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Fahrtenbuch

29. Juli 2009 um 16:32 Uhr von Atari-Frosch

Stellen Sie sich vor, sie haben einen gut bezahlten Job in einer großen Firma. Und weil das für Ihre Aufgaben notwendig ist, stellt Ihnen die Firma auch einen ordentlichen Dienstwagen zur Verfügung. Den dürfen Sie dann für einen festgelegten Aufgabenbereich nutzen, manchmal sogar privat.

Stellen Sie sich weiterhin vor, Ihre Firma verlangt von Ihnen, daß Sie für diesen Dienstwagen ein Fahrtenbuch führen müssen. Die Verantwortlichen möchten nachprüfen können, ob Sie den Wagen wie vorgesehen einsetzen. Das ist das Recht der Firma; es ist ja auch ihr Wagen. So nebenbei ist es natürlich für die Versicherung relevant, wenn mit dem Wagen mal was wäre. Und wenn der Vorgesetzte oder der entsprechend zuständige Mensch das Fahrtenbuch verlangt, dann müssen Sie es auch vorlegen. Is' völlig klar, ne?

Ja, für uns schon. Für Zensursula gelten aber offenbar andere Regeln. Die „Firma”, für die sie arbeitet, heißt deutsches Volk. Und das bezahlt auch ihren Dienstwagen. Aber Zensursula meint, sie müsse das Fahrtenbuch nicht herzeigen, weil da personenbezogene Daten drinstehen. Nun frage ich mich: Was haben solche Daten in einem Fahrtenbuch für einen Dienstwagen zu suchen? Und ist diese Begründung nicht eher ein Eingeständnis dafür, daß der Wagen vielleicht doch nicht immer nur für dienstliche Belange genutzt wurde?

Auf den Datenschutz kann sie sich jedenfalls nicht berufen. Dann müßte sich ja jeder Angestellte bei der Vorlage seiner Stechkarte auf den Datenschutz berufen können: Nee, Arbeitgeber, Du darfst nicht sehen, wann ich da war, Du hast es nur zu bezahlen. 😉

Immerhin ist sie mit diesem Mißbrauch von Fahrbereitschaften nicht alleine. Während Kanzlerin Merknix die Flugbereitschaft mißbraucht, um in den Urlaub und zu privaten exklusiven Buchvorstellungen zu gelangen, läßt sich die Gesundheitsministerin in Spanien gleich den ganzen Dienstwagen klauen, der nicht mal gegen Diebstahl versichert ist. Wäre er nicht wieder aufgetaucht, hätte der deutsche Steuerzahler für den Schaden, also für die Neubeschaffung, aufkommen müssen (und nicht etwa Frau Schmidt, wo denkt Ihr hin?).

Insofern ist Zensursula ja mit ihrer Weigerung, das Fahrtenbuch rauszurücken, in, ähm, „guter Gesellschaft”. Übrigens: Am 27. September ist Zahltag.

Ein Kommentar zu “Fahrtenbuch”

  1. Gucky quakte:

    Von mir bekommen sie am Zahltag das ihnen zustehende… (Merknix und Konsorten)
    Ich hoffen, daß noch viele andere es ihnen „heimzahlen“ ! 🙂


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