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Froschs Blog

Computer und was das Leben einer Frau sonst noch so zu bieten hat

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Archive vom November 2009

Anti-Pilz-Frosch

Monday, 30. November 2009

Pflanzenfrosch im Benjamini-Topf

Vor zehn Tagen postete ich doch da dieses kleine Problem meines Benjamini. Der litt ja so ein bißchen unter Pilzbefall. Zumindest als Zwischenlösung, vielleicht sogar als Lösung, meinte jemand, ich solle doch so eine Gieß-Vorrichtung da reinstecken, die das Wasser nach unten in die Erde leitet. Denn das Problem ist ja, daß die Oberfläche der Erde feucht ist.

Pflanzenfrosch

Ausgerechnet in meiner Froschsammlung habe ich nun tatsächlich so ein Teil gefunden. Und ich hoffe, noch rechtzeitig, denn der Benjamini ist schon recht trocken. Immerhin hat die kleine Durststrecke den Pilz wohl erstmal ausgetrocknet, während das Bäumchen da schon einiges mehr an Wassermangel aushält.

Nun paßt der kleine Pflanzen-Frosch, vollgefüllt mit Wasser, auf den großen Benjamini auf, und ich bin mal gespannt, wie gut er seine Sache macht. Wenn das klappt, muß ich auch keinen riesigen Untersetzer mehr für den Topf suchen.


Armutsgefährdet

Monday, 30. November 2009

Weil ich das grad mal wieder sehe … das ist eines dieser Wörter aus dem orwell’schen Neusprech, die mir immer wieder aufstoßen. Offiziell gilt als „armutsgefährdet”, wessen Einkommen bei unter 913 € im Monat (2007) liegt (Quelle: beispielhaft Hamburger Abendblatt, Jeder siebte Bundesbürger ist armutsgefährdet; Telepolis sagt, Jeder zehnte Deutsche ist auf staatliche Unterstützung angewiesen).

Leute, wir sind nicht armutsgefährdet, sondern wir sind arm! Wir müssen Angst haben, Miete und Essen nicht mehr bezahlen zu können, wenn auch nur ein Haushaltsgerät kaputtgeht. Oder wenn wir uns — böse, böse! — erlauben, mal zu verreisen, oder uns sonst mal was gönnen wollen. Von diesem Geld kann man nicht wirklich leben, sondern nur noch vor sich hin existieren.

Dieses Wort „armutsgefährdet” ist eine reine Beruhigungspille. Wir sind eben nicht nur gefährdet, sondern schon längst mittendrin. Arm ist eben nicht erst derjenige, der nackt auf der Straße sitzt. Daher schlage ich vor, den Ausdruck „Armutsgefährdung” nicht mehr zu verwenden, sondern den korrekten Begriff „Armut”, auch wenn staatliche Stellen weiterhin Neusprech verwenden. Aber das kennen wir von denen ja schon.


Alte Bekannte: IP69

Sunday, 29. November 2009

Ist ja echt nicht zu glauben. Eben trudelte via Twitter eine Warnung ein: Ein Rechtsanwalt Frank Michalak will Geld für die Nutzung von nachbarschaft24.net eintreiben. Die Art von Domainnamen kenn’ ich doch …? Und siehe da:

frosch@seerose:~$ host nachbarschaft24.net

nachbarschaft24.net A 78.41.80.3

frosch@seerose:~$ whois 78.41.80.3

inetnum: 78.41.80.0 – 78.41.80.255

[...]

person: Hostmaster of the Day

address: ip69 internet solutions AG

address: Bahnhofsplatz 14

address: DE-96317 Kronach

address: Germany

Damit hat ein später Kommentator zu einem Blog-Eintrag aus dem letzten Jahr ja doch recht, und der Spammerladen IP69 ist umgezogen. Ich hätte da vielleicht doch mal genauer hingucken sollen. War’s in Düsseldorf nicht mehr so schön? Kann man in Bayern besser spammen? — Scheint tatsächlich so!

Außerdem ist Thomas Rodenbücher wohl aus der Firma ausgeschieden; ja, genau der, der mir auf meine erste Veröffentlichung hin eine Klage angedroht hat (auf die ich übrigens immer noch warte). Der alleinige Vorstand ist jetzt der bekannte Spammer Christian Hoffmann (Suchmaschinen liefern noch mehr).

Aber das ist ja überhaupt keine organisierte Kriminalität, nein …


Schwarzer Freitag

Friday, 27. November 2009

Heute reden alle von einem „schwarzen Freitag”. Aber wir müssen gar nicht ins Ausland schauen, um festzustellen, daß dieser Freitag in mehrfacher Hinsicht schwarz ist:

Nachdem Arbeitsminister Jung (CDU), wenn auch verspätet, wegen zurückgehaltener Informationen zum Beschuß von geklauten Tanklastern in Afghanistan nun doch endlich zurückgetreten ist, was an sich positiv zu sehen ist, wechselt Zensursula nun auf das Arbeitsministerium. Statt dokumentierten Kindesmißbrauchs darf sie also ab heute Arbeitslosenzahlen verstecken. Das Ressort ist generell noch viel besser dazu geeignet, Dinge zu verschleiern und die Bürger zu belügen, also muß sie damit ja wohl ihren Traumjob gefunden haben. Nachfolgerin von Zensursula wird Kristina Köhler, die genauso wie Zensursula begeisterte Anhängerin der Netzzensur ist.

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Behördenkommunikation

Thursday, 26. November 2009

Als ich letzten Freitag bei der ARGE war, wurde mir aufgegeben, nachzuweisen, daß mein früherer Mitbewohner, der ja mit im Mietvertrag steht, nicht mehr hier wohnt. Der ARGE-Mitarbeiter behauptete, er habe (als ich nicht im Zimmer war) versucht, beim Einwohnermeldeamt anzurufen, und da sei keiner zu erreichen gewesen. Ob er das wirklich versucht hat, weiß ich natürlich nicht. Und weil er da angeblich keinen erreicht hat, drückte er mir den Job kurzerhand auf. Arbeitslose haben ja genug Zeit und außerdem eine Mitwirkungspflicht, nicht wahr?

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Zeigt her Eure Studien!

Wednesday, 25. November 2009

Vorhin wurde ich auf einen Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aufmerksam gemacht. Darin heißt es, der Nutzen von Reboxetin ist nicht belegt. Reboxetin, auch bekannt unter dem Handelsnamen Edronax, habe ich selbst neben anderen Medikamenten ein Jahr lang eingenommen.

Besonders aufgestoßen ist mir in dem Artikel des IQWiG der folgende Abschnitt:

Bei Reboxetin verzichtete das IQWiG völlig auf eine Auswertung der bis dahin öffentlich zugänglichen Studiendaten. Denn es war offenkundig, dass der Hersteller, die Firma Pfizer, knapp zwei Drittel aller bislang in Studien erhobenen Daten unter Verschluss hielt und eine Auswertung der verfügbaren Daten allein ein verzerrtes Bild ergeben hätte. Trotz mehrfacher Anfragen hatte sich Pfizer bis dahin geweigert, dem IQWiG eine Liste aller publizierten und unpublizierten Daten zur Verfügung zu stellen.

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Webcam-Spielerei

Wednesday, 25. November 2009

Was macht man, wenn man nicht schlafen kann? Na, spielen. In diesem Fall mit Hardware. ;-)

Mechtilde hatte mir kürzlich eine einfache Webcam zum Ausprobieren geliehen, eine Logitech QuickCam Chat (ID 046d:092e). Mit einfach in einen USB-Port stöpseln war es natürlich nicht getan, die Cam-Dame hat da schon ein paar Wünsche mehr.

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Gesellschaft und Depressionen

Tuesday, 24. November 2009

Via Twitter (@ekelias, @PrinzessinAggro) wurde ich auf einen Blogeintrag aufmerksam, der ein paar meiner eigenen Erkenntnisse schön auf den Punkt bringt. LeBambi fragt: „In welcher Gesellschaft wollen wir leben?”. Gleich als erstes wird dabei dieses Bild gezeigt: Sie wurden vom System abgemeldet! — ein Bild, das wie Arsch auf Eimer paßt.

Im Beitrag erklärt ElBambi, sie er (sorry …) möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der

Erfolg wichtiger ist als Menschlichkeit, in der geschäftliche Rafinesse mit Intelligenz gleichgesetzt wird und in der nicht Erfahrung sondern Linientreue zählen.

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Brennendes Eis

Monday, 23. November 2009

Letzten Monat war ich bei einem Allgemeinmediziner, weil ich einen bösen Husten hatte, mit Brustschmerzen. Das stellte sich dann als Luftröhrenentzündung heraus — ja, ich such mir immer die ungewöhnlichen Krankheiten raus, die anderen sind doch langweilig.

