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Upgrade nach Lenny (2)

2. April 2009 um 14:31 Uhr von Atari-Frosch

Am Anfang sah ja alles gut aus. Aber nun fühle ich mich doch sehr an die Upgrade-Katastrophe von Sarge nach Etch erinnert:

  • X kam erst hoch, nachdem ich die xorg.conf aus meinem Backup eingespielt hatte. Die, die bei der Installation angelegt worden war, war ziemlich leer. Genauso leer, nämlich schwarz, blieb dann auch der Bildschirm.
  • pidgin crashed spätestens dann, wenn es ein Fenster aufmachen soll. Ich habe beim Debian-Paketmaintainer einen Bugreport eingereicht, der hat ihn zusammen mit noch ein paar anderen (das trifft offenbar mehrere Versionen bis nach Debian Sid rein) inzwischen den Pidgin-Entwicklern gemeldet. Eventuell liegt das Problem nicht bei pidgin selbst, sondern in einer Bibliothek.
  • xmms crashed direkt beim Starten, kriegt noch nicht mal sein Fenster auf. Da es nicht mehr in Debian enthalten ist (warum auch immer), hatte ich es von einer anderen Quelle geholt. Dort hat man beim Binary für Lenny aber anscheinend Mist gebaut, es gibt wohl ein Kommunikatonsproblem mit libgdk. Außerdem ist xmms-sid nicht mehr vorhanden. Nein, das ist nicht die Version für Debian Sid, sondern ein Plugin, das die Sounddateien für den C64 abspielt.
  • xmms2 ist kein Ersatz für xmms, es arbeitet völlig anders. Nachdem ich das Frontend esperanza dafür installiert hatte und ihn meine Musikdaten einlesen lassen wollte, lastete mir xmms2d die CPU mit 98 % aus und wollte auch irgendwie überhaupt nicht mehr fertigwerden. Eine Abbruchmöglichkeit gab es genausowenig wie eine Fortschrittsanzeige.
  • Nach einer kompletten Neuinstallation crashen die beiden Programme immer noch, außerdem ist ntp jetzt absolut der Meinung, das System müsse auf UTC laufen. Selbst wenn ich die Zeit im BIOS ändere, geht meine Uhr um zwei Stunden nach.

Für pidgin finde ich gerade keinen adäquaten Ersatz (grafischer Instant Messenger, der mindestens Yahoo und XMPP spricht). Als Ersatz für xmms werde ich mal schauen, ob audacious immer noch keine Dateien rekursiv einlesen kann und immer noch so träge in seiner grafischen Oberfläche ist, ansonsten wird wohl Amarok das Programm meiner Wahl werden. Frosch ohne Musik -- das geht ja schließlich mal gar nicht.

Damit ich nicht nur Negatives berichte: Als Mailprogramm benutze ich jetzt wieder icedove, das tut nämlich mittlerweile wieder, was es soll (nämlich mit enigmail gescheit laufen). Das hat den Vorteil, daß ich das Programm aus dem icewm-Menü heraus starten kann, was mit Thunderbird nicht funktionieren wollte, und es nicht mehr im Terminal aufrufen muß. Außerdem startet Firefox 3 doch erkennbar schneller als FF2. Und die Bildschirmschriften unter X sind jetzt auch angenehmer.

2 Kommentare zu “Upgrade nach Lenny (2)”

  1. Stefan quakte:

    „ob audacious immer noch keine Dateien rekursiv einlesen kann“
    Rekursives Einlesen bedeutet doch eigentlich immer samt Unterordner, nicht? Das ging bei meiner Audacious-Version früher (so ca. 1 Jahr her?) eigentlich immer. Weiß nicht mehr, ob man bei „Datei hinzufügen“ einfach einen Ordner auswählen und „OK“ klicken musste oder ob es eine Schaltfläche „Ordner hinzufügen“ gab.

    Als Messenger verwende ich Gajim. Das ist ein reiner XMPP-Client und andere Netzwerke kann man über Transports einbinden. Ich habe gerade geschaut und swissjabber.ch bietet auch einen Yahoo!-Transport an (yahoo.jaim.at).


  2. frosch quakte:

    Ja, samt Unterordner. Ich hatte mir das vor etwa zwei Jahren mal angesehen, da ging das noch nicht. Inzwischen sieht audacious ja fast wie xmms aus und liest auch rekursiv ein, also bleibt der nun erstmal.


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