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BVG = Behinderte Ver-Graulen?

22. Juli 2009 um 13:00 Uhr von Atari-Frosch

Ein Freund und ich hatten ja schon unsere eigenen Erfahrungen mit der Behindertenfreundlichkeit bei der BVG (allerdings betrifft das wohl nur die U-Bahnen). Da war die Sache mit den BVG-Wachleuten, denen es an Silvester herzlich egal war, daß wir den Fahrstuhl an der Friedrichstraße nicht benutzen konnten. Und letztens waren da noch die kaputten Fahrstühle am Alexanderplatz, für die sich keiner so richtig interessierte. Und ich dachte, damit hätten sie schon den Vogel abgeschossen. Aber nein, es geht noch viel härter.

In seinem Blog berichtet Raul, daß ihn eine U-Bahn-Fahrerin nachts nicht mitfahren lassen wollte, weil es angeblich zu lange dauere, die Rampe herauszuholen. Sie würde dann seinetwegen eine Verspätung einfahren. Als er höflich widersprach, war ihre Antwort: „Halt die Fresse!

Die Beleidigung ist das eine. Das andere ist der Gesetzesverstoß der Fahrerin. § 22 PBerfG schreibt eine Beförderungspflicht vor, von der die Fahrerin nur befreit gewesen wäre, wenn die Rampe beispielsweise nicht vorhanden oder unbenutzbar gewesen wäre. Die pure Behauptung, sie würde damit eine Verspätung einfahren, „schützt” sie nicht. Verspätungen fahren Bahnen auch beispielsweise dann ein, wenn eine große Gruppe an einer Station aus- oder einsteigt. Will sie dieser Gruppe dann die Mitnahme auch verweigern?

Auf die Reaktion der BVG bin ich gespannt. Wenn die BVG korrekt handelt, dürfte diese Fahrerin wohl ordentlich Ärger bekommen.

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