Als ich heute zum selben Arzt fuhr, um mir eine Gegen-Diagnose zu der des Psychiaters zu holen, den die Rentenversicherung beauftragt hatte, hatte ich wieder Schmerzen im Brustraum, wie schon das ganze Wochenende lang. Sie fühlen sich an wie brennendes Eis. Aber diesmal haben die Schmerzen keine organischen Gründe. Es sind Depressionssymptome, die ich in dieser Heftigkeit seit langer Zeit nicht mehr spüren mußte. Dummerweise war der Herr Allgemeinmediziner im Urlaub. Is’ klar, weil ich diesmal nicht vorher angerufen hatte (Termine braucht man da keine, man kann einfach so hingehen).

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Welcher Werbemüll darf’s denn sein?

Sunday, 22. November 2009

Die Post schickte mir die Tage adressierte Werbung, und ich vermute, viele haben das Adreßfeld gar nicht gesehen, sondern den bunt bedruckten, ausfaltbaren Briefumschlag direkt ins Altpapier gekippt. Darin wird dem Empfänger angeboten, „Informationen nach Maß” zuzuschicken. Ich solle nur ein Formular ausfüllen, in welchem ich ankreuze, welche Themen mich interessieren, und schon würde ich „Informationen” erhalten, die genau zu meinen Interessen passen. Und wenn ich mich da als eine der ersten 500 melde, soll ich sogar noch vier Briefmarken und eine Paketmarke als Dankeschön bekommen.

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Benja-Riese

Friday, 20. November 2009

Ficus Benjamini oder Birkenfeige

Nein, Benja-Mini kann man ihn wirklich nicht mehr nennen. Diesen Ficus Benjamini habe ich im Sommer 2005 zum Geburtstag bekommen, und seitdem wächst und gedeiht er. Ursprünglich war er knapp halb so hoch und hatte einen deutlich geringen Umfang. Aus unerfindlichen Gründen fühlt sich das Bäumchen tatsächlich bei mir wohl, obwohl ich für Pflanzen nun überhaupt kein Talent habe.

Ein kleines Problem hat er allerdings. Seit ich ihn in einen größeren Topf gesetzt habe, habe ich keinen passenden Untersetzer mehr. Der neue Topf hat unten einen Durchmesser von ca. 23 cm, und alles, was ich in meinem Haushalt gefunden habe, ist dieses blaue Plastik-Tablett. Das ist aber natürlich nicht sonderlich hoch und ragt auch nicht über den Topfdurchmesser hinaus nach außen. Somit kann ich ihn nicht mehr von unten her gießen; das Tablett ist allenfalls dazu geeignet, etwas durchfließendes Wasser abzufangen. Das heißt, ich muß von oben her gießen.

Das Bäumchen nimmt mir das aber arg übel und hat seit ein paar Monaten einen leuchtend-gelben Pilzbefall. Den habe ich auch nicht durch einen teilweisen Austausch der Blumenerde wegbekommen. Nun suche ich einen passenden Untersatz, damit ich wieder von unten her Wasser zuführen kann; ich befürchte nämlich, daß sonst auch ein kompletter Austausch der Blumenerde nicht dauerhaft gegen den Pilzbefall hilft.

Ich tausche auch gern gegen einige flache Teller und/oder Kaffeebecher, und auch sonst habe ich einiges an Küchenutensilien, was eigentlich überflüssig oder mehrfach vorhanden ist. Was sich halt so ansammelt, wenn man mehrere Haushaltsauflösungen mitgemacht hat. ;-)


ARGE, Teil 3

Friday, 20. November 2009

Heute war er also, der um Wochen verspätet angesetzte Termin bei der ARGE Düsseldorf. Und wieder einmal bestätigt sich: Für den Staat ist nur ein toter Sozialhilfeempfänger ein guter Sozialhilfeempfänger.

Zunächst einmal wurde mein Antrag völlig unnötigerweise noch einmal „in eigenen Worten” formuliert, und ich mußte diese Niederschrift unterschreiben. Darin hatte ich wahrheitsgemäß angegeben, daß ich mich nicht in der Lage sehe, mindestens drei Stunden pro Tag oder 15 Stunden pro Woche zu arbeiten. Danach schickte mich der Bearbeiter aus dem Zimmer, weil er was klären wollte. Als er mich wieder ins Zimmer holte, erklärte er locker-flockig, daß er den Antrag so ablehnen werde.

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Die Rheinbahn informiert — nicht

Friday, 13. November 2009

An den beiden letzten Wochenenden wurde die Hüttenstraße gesperrt und aufgerissen, um die Gleise auszutauschen, und seit heute reißen sie auch die Helmholtzstraße wieder auf. Und das, obwohl die Rheinbahn erst im April 2008 lautstark die Gleise getauscht hatte. Angekündigt wurde der überwiegend nächtliche Lärm diesmal gar nicht mehr; letztes Jahr kam vorher immerhin ein Schreiben an alle Anwohner, in welcher ein kleiner Teil der nächtlichen Bauarbeiten angekündigt wurde.

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Wie man nicht bloggen sollte

Wednesday, 4. November 2009

Heute wurde ich via @monstropolis auf ein Blog aufmerksam, das zeigt, wie man es nicht machen sollte. Das sind dann genau solche Blogs, über die sich klassische Medien zu recht aufregen — und mit denen dann zu Unrecht alle Blogger in einen Topf geworfen werden.

monstropolis hatte eigentlich auf diesen Artikel hier verwiesen: US woman claims her 7-foot-long dog is world’s tallest. Der Artikel berichtet über eine amerikanische Frau, die behauptet, den größten Hund der Welt zu haben. Der Text könnte einer Pressemeldung entnommen sein, aber woher stammt das Foto? Bei der NY Daily News (World’s tallest dog? Boomer, Caryn Weber’s 7-foot Landseer Newfoundland, lives with her in ND home) wurde eines der drei Bilder verwendet, und zwar unter der Quellenangabe Wallis/AP. Der Herr von „Believe It Or Not” hatte diesen Hinweis nicht nötig (wie andere Online-Medien übrigens auch).

Bei einem anderen Artikel auf „Believe It Or Not” sieht das noch schlimmer aus. In Peacock Spider berichtet Salman da über eine bunte Spinne. Nur … der Text ist 1:1 aus der englischen Wikipedia gepastet (Maratus volans), und die Bilder finden sich auf einer privaten Website in den Niederlanden (Peacock spider maratus volans), wo auch der Fotograf genannt wird. Diese Quellenangaben müssen Salman wohl entgangen sein.

Und so könnte ich da sicher noch einiges mehr finden. Also, kurz: Information weiterverbreiten: Ja! Quelle verschweigen? #fail!


Zivildienst und Pflege

Tuesday, 3. November 2009

Die Tagesschau berichtet heute, daß die Sozialverbände aufheulen, weil Wehr- und damit auch Zivildienst verkürzt werden sollen (Zivildienst vor dem Aus?). Warum sagen die Verbände eigentlich nicht klipp und klar, daß sie eigentlich Geld für hauptamtliche, tarifvertraglich bezahlte und sozialversicherte Mitarbeiter brauchen? Trauen sie sich das nicht?

Mehr noch: Müßte es nicht auf Dauer sogar effektiver sein, einmalig feste Angestellte aus- und weiterzubilden, statt immer wieder Zivildienstleistende einarbeiten oder durch immer wieder dieselben Lehrgänge schicken zu müssen? Und wäre es beispielsweise für Demenzkranke nicht noch besser, nicht alle sechs Monate (oder noch weniger) neue Bezugspersonen zu bekommen, sondern dauerhafte, hauptberufliche Bezugspersonen? Natürlich gibt es auch Zivildienststellen, bei denen keine dreimonatige Ausbildungszeit nötig ist, zum Beispiel beim „Essen auf Rädern”, aber auch da müssen die Zivis immer wieder eingearbeitet werden, müssen die Strecken und den Umgang mit den Kunden lernen usw.

Eigentlich ist es gesetzeswidrig, Zivildienstleistende so einzusetzen, daß sie tariflich bezahlte Mitarbeiter ersetzen (bei den Ein-Euro-Jobbern ist es übrigens offiziell genauso). Daß es auch anders geht, zeigt ein Referat aus dem Jahr 1998 von Dipl.-Psych. Alfred L. Lorenz: Raus aus der Zivildienstfalle.

Das heißt: Wenn die Sozialverbände bzw. die darin zusammengeschlossenen sozialen Einrichtungen, Altenheime, Krankenhäuser etc. es wirklich wollen, dann können sie auf Zivildienstleistende überwiegend oder vollständig verzichten — und das vermutlich überwiegend zum Wohle ihrer Schützlinge und Patienten. So, wie die Sozialverbände jetzt aufjaulen, wollen sie das aber offenbar gar nicht. Darüber sollten die Verbände vielleicht einmal nachdenken.