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Cold Call zur Arbeitnehmerüberwachung

6. Mai 2009 um 20:22 Uhr von Atari-Frosch

Es war heute nicht das erste Mal, daß mich jemand anrief und nachfragen wollte, ob denn irgendwelche Anzeigenblättchen oder Werbesprospekte immer schön regelmäßig in unseren Hausgang gekippt werden. Das scheint jetzt eine komplett neue Mode zu werden: Die Firmen picken sich beliebige Leute an der Austrage-Strecke aus dem Telefonbuch und rufen da an, um ihre (meist sehr schlecht bezahlten) Angestellten zu kontrollieren. Sie mißachten also gleich zweierlei Rechte: Die der Arbeitnehmer und die der Angerufenen. Denn ich glaube nicht, daß die Austräger das wissen, daß sie auf diese Weise überprüft werden.

Die Dame heute war der Meinung, sie dürfe das, weil sie mir ja nichts verkaufen wolle. Die Behauptungen, warum man angeblich jemanden anrufen darf, sind ja so schön beliebig, nicht wahr? Bei Versatel war man ja mal der Meinung, gerade zum Verkaufen dürfe man, man dürfe nur nicht werben. Können sich die Telefonspammer da bitte mal einigen? 😉

Also, liebe Arbeitnehmer-Überwacher-Telefonspammer, von mir aus könnt Ihr Euer Altpapier ja gern behalten, das fliegt hier nur im Hausgang rum und nervt. Am besten ist ja immer, wenn das Zeug dann noch auf die Aufgangstreppe gelegt wird. Da warte ich ja nur drauf, daß mal jemand mit einem Karton, einem Monitor oder auch einem Kleinkind auf dem Arm die Treppe runterkommt, das Papier übersieht, drauf ausrutscht und sich gepflegt auf die Schnauze legt. Dann ist vermutlich mal wieder keiner schuld.

Ein Kommentar zu “Cold Call zur Arbeitnehmerüberwachung”

  1. Stefan quakte:

    Also dass die Leute das kontrollieren, ist einem als Austräger schon klar. Dass sie das per Telefon machen, ist mir neu. Als ich noch Austräger war, sind sie die Straße entlanggelaufen. Außerdem gab es im Kaufland immer Zettel, in die man sich eintragen konnte, wenn man den Prospekt nicht bekam. Habe in meiner mehrjährigen Karriere 3 Beschwerden erhalten, wobei ich von einer weiß, dass sie berechtigt war.

    Bezahlung war eigentlich nicht sonderlich schlecht bei Kaufland. 6 Stunden Arbeit pro Monat und 40€ gekriegt. Guter Lohn für eine Arbeit, die man als Jugendlicher ohne Ausbildung ausführen kann, finde ich. Je nachdem, wie dick die Prospekte waren, gab es auch bis 60€ pro Monat.


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