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Silvester ganz anders

4. Januar 2010 um 11:47 Uhr von Atari-Frosch

Eigentlich wollten Alex und ich nach dem CCC-Congress am 31. Dezember nach Hamburg fahren, um uns das Feuerwerk an den Landungsbrücken anzusehen. Danach wollten wir die Nacht durchmachen und mit den ersten Zügen wieder jeweils nach Heidelberg bzw. Düsseldorf heimfahren. Aber dann kam alles ganz anders.

Denn am zweiten Congress-Tag brach sich Alex ein Bein und mußte erstmal ins Krankenhaus. Damit war die Fahrt nach Hamburg natürlich erledigt; alleine wollte ich das dann auch nicht machen.

Reinickendorf im Schnee

Stattdessen stapfte ich an Silvester vom Haus meiner Gastgeberin in Reinickendorf durch etwa 20 cm Schnee zur U-Bahn, um ins Virchow-Klinikum zu fahren. Diese Verbindung klappt recht gut: U8 von Reinickendorf Rathaus bis Osloer Straße, dann in die Tram 50 oder in die Metrotram M13 bis Virchow-Klinikum (Endstelle). Da ich keine S-Bahn benötigte, mußte ich auch nicht mit Ausfällen rechnen. Im Gegenteil, die Bahnen fuhren sehr zuverlässig und in einem angenehm dichten Takt.

An der Osloer Straße versorgte ich uns dann noch mit Saft, denn im Krankenhaus bekommen die Patienten ja nur Mineralwasser hingestellt, was auf Dauer nicht jeder mag, und die Getränke dort im Automaten sind ziemlich teuer. Außerdem brauchte ich für den Tag ja auch noch was zu essen. Zumindest an einigen U-Bahn-Stationen betreibt die BVG — ich vermute mal, mit Franchise-Nehmern — kleine Läden unter dem Titel „Fahrscheine und mehr”. Diese Läden sind vom Angebot her mit Tankstellen-Shops vergleichbar, nur daß es auch frische belegte Brötchen gibt und eben Fahrscheine statt Benzin und Diesel.

Immerhin hatten wir statt Ausharren bei Minusgraden ein angenehm warmes Zimmer. Später kam dann auch meine Gastgeberin dazu, und so verbrachten wir den Nachmittag und den Abend mit reden, erzählen, quatschen, Witze reißen. Das Krankenhauspersonal hatte Erlaubnis gegeben, daß Besucher bis Mitternacht bleiben dürften, solange keiner gestört wird; normalerweise endet die Besuchszeit um 20 Uhr.

Den ganzen Abend lang knallten Feuerwerkskörper. Anscheinend können die Berliner es nicht abwarten — oder müssen alles vorher ausprobieren, damit's auch funktioniert. 😉 Um Mitternacht gab es statt Sekt ein paar Knuddels, wir verschickten und empfingen liebe SMS — teils schon Stunden vorher, denn bekanntermaßen sind die Mobilfunknetze in der Silvesternacht etwas überlastet.

Obwohl wir leider keinen Blick in Richtung Brandenburger Tor hatten, bekamen wir dann um Mitternacht doch ein recht nettes Silvesterfeuerwerk zu sehen.

Feuerwerk in Berlin

Am Ende hat es sich immerhin als klug erwiesen, nicht nach Hamburg gefahren zu sein. Denn wir wären vermutlich am Neujahrsmorgen nicht oder zumindest nicht ohne Weiteres nach Hause gekommen, weil die Bahn doch nicht so winterfest ist, wie sie gern wäre (Tagesschau: Vereiste Oberleitungen behindern IC-Strecken weiter). Allerdings waren es keineswegs nur die Oberleitungen; wie an diversen Bahnhöfen und in den Zügen zu hören war, waren auch Weichen eingefroren. So ist das halt, wenn man bei der Wartung spart.

Stattdessen fuhr ich gestern von Berlin aus direkt nach Hause. Im Buchungssystem der Bahn war mir der ausgewählte ICE zwar als „stark ausgelastet” angezeigt worden, und ich bekam offiziell nur einen Platz im Gang statt am Fenster, aber die anderen Reservierungen am selben Tisch wurden gar nicht wahrgenommen, sodaß ich dann doch am Fenster sitzen konnte. So voll wie befürchtet wurde es dann auch insgesamt nicht. Eventuell haben nicht wenige Fahrgäste ihre Reisen umgeplant, ohne daß die Reservierungen gelöscht wurden, denn die Winterprobleme der Bahn waren ja schon vorher bekannt geworden.

3 Kommentare zu “Silvester ganz anders”

  1. Dunkelangst quakte:

    Schön, dass ihr ein doch relativ angenehmes Sylvester hattet, obwohl Alex sich ein Bein gebrochen hat… Frohes Neues, Sabine!! 😀

    Wie war es denn auf den Congress?


  2. frosch quakte:

    Dir auch ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr. Zum Congress schreibe ich noch was, oder hab’s zumindest vor. Das wollte ich jetzt nicht nur in einen Kommentar packen.


  3. Dennis quakte:

    Es ist zwar schon ein paar Tage her, aber wir hatten Silvester echt Glück mit der S-Bahn, 2 Stunden lang fuhr im Nordring keine Bahn… Wir haben es unwissend so gut abgepasst, dass wir nur ca. 20 Minuten warten mussten. Nicht lange, wenn man weiß, das zwei Stunden nichts ging.


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