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Eigenartige Blog-Kommentare

19. Mai 2009 um 23:30 Uhr von Atari-Frosch

Seit kurzem findet es ein „Spaßvogel” sehr witzig, überwiegend unter Mißbrauch des TOR-Netzwerkes kurze, nichtssagende Blog-Kommentare in diversen Blogs abzusetzen und dabei in den Absender-Daten auf Domains von anderen, existierenden Blogs zu verweisen. So tauchten bei mir vor einigen Tagen zwei Kommentare auf, die ich erst nicht zuordnen konnte: Die Domains zeigten auf reguläre Seiten, die Mailadressen sahen normal aus, aber die eine Herkunfts-IP ist in Luxemburg und die andere in China. Die Inhalte: jeweils zwei Worte, die zum kommentierten Artikel nichts aussagten.

Seit ich mich bei den beiden Blogbetreibern, die darüber bereits berichtet hatten, selbst in den Kommentaren gemeldet habe, meint der Spaßvogel nun wohl, das gleiche Spielchen mit meiner Domain treiben zu müssen (wobei er zu doof ist, sie richtig zu schreiben, und die TLD doppelt anhängt). Auch erschien heute Abend hier ein solcher kurzer Blog-Kommentar von „sabine”, mit Verweis auf eine ähnlich klingende, aber nicht existierende Domain.

Ein Blog-Kollege, der mich heute wegen eines Kommentars von „mir” anschrieb, vermutete, jemand wolle hier die Zensursula-Gegner gegeneinander aufhetzen. Einzelne gegenseitige Beschuldigungen hat es wohl tatsächlich schon gegeben. Vermutlich ist das Zeitverschwendung, und Ignorieren hilft am besten, wie üblich bei Trollen.

Hinweis an die Kollegen, bei denen solche Kommentare mit Verweis auf diese Domain auftauchen: Ich gehe nicht über TOR, wenn ich was kommentieren will; meine IP ist in > 99 % der Fälle aus dem Adreßraum der Telekom in Düsseldorf, es sei denn, ich kommentiere mal seltenerweise von irgendwo außerhalb, und auch dann gehe ich nicht über TOR. Wäre ja auch dumm, wenn ich dann doch eine echte Mailadresse und den URL meiner Website angebe; entweder richtig anonym oder gar nicht.

An den Blog-Spammer: Laß es einfach, Du Idiot. Hier wird der Müll ignoriert. Es gibt wirklich Sinnvolleres, womit man sich beschäftigen kann, als TOR zu mißbrauchen und anderen Leuten die Zeit zu stehlen. Geh also wieder in Deinen Sandkasten zurück und spiel dort weiter.

11 Kommentare zu “Eigenartige Blog-Kommentare”

  1. mir quakte:

    TOR verbieten!!!1einself


  2. dunkelangst quakte:

    Genau aus diesem Grund habe ich in meinen Blog die OpenID eingeführt. Der Sinn: Die url deines Blogs ist deine OpenID, sofern du dieses PlugIn installiert und konfiguriert hast.

    Wenn du dann in meinen Blog einen Kommentar schreiben würdest, dann würde sich mein Blog mit deinen in Verbindung setzen und dein Blog muss zuerst bestätigten, dass du *wirklich* du bist in dem Du Dich in deinen Blog einloggen musst.

    Auf diese Weise signierst du deine Blog Beiträge… 😉 In meinen oben verlinkten Blog Beitrag findest du weitere Informationen.

    Ich hoffe das hilft Dir weiter.


  3. frosch quakte:

    OpenID klingt, wie Du es beschreibst, wirklich interessant, das werd ich mir die Tage mal genauer ansehen.

    Das SSL-Problem könnte ich sogar zumindest von meiner Seite aus lösen: Ich benutze für meine statische Site bereits CaCert. Das kostet übrigens nichts; man muß sich nur von genügend Leuten bestätigen („assuren“) lassen. Mittlerweile bin ich auch selbst CaCert-Assurer. Und für den Notfall tut’s hier vermutlich auch ein selbst signiertes Zertifikat 😉


  4. Ich bleib mal anonym quakte:

    Ich bin selbst mit mehreren Blogs „Opfer“ dieses Trolls. Ich bin aber weder beim mac-projekt noch bei den zensursulas oder irgendwelchen anderen Zwists involviert. Damit das so bleibt, schreibe ich hier „anonym“.

    Jedenfalls hinterließ der Spammer einige Kommentare, auch mit deiner Domain. Das nervt natürlich. Zumal sie nicht maschinell abgegeben werden, sondern zu 99,99% händisch. Der oder die muss vollkommen irre sein…

    Ein Beitrag über den Troll ist zwar (z.B. für mich) hilfreich, ist aber auf der anderen Seite nicht das, was man ignorieren nennt.

    Ein Kommentar noch zum Blog: Wer gegen VDS und Zensursula protestiert, sollte Kommentare auch ohne die Abgabe von Mail-Adressen erlauben. Meine Meinung.


  5. posterXXL quakte:

    Hallo!
    Auch wir haben einen äußerst kurzen wie schönen Blog-Kommentar erhalten: Quarki schrieb am 19.05.2009 um 13:44 Uhr „Prima“ 🙂


  6. dunkelangst quakte:

    Das SSL-Problem könnte ich sogar zumindest von meiner Seite aus lösen: Ich benutze für meine statische Site bereits CaCert. Das kostet übrigens nichts; man muß sich nur von genügend Leuten bestätigen (”assuren”) lassen. Mittlerweile bin ich auch selbst CaCert-Assurer. Und für den Notfall tut’s hier vermutlich auch ein selbst signiertes Zertifikat

    Vielen Dank für den Tipp – das werde ich mir mal anschauen. 🙂

    Ein Kommentar noch zum Blog: Wer gegen VDS und Zensursula protestiert, sollte Kommentare auch ohne die Abgabe von Mail-Adressen erlauben. Meine Meinung.

    Zum möchte dazu nur sagen, dass diese Einstellung von WordPress vorgegeben wird. Leider kann man das nicht so einfach ausschalten – ich finde es auch unnötig das auszusschalten, denn schließlich kann man auch einfach trash-mail benutzen… 😉


  7. frosch quakte:

    @“Ich bleib mal anonym“: Du bist pseudonym, nicht anonym. Anonym bist Du erst, wenn Du die Kommentare durch TOR jagst. 🙂

    Wie dunkelangst schon erklärte, gibt WordPress die Angabe der Mailadresse vor. Manchmal ist mir das auch ganz recht, um direkt Kontakt aufnehmen zu können, falls etwas unklar ist. Ich habe aber noch nie einen Blogkommentar gelöscht oder nicht freigeschaltet, weil die angegebene Mailadresse ungültig war, und habe das auch für die Zukunft nicht vor. Da habe ich schon andere Kriterien; (der Wunsch nach) Anonymität gehört nicht dazu.

    Ja, die Kommentare sind ziemlich sicher händisch verfaßt.

    Diesen Blogbeitrag habe ich geschrieben, um mir (hoffentlich) weitere ungehaltene Mails von Blogbetreibern zu ersparen, die von „mir” auf diese Weise bespammt werden. Ich hoffe also, mir mit einem bißchen Arbeit viel Arbeit vom Hals halten zu können. Vielleicht klappt’s ja sogar.


  8. Hoshpak quakte:

    Ich habe auch schon ein paar Kommentare von „sabine“ bei mir im Blog gehabt. Das scheinen ja momentan verschiedene Blogger von heimgesucht zu werden.

    Zum Glück ist das typischer einzeiliger Spam, den man leicht rausfiltern kann, auch wenn man ihn nicht an der IP erkennt. (Ich speichere in meinem Blog aus Datenschutzgründen keine IPs)

    Mich würde allerdings interessieren, was der Spammer damit bezweckt. Blogger gegeneinander aufzubringen wäre eine Option, allerdings dürfte das jeder mit ein bisschen Erfahrung leicht erkennen.


  9. Harald quakte:

    Ich habe heute auch einen solchen Kommentar (nichtssagender Inhalt, angeblich von dieser Seite atari-frosch.de.de) bekommen und mir daraufhin diese Seite mal angesehen, und bin eigentlich dem Spammer sogar dankbar, dass er mich auf diese Seite aufmerksam machte.

    Also manchmal, aberwirklich nur manchmal, also eigentlich fast nie, ist Spam auch mal nützlich…


  10. sabbeljan quakte:

    Danke für den Eintrag. So konnte ich den Kommentar bei mir im Blog zuordnen. Es hat nicht der atari-frosch gequakt, sondern der „sabine“-Spammer. Dann weiter frohes Schaffen.


  11. C.J. quakte:

    Mir ging es wie Harald: Deine Kommentare bei uns im Blog waren ähnlich den Spam-Kommentaren einer einschlägigen Finanzseite. Diese landeten automatisch im Spamfilter, wo ich sie nach Sichtung dieser Seite wieder rausgefischt habe.
    Doch diesen Aufwand möchte und kann man ja nicht bei jedem Kommentar betreiben.