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Gemeine Steinchen

5. August 2009 um 14:23 Uhr von Atari-Frosch

Sonntag Nachmittag fing es an. Auf einmal tat mir die linke Leiste teils stechend weh. Zuerst dachte ich ja an ein frauentypisches Problem, aber dazu saß der Schmerz doch ein Stückchen zu tief. Nach dem Abendessen wurde es erstmal wieder besser.

Die Nacht von Sonntag auf Montag wurde grauenhaft.

Die Schmerzen setzten wieder ein und zogen sich diesmal bis zur linken Niere hoch. Wenn ich in dieser Nacht drei Stunden Schlaf abbekommen haben sollte, war das viel. Ich wälzte mich in meinem sowieso schon durchgelegenen Bett hin und her und zog zwischendurch noch auf meinen alten Fernsehsessel um, der nach hinten umklappbar ist. Ich dachte an Blasensteine, erinnerte mich aber auch dran, daß eine Freundin, die sich mit Nierenschmerzen herumgeplagt hatte, am Ende die Diagnose Diabetes mellitus bekam. So richtig mit Insulin spritzen.

Montag Nachmittag wartete ich dann auf den Sozialarbeiter, der dann auch noch fast eine Stunde später kam als eigentlich vorgesehen. Dann ließ ich mich ins evangelische Krankenhaus begleiten (nicht wegen evangelisch, sondern weil es räumlich einfach das nächste ist). Verkehrstauglich war ich nicht, also wollte ich auf keinen Fall alleine gehen. Ein Taxi wollte ich aber auch nicht bezahlen. Und um die Wege kurz zu halten, ließ ich auch einen Facharzt aus, der mich ja vielleicht dann doch ins Krankenhaus geschickt hätte, man weiß es ja vorher nicht.

Ich packte also sicherheitshalber Klamotten für ein paar Tage ein. Im Krankenhaus mußte ich etwa eine halbe Stunde warten (ich hatte mit deutlich mehr Wartezeit gerechnet). Auf meine Beschreibung hin gab es gleich das volle Untersuchungsprogramm: Urinprobe, Blutprobe, Blutdruck messen, EKG, und später noch Ultraschall. Das ganze übrigens witzigerweise in der Kinderaufnahme; ich paßte mit meinen 164 cm gerade so der Länge nach auf die Liege. 😉

Nach den ersten Untersuchungen (außer Ultraschall) bekam ich erstmal eine Schmerzmittelinfusion. Danach ging es mir deutlich besser. Am Ende erfuhr ich dann die Laborergebnisse: Kein Verdacht auf Diabetes, alle Werte normal, aber ein wenig Blut im Urin. Auf dem Ultraschall waren sie nicht zu sehen, so klein sind die gemeinen Dinger: (Vermutlich) Nierensteine.

Ich konnte gleich wieder nach Hause gehen (wobei, gleich ist gut: Insgesamt war ich schon drei Stunden lang dort, incl. Wartezeit), bekam ein Rezept für Schmerzmittel (Novalgin), ein Entkrampfungsmittel und ein Antibiotikum sowie die Empfehlung mit, viel zu trinken. Die Steinchen sollten sich dann binnen weniger Tage von selbst lösen. Falls es länger dauert und/oder die Schmerzen schlimmer werden oder falls Fieber dazukommt, sollte ich direkt per Taxi nach Golzheim in die Urologie fahren, denn sie haben selbst keine urologische Abteilung.

Gestern holte ich dann die Medikamente, das heißt: Zwei davon. Das Entkrampfungsmittel hätte ich selbst bezahlen müssen. Da die Schmerzen aber erstmal weggeblieben waren, ließ ich das weg. Auch das Schmerzmittel habe ich bislang nicht benötigt; Novalgin ist eines von der stärkeren Sorte. Allerdings habe ich gestern Abend dann ein paar Stunden lang nichts getrunken, als ich im Chaosdorf-Clubraum saß und durch einen Linux-Neuling ziemlich beschäftigt war; danach piesackten mich die gemeinen Steinchen schon wieder; immerhin nicht so schlimm, daß ich deswegen das Novalgin benötigt hätte. Offenbar bin ich insgesamt sehr glimpflich davongekommen. *puh*

3 Kommentare zu “Gemeine Steinchen”

  1. Eberhard quakte:

    Na dann ist es ja gerade noch mal gut gegangen.

    Falls es Dich beruhigt: ich schlafe derzeit auch schlecht und so ganz toll geht’s mir auch nicht. Ich schiebe es auf die Hitze. Hoffentlich ist die bald wieder vorbei.


  2. Christine quakte:

    Huhu Frosch!

    Was machst Du denn für Sachen? Bist Du die „Steinchen“ denn inzwischen los? Da denk ich mir, ich stöber mal eben bei Dir vorbei und dann das… Auch Deine Bett-Geschichte erfreut nicht wirklich… :/ Ab nächster Woche bin ich auch wieder im Chat – ich hoffe, der lebt noch! 😉

    Liebe Grüße

    Christine


  3. frosch quakte:

    Huhu Christine, die Steinchen haben sich wie vom Krankenhaus vorhergesagt dann recht stillschweigend verabschiedet. Wichtig ist wirklich, viiiiiel zu trinken. Die Novalgin-Packung hab ich gar nicht aufgemacht. Nuja, die halten eine Weile, aber ich bin immer froh, wenn ich sowas gar nicht brauche.


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