen Bildungspolitik, sondern auch der gebetsmühlenartigen Wiederholungen der immer gleichen Lügen und nicht nachweisbaren Zahlen durch die Laienhaftigkeit in Person im Rang einer Bundesministerin.

Beschämend ist so nebenbei, daß selbst die Tagesschau die Zensur nicht beim Namen nennt, sondern die beschönigenden Begriffe Filter und Sperren verwendet. Waren deren Journalisten etwa bei der KiPo-Vorführung der sauberen Frau Ministerin dabei?

Ein Kommentar zu “Leyenhafte Lügen greifen”

  1. Stefan quakte:

    Ja, da könnte man wirklich strengere Worte vonseiten der Medien auffahren. Die britische Zeitung The Guardian kritisiert die Regierung relativ häufig für bestimmte Erkenntnisse (wie z.B. Folter, Zensur, Online-Durchsuchung).

    Da liest man z.B. direkt am Anfang eines Artikels über das, was bei uns Kinderpornographie-Filter heißt:
    „When asked to name countries that impose extensive internet censorship, you might think of China, Iran, or North Korea; I doubt you’d think of the UK, but, after the home secretary Jacqui Smith’s speech to the International Centre for Study of Radicalisation and Political Violence today, you really should.“
    http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2008/jan/17/caughtintheweb

    Wobei man sagen muss, dass sie in UK schon einen Schritt weiter waren und die Ausbreitung dieser Technik forderten, aber dazu hat „eco“ aus den geheimen Treffen ja auch schon etwas gesagt.

    Allgemein klingt der Umgangston beim Guardian – wie es mir vorkommt – aber rauer.


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