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GEMA: Schuldig bis zum Gegenbeweis?

31. März 2009 um 22:57 Uhr von Atari-Frosch

Die GEMA kann's ja noch besser als die GEZ:

Nach Auskunft der GEMA ist der Verwertungsgesellschaft das Jamendo-Zertifikat bisher nicht bekannt. Dort pocht man darauf, dass "jeder, der angibt, [...] 'GEMA-freie' Werke genutzt zu haben, dieses für jeden einzelnen Fall konkret darlegen und gegebenenfalls beweisen" müsse. Dafür müssten bei ihr Formulare bestellt, ausgefüllt und beispielsweise das vollständige Musikprogramm für eine Veranstaltung vorlegt werden.

(Quelle: Heise Newsticker, Jamendo positioniert sich als Alternative zur GEMA)

Also nochmal: Wenn ich sage, ich habe die Musik nicht genutzt, muß ich Zeit und Geld investieren, um das beweisen. Sonst wird mir einfach unterstellt, daß ich sie genutzt habe, und dann muß ich dafür zahlen. Is' völlig klar, ne?

3 Kommentare zu “GEMA: Schuldig bis zum Gegenbeweis?”

  1. Stefan quakte:

    Gott, so eine bescheuerte Organisation. Und wahrscheinlich fließen von meinem Beitrag zu den Abiturfeier-Kosten (Abibandauftritt mit Coversongs) auch noch einige Münzen oder gar Scheine in deren nimmersatten Rachen. Ich würde am liebsten noch eine Ladung Zyankali hinterher werfen, damit die GEMA endlich Ruhe gibt!

    Wieder die Frage: Ist die Sache nicht juristisch anfechtbar, da vor Gericht ja das Gegenteil gilt (schuldig bis bewiesen)? Ist es überhaupt vereinbar, dass man solch einen widersinnigen Vertrag automatisch bei der Geburt unterschreibt – ich sehe damit eine ähnliche Stellung wie die des Grundgesetzes … Wenn dem so ist, gründe ich jetzt auch eine große Organisation und berufe mich dann auf mein Recht, die Beweislast umzukehren! Ich könnte hier schon wieder ausrasten…


  2. Grützensepp quakte:

    Ist die Abiband GEMA-Mitglied??? Das wäre ziemlicher Schwachsinn sofern sie nicht kommerzielle Konzerte gibt und selbst dann lohnte es sich wohl kaum, d.h. sie würden mehr einzahlen als herausbekommen.

    Meines Wissen darf man live (also selbst gespielt, nicht vom Band) aufführen, was man will, ohne dafür Abgaben zahlen zu müssen. Deshalb spielen Bands manche Stücke (meist Cover-Versionen) nur live, aber veröffentlichen sie niemals auf einem Album, weil dann eben Abgaben an die ursprünglichen Komponisten anfielen. Es sei denn man ist GEMA-Mitglied. Dann muss man wohl haarklein auflisten, was gespielt wurde.


  3. frosch quakte:

    Wenn die Band für ihre Auftritte keinen Eintritt verlangt und auch sonst nichts dafür bekommt, kann sie befreit sein, aber auch das muß man prüfen lassen.

    Mein Stand ist: Offen auf der Straße wie bei Straßenmusikern ist frei, auch wenn Cover gespielt werden, und selbst dann, wenn da ein Geldsammelgefäß rumsteht oder jemand mit einem Hut rumgeht.

    In geschlossenen Räumen dagegen sind wohl nur private Konzerte frei, und das heißt insbesondere, daß kein Eintritt für die Veranstaltung verlangt werden darf (unabhängig davon, ob die Musiker davon was haben!) und daß alle Anwesenden persönlich eingeladen wurden.

    Schulen und Universitäten haben da aber eventuell nochmal Sonderregelungen, da müßte man sich genauer erkundigen.


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