Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

Zur Website | Impressum

Aufgepumpt

16. August 2009 um 18:26 Uhr von Atari-Frosch

Im Juni hatte ich so einen richtigen Luftmatratzen-GAU. Eine Freundin war mit ihrem Sohn aus Berlin zu Besuch, und die beiden wollten bei mir auf meiner Luftmatratze übernachten. Nur wenige Tage vor ihrer Ankunft stellte ich jedoch fest: Die alte Luftmatratze, die innen bereits einen Schaden hatte und daher die letzten Male schon etwas unförmig war, hatte jetzt auch außen ein großes Loch, das ich nicht mehr flicken konnte. Ich hatte mir zwar eine weitere Luftmatratze über eBay besorgt, aber die hat das kleine Manko, daß sie im Gegensatz zu meiner alten Luftmatratze keine Elektropumpe eingebaut hat — und ich wunderte mich erst noch, warum die so viel günstiger war ...

Eine für knapp 13 Euro dazugekaufte Akkupumpe erwies sich als völlige Pleite. Das Ding rattert zwar in unglaublicher Lautstärke und wie ein Maschinengewehr, aber die Menge der damit erzeugten Luft kriege ich auch grade noch so mit einer Fahrradpumpe hin. Weder mit der Fahrrad- noch mit der Akkupumpe  möchte man eine Luftmatratze von etwa 80 cm Breite, 190 cm Länge und 45 cm Höhe aufpumpen müssen.

Der 13jährige Sohn meiner Freundin löste das Problem dann kurzfristig auf MacGyver'sche Art: Der Schlauch seines Inhaliergerätes, das er wegen seiner Mukoviszidose immer dabei hat, paßte erstaunlicherweise genau in das Ventil der Luftmatratze. Das Aufpumpen dauerte dann eine gute Stunde; das Inhaliergerät erzeugt natürlich nicht so viel Luft wie die Elektropumpe in der alten Matratze, aber immer noch deutlich mehr (und das deutlich leiser) als diese seltsame Akkupumpe.

Einbaupumpe der alten Luftmatratze

Natürlich war das wirklich nur eine kurzfristige Lösung. Aber in der alten Matratze steckte ja noch die intakte Elektropumpe; kaputt war ja nur innen mindestens eine Luftkammer und außen der Mantel. Bevor ich die alte Matratze entsorgte, schnitt ich also diese Pumpe einfach heraus. Der Sozialarbeiter, der mir dabei half, meinte noch, das bringt doch bestimmt nichts. Insbesondere besitze ich ja keinen Schlauch und kein passendes Gegenstück, um die Pumpe an das Ventil der neuen Matratze zu klemmen.

Luftausgänge der Elektropumpe

Aber probieren geht über Studieren: Es stellte sich heraus, daß der runde Luftausgang der Pumpe (oben) exakt auf den Eingang der Matratze paßt, wenn man bei der Matratze das eigentliche Ventil abschraubt. Damit läßt sich die Matratze binnen weniger Minuten aufpumpen. Auch der Sozialarbeiter mußte verblüfft zugeben, daß diese Lösung einwandfrei funktioniert. 🙂

Somit habe ich nun wieder ein Gästebett, das ich dann, wenn mein olles Sozialamtsbett meinem Rücken mal wieder zu sehr zusetzt, auch selbst nutzen kann. Und wenn ich nächsten Monat nach Berlin fahre, nehme ich Matratze und Pumpe einfach mit, denn mein Rücken und das Bett der Freundin, bei der ich übernachten werde, sind absolut nicht kompatibel.

Bleibt die Frage: Wie bekommt man eine einmal ausgepackte Luftmatratze wieder so klein, wie sie mal geliefert wurde? 😉

3 Kommentare zu “Aufgepumpt”

  1. Stefan quakte:

    Kauf dir ein Vakuum-Gerät und saug damit die ganze Luft raus 😉 Dann kann man sie sicher gut falten.


  2. Stefan quakte:

    War natürlich nur scherzmäßig gemeint, weil der im Artikel erwähnte Kauf von einer Pumpe ja auch Schrott war.


  3. frosch quakte:

    Die Pumpe arbeitet auch „rückwärts”: Der Drehknopf hat je eine Stellung für „Luft rein” und „Luft raus”, und das untere Loch ist das zum Absaugen. Das Problem ist eher die Falttechnik. 🙂


Kommentieren

Bitte beachte die Kommentarregeln!

XHTML: Du kannst diese Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>