Archive vom September 2009
Nordic Walking und PGP
Thursday, 24. September 2009
Was das miteinander zu tun hat? Nun, eigentlich nichts. Bei der Techniker Krankenkasse ist man da allerdings wohl anderer Ansicht. Ich wollte wissen, ob es einen PGP-Key für Mails an die Krankenkasse gibt. Die Suche nach PGP auf der Website bringt folgendes Ergebnis (leicht verkleinert):

Nunja, bei der PGP-losigkeit zieht die TKK gleich mit dem Repressionsamt Düsseldorf, dem Ordnungsamt Düsseldorf, der Stadtsparkasse Düsseldorf, der Graf-Recke-Stiftung und vielen anderen, zu denen ja ganz bestimmt nie vertrauliche Daten übermittelt werden.
Es sind nicht nur die Arbeitslosen!
Tuesday, 22. September 2009
In der Diskussion um Sozialhilfeempfänger beschränken sich die Diskussionsteilnehmer leider viel zu häufig auf die „Hartzer”, also auf Menschen, die Sozialhilfe nach SGB II beziehen. So auch in einem ansonsten sehr lesenswerten Artikel auf Telepolis mit dem Titel Aushungern und Fordern. Ich habe dort bereits kommentiert, wollte das aber hier doch nochmal festhalten:
Bitte nicht vergessen: Hartz IV/SGB II ist nur ein Teil des Repressionsapparates zum Aushungern der wirtschaftlich nicht mehr Verwurstbaren. Es betrifft genauso auch Rentner, die von ihrer Rente nicht leben können, und Erwerbsunfähige.
Wie man ein PC-Netzteil tötet
Sunday, 20. September 2009
Zuerst mißachte man, daß der Netzteillüfter schleifende Geräusche von sich gibt. Wenn er dann gelegentlich ganz stehenbleibt, schlage man auf das PC-Gehäuse, bis er wieder anläuft. Und wenn er immer seltener wieder anläuft, stelle man den lustigen kleinen roten Schalter da hinten von 230 auf 115 um und wundere sich, warum es beim Einschalten so komisch batsch macht.
Reichstagsführung mit Jörg Tauss
Saturday, 12. September 2009
Ich hatte mittags auf Twitter noch bei @tauss nachgefragt, wann und wo die Führung denn losgehen sollte. Als Antwort bekam ich eine DM: „Angemeldet?” Ja, eigentlich schon. Ich hatte eine Mail mit der geforderten Personalausweisnummer an seine @bundestag.de-Adresse geschickt, aber nie eine Antwort bekommen. Nach mehreren Tweets hin und her rief ich in Tauss’ Büro an. Dabei stellte sich heraus, daß meine Mail nie angekommen war. Seine Angestellte und ich kamen auf den Verdacht, daß die PGP-Signatur den Bundestags-Mailserver gestört haben könnte, allerdings hatte ich auch keinen Bounce bekommen. Wenn der Bundestags-Server PGP-signierte Mails als Spam aussortiert, bekommt der Postmaster dort allerdings noch was von mir zu hören. Aber erst muß ich das nochmal ausführlicher testen. Ergebnis des Telefonats war jedenfalls, daß ich trotzdem mal dazukommen sollte, sie mir aber nicht garantieren kann, daß ich in den Bundestag reingelassen werde.
Und wieder Spaß mit einem Fahrstuhl
Sunday, 6. September 2009
Ich holte Alex vormittags am Hotel ab, und wir testeten die Verbindung von Pankow aus in Richtung Innenstadt. Die Bushaltestelle (155) ist so weit weg vom S-/U-Bahnhof Pankow, daß man erstmal suchen muß, wo nun eigentlich der Bahnhof ist. Aber dann kamen wir mit der S2 problemlos weg und fuhren bis Friedrichstraße. Wir gingen eine Kleinigkeit frühstücken und wollten später nach Hohenschönhausen weiterfahren, um rechtzeitig zum Feengeburtstag zu kommen.
Wir waren allerdings erst noch mit einem Fahrstuhl (immer noch an der Friedrichstraße) zum WC-Center hinuntergefahren, und als wir wieder nach oben wollten, war dieser Fahrstuhl kaputt. Die Toilettenfrau schickte mich zum Service-Point der Bahn, aber der ältere Angestellte dort meinte, er sei alleine, die Putzkolonne (was auch immer die damit zu tun haben soll) sei auch grade weg, und er könne nichts machen. Auf die Idee, jemanden anzurufen, kam er nicht, stattdessen meinte er, ich solle mir halt kräftige Passanten schnappen. Abgesehen davon, daß ich niemanden „passendes” fand (es waren vor allem Familien und Ältere unterwegs), kann das allerdings auch versicherungstechnisch ein Problem werden, falls was schiefgeht. Davon, daß dieses Verhalten unterlassene Hilfeleistung oder Nötigung sein könnte, reden wir dabei noch gar nicht.
Eine jüngere Angestellte im S-Bahn-Kundenzentrum war schon hilfsbereiter. Sie empörte sich richtig über ihren Kollegen am Service-Point, nachdem ich ihr die Situation geschildert hatte, und kam gleich mit mir runter zum WC-Center, um sich selbst ein Bild zu machen. Dann rief sie bei der Sicherheit an; bis da jemand kam, dauerte allerdings. Die beiden Herren brachten uns dann über einen Notausgang zu einem Lastenaufzug, der uns auf Straßenebene brachte. Da der defekte Fahrstuhl auch der gewesen wäre, den wir zur S-Bahn gebraucht hätten, wurden wir auf den Bahnsteig für die Regionalbahnen gelotst und die Einstiegshilfe für Rollstuhlfahrer angefordert. Mit einem Umweg kamen wir dann eine gute halbe Stunde später als geplant in Hohenschönhausen an.
Ausgestrahlt-Demo in Berlin
Saturday, 5. September 2009
Der Tag begann mit einer bösen Überraschung am S-Bahnhof Hohenschönhausen: Die S75 fuhr nicht, weil hier am Bahnhof Reparaturen (vermutlich an den Gleisen) durchgeführt wurden. Am Tag vorher waren darüber keine Hinweise am Bahnhof angebracht worden. Ein Ersatzbus wurde zwar erwähnt, war aber nicht ausgeschildert. Also wartete ich lieber auf die nächste Regionalbahn bis Lichtenberg. Witzigerweise kommen diese Bahnen zwar zweimal pro Stunde, aber die zweite nur 10 Minuten nach der ersten, und die restlichen 50 Minuten gar nichts. Super Timing. Von Lichtenberg aus kam ich dann mit der S7 zum Hauptbahnhof; am Washingtonplatz sollte sich die Demo sammeln.
