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ARGE, Teil 5

4. Februar 2010 um 15:01 Uhr von Atari-Frosch

Oder: Die linke und die rechte Hand der ARGE

Heute Morgen hatte ich einen Termin bei der Arbeitsvermittlerin der ARGE. Also aufstehen um 7, Antreten um 9 — zum Glück mit Begleitung (Vertreterin meines Sozialarbeiters). Bei diesem Termin durfte ich eine 180°-Kehrtwende der ARGE erleben. Oder auch das Ergebnis einer intern nicht stattfindenden Kommunikation, wie man's sehen will.

Im November hieß es ja vom Sachbearbeiter, man werde keine amtsärztliche Untersuchung durchführen, weil das Gutachten der Rentenversicherung „höherwertig” sei. Heute tönte es, diesmal von der Arbeitsvermittlerin, genau umgekehrt: Natürlich will sie eine amtsärztliche Untersuchung, und außerdem die Feststellung des Schwerberhindertengrades (GdB), und beides unbedingt!!1!11 Der vorherige Sachbearbeiter habe wohl „keinen Bock gehabt”, dabei hätte er das „auf jeden Fall gleich machen müssen”. Ich bin begeistert.

Dann wurde zunächst einmal meine „Wiedereingliederungsvereinbarung” entsorgt und neu geschrieben, und da stehen jetzt ganz andere Sachen drin als vorher. Nun geht es nicht mehr ums Bewerben und Arbeiten um jeden Preis, sondern um die Klärung meiner Arbeitsfähigkeit. Ich muß mal wieder ein paar Papiere zusammentragen, diesmal andere (ältere Gutachten etc.), und dann heißt es: Warten. Denn bis sich der arbeitsmedizinische Dienst der Arbeitsagentur meldet, könnten schonmal drei bis sechs Monate ins Land gehen. Und die Prüfung des Antrags auf Feststellung des GdB könne bis zu 12 Monate lang dauern.

In der Zwischenzeit wird vermutlich mein ALG-II-Bescheid auslaufen, der geht nämlich nur bis Ende April. Dann müßte ich (etwa Anfang März) beim faschistischen Repressionsamt wieder die Grundsicherung nach SGB XII beantragen. Zu dem Antrag werde ich dann wohl gleich die Forderung dazusetzen müssen, daß die bisherige Sachbearbeiterin bei diesem Amt nicht mehr für mich zuständig sein soll. Die dürfte derzeit nämlich Spaß mit der Strafanzeige haben, die ich im Oktober gegen sie gestellt habe. Von einer Lügnerin möchte ich nicht wieder verwaltet werden.

Nun hoffe ich, daß da nicht nochmal jemandem wieder was anderes einfällt ...

2 Kommentare zu “ARGE, Teil 5”

  1. Dunkelangst quakte:

    Hi Frosch!

    Ich hab heute Morgen an Dich gedacht und Dir die Daumen gedrückt! Schön jetzt darüber zu lesen!

    Der vorherige Sachbearbeiter habe wohl „keinen Bock gehabt”, dabei hätte er das „auf jeden Fall gleich machen müssen”.

    So etwas ist einfach nur unfassbar. 🙁

    Dann wurde zunächst einmal meine „Wiedereingliederungsvereinbarung” entsorgt und neu geschrieben, und da stehen jetzt ganz andere Sachen drin als vorher.

    Das will ich auch hoffen! Wäre ja noch schöner, wenn du unter dem offensichtlich mangelnden Arbeitseifer einzelner Behörden-Mitarbeiter leiden müsstest… 🙂

    Denn bis sich der arbeitsmedizinische Dienst der Arbeitsagentur meldet, könnten schonmal drei bis sechs Monate ins Land gehen. Und die Prüfung des Antrags auf Feststellung des GdB könne bis zu 12 Monate lang dauern.

    Ist das nicht irgendwie eine Hinhalte-Taktik? Derartige Wartezeiten sind in meinen Augen etwas lang…

    Zu dem Antrag werde ich dann wohl gleich die Forderung dazusetzen müssen, daß die bisherige Sachbearbeiterin bei diesem Amt nicht mehr für mich zuständig sein soll. Die dürfte derzeit nämlich Spaß mit der Strafanzeige haben, die ich im Oktober gegen sie gestellt habe. Von einer Lügnerin möchte ich nicht wieder verwaltet werden.

    Was ist inzwischen aus der Strafanzeige geworden? Gibt es Neuigkeiten die ich irgendwie überlesen habe?

    Auf jeden Fall drücke ich Dir meine Daumen!!

    Ganz liebe Grüße (aus momentan Bayern)!


  2. frosch quakte:

    Hi dunkelangst, danke fürs An-mich-denken, es scheint wohl geholfen zu haben. 🙂

    Nein, ich glaube da nicht an Hinhalte-Taktik, zumindest keine bewußte. Wenn, dann ist das höchstens indirekte Hinhalte durch geplanten Personalmangel.

    Von der Strafanzeige weiß ich bislang nichts Neues. Aber ich hoffe sehr, daß sie weh tut. *fg*

    Liebe Grüße aus Düsseldorf zurück 🙂


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