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Froschs Blog

Computer und was das Leben einer Frau sonst noch so zu bieten hat

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Archive vom April 2010

Normgerechte Menschen

Tuesday, 27. April 2010

Mir ist gestern in einem Gespräch mit meinem Psychiater (ja, ich hab sowas wieder) etwas klargeworden: Wir sollen normgerecht sein. Das heißt aber nicht einfach nur, daß wir uns an Gesetze halten sollen; dieser Anspruch ist ja (zumindest größtenteils) gerechtfertigt. Nein, es geht darum, daß Abweichungen von einer Idealvorstellung sanktioniert werden, und zwar bis hin zur Existenzbedrohung.

Der Arzt hatte nämlich gegenüber der ARGE erklärt, daß ich Therapien und Psychopharmaka grundsätzlich ablehne. Das stimmt auch, und meine bisherigen Erfahrungen sind Grund genug dafür. Denn auch die Therapien erwarten eine gewisse Normung des (depressionskranken) Menschen, und wer dem nicht entspricht, dem hilft die Therapie dann eben nicht — was aber nicht der Therapie, sondern dem betroffenen Menschen angelastet wird. Er ist eben „falsch”, und damit schuld daran, daß die Therapie oder das Medikament nicht anschlägt oder sogar schädliche Nebenwirkungen hat. Das liegt natürlich nie an den Therapien oder Medikamenten.

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DWHTGTATA, Herr de Maizière?

Monday, 26. April 2010

Der jetzt also auch noch. Das politische Sperrfeuer gegen die Informationsfreiheit geht weiter.

Aber genauso ist das ja auch gedacht, nicht wahr? Immer wieder drauf, und immer wieder, und immer wieder, bis alle dermaßen genervt sind, daß sie nur noch müde abwinken. Und dann einfach beschließen, weil man dann ja sagen kann: Es hat sich ja keiner mehr beschwert. Ob national oder über die EU, ist dabei ja völlig egal: Hauptsache sperren.

Ach ja, für die nicht so geübten: DWHTGTATA steht für „Do we have to go through all this again?” — Müssen wir all das (wirklich) noch einmal durchdiskutieren?


Prozesse im Tiefschlaf (2)

Thursday, 22. April 2010

Ich wollte es doch nochmal genauer wissen, warum sich auf seefunk die neu gestarteten Prozesse in Tiefschlaf versetzen. Mir war mittlerweile aufgefallen, daß es gar nicht auf die Uptime des Rechners ankommt, sondern daß die Schlaf-Prozesse genau ab dem Moment auftauchen, wenn ich versuche, mich als root einzuloggen. Außerdem bemerkte ich eine fette core-Datei in meinem User-Homeverzeichnis — mit dem exakten Timestamp des ersten Versuchs, mit su auf root zu wechseln.

Das Ergebnis meiner Versuche sieht so aus, daß ich entweder beim Kernelbau des 2.6.33 einen Fehler gemacht habe oder der Kernel selbst einen Hau hat. Der Kernel 2.6.33.2, den ich am letzten Wochenende auf dem X100e gebaut hatte, hat das Problem offensichtlich nicht; allerdings läuft der auch auf Debian Squeeze und nicht auf Lenny. Also kann ich auch deshalb nicht sicher sagen, ob es da nicht vielleicht doch eine kleine Diskussion zwischen Kernel und Systembibliotheken gab.

Interessant ist noch, daß ich den Kernel auf seefunk ja nur deshalb gebaut hatte, weil da die Soundtreiber des Distri-Kernels beim Booten nicht richtig geladen worden waren. Das war am (nachguck …) 14. April gewesen — also genau an dem Tag, an dem die Prozesse den Tiefschlaf entdeckten. Das Problem hat der Distri-Kernel jetzt offenbar vergessen: Das Soundsystem funktioniert jetzt auch unter dem Distri-Kernel von Lenny einwandfrei. Es gab aber in der Zeit keinen neuen Kernel mehr über das Debian-Update. Software-Voodoo …


US-Militärs bitten irakisches Volk um Verzeihung

Monday, 19. April 2010

Zwei US-Militärs haben einen offenen Brief ins Netz gestellt, der derzeit bereits von über 1600 weiteren ehemaligen und derzeitigen Militärangehörigen der USA mitunterzeichnet wurde, und die Zahl steigt noch ständig an.

[Update 2010-04-20] Ich habe die Übersetzung, die ich gestern Abend „mal eben” hingekleckert habe, noch einmal leicht überarbeitet. Die Anzahl der Mitzeichner klettert derweil gegen 2.300. [/Update]

Ich finde diesen Brief äußerst beeindruckend, und weil er für sich selbst spricht, übersetze ich nur ohne weiteren Kommentar.

EIN OFFENER BRIEF DER AUSSÖHNUNG & VERANTWORTUNG AN DAS IRAKISCHE VOLK
Von derzeitigen und früheren Mitgliedern des US-Militärs

Friede sei mit Euch.

An all jene, die während der Schießereien in Bagdad im Juli 2007, die im Wikileaks-Video „Collateral Murder” zu sehen sind, verletzt wurden oder geliebte Menschen verloren haben:

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Kindesmißhandlung und Schweigepflicht

Saturday, 17. April 2010

Familienministerin Kristina Schröder möchte offenbar zum NRW-Wahlkampf mal wieder so tun, als ob sie etwas für Kinder tun wollte. So behauptet sie laut MDR gegenüber der Rheinischen Post (dort habe ich jedoch keinen entsprechenden Artikel gefunden, der ist wohl noch nicht online?), sie wolle Kinderärzte von der Schweigepflicht entbinden, wenn diese Kindesmißhandlung feststellen.

Nun kann Frau Schröder zwar Twitter benutzen, aber bis zur Wikipedia hat sie es dann wohl noch nicht geschafft. Dort ist nämlich zu lesen, daß es von der Schweigepflicht bereits heute Ausnahmen gibt — zum Beispiel bei Straftaten oder eben Kindesmißhandlung oder -vernachlässigung.

Desweiteren will sie die Jugendhilfe strenger kontrollieren. Das ist natürlich nicht falsch, darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß Jugendämter etc. finanziell und damit personell erbärmlich schlecht ausgestattet sind. Das erwähnt sie natürlich nicht, das macht sich im Wahlkampf nicht so gut. Immerhin kommt es im MDR-Artikel im letzten Satz zumindest indirekt heraus: Es gab Versäumnisse im Fall Lea aus Tirschenreuth. Tja, Frau Schröder, warum wohl? Bestimmt nicht, weil da die Jugendamts-Mitarbeiter nicht streng auf Vorstrafen überprüft worden waren.


Prozesse im Tiefschlaf

Wednesday, 14. April 2010

Bereits vorgestern Abend hatte ich ja den seltsamen Effekt auf seefunk gehabt, daß mir nach einer gewissen Laufzeit des Rechners alle neu gestarteten Prozesse in Tiefschlaf verfallen waren und auf nichts mehr reagierten. Heute wollte ich nun ein wenig streamen. Aber seefunk hat wohl einfach keine Lust. darksnow wirft mir eine Fehlermeldung vor die Füße, nämlich

14-Apr-2010 21:31:26 Using ALSA DSP input device: hw:0,0

14-Apr-2010 21:31:26 encoding

14-Apr-2010 21:31:26 Could not set POSIX real-time scheduling, this may cause recording skips.

Try to run darkice as the super-user.

DarkIce: TcpSocket.cpp:251: connect error [111]

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Post schlampt weiter

Tuesday, 13. April 2010

Bis 2008 hatte ich ja schon so einigen „Spaß” mit der Post gehabt. Das begann mit Paketboten, die grundsätzlich nicht bei mir, sondern in der Nachbarschaft klingelten und mir dann nur hastig eine Karte einwarfen (wenn sie sie nicht einfach in den Hausgang feuerten) und ging damit weiter, daß Lieferungen an mich und einmal eine von mir einfach nicht ankamen.

Nun geht das von vorne los.

Ich hatte mir eine Doppel-CD günstig über eBay „geschossen”, abgeschickt laut Verkäufer am 23. März. Bis heute ist mal wieder nichts angekommen. Der Verkäufer will nachforschen lassen, aber ich rechne nicht mit einem Erfolg. Der Dieb, sei er nun bei der Post oder jemand, der die Lieferung hier im Hausgang geklaut hat, weil der Postbote sie nicht ordentlich deponiert hat, hat sicherlich Freude an der Entspannungs-Musik.

Es k*tzt mich einfach nur noch an: Bei der Post bezahlt man für Diebstahl oder für Begünstigung von Diebstahl. Das muß endlich mal aufhören. Aber in den Medien findet man seit Jahren nichts mehr darüber. Warum eigentlich nicht?


X mit Schluckauf

Tuesday, 13. April 2010

Bei meinem Hauptrechner hatte ich schon ein paarmal (nicht reproduzierbar) den Effekt, daß nach dem Ausloggen aus dem X-Server der Rechner einfriert. Ich habe keinen xdm oder sowas laufen, das heißt, eigentlich müßte er dann auf die Konsole zurückfallen, von der aus ich mit startx den X-Server gestartet hatte.

Gestern Abend hatte ich den Effekt gleich im Doppelpack. Ich hatte seefunk laufen gehabt, den steuere ich über NX von seerose aus an. Vor dem Runterfahren ließ ich noch ein apt-get update laufen. Das blieb jedoch bei 98 % stehen. Das xterm ließ sich nicht mehr schließen. Login über ssh ging zwar noch, aber dann bekam ich entweder gar keine Konsole, oder es wurden maximal zwei, drei Befehle ausgeführt, dann reagierte die Konsole nicht mehr. In der Prozeßliste erschienen alle Prozesse, die seit dem apt-get update gestartet wurden, mit einem D davor („deep sleeping”) — davon blieb auch das Kommando halt nicht verschont. Die Prozesse ließen sich nicht einmal mit einem kill -9 wieder erwecken bzw. beenden. Mir blieb nur der Griff zum Netzteil-Schalter.

Direkt danach hängte sich seerose nach dem Beenden von X auf. Auch hier blieb mir nur der Netzteil-Schalter. Haben die sich abgesprochen?

seerose lieferte mir dann heute Vormittag beim Einschalten dann noch als Sahnehäubchen einen Reboot mitten im Bootvorgang (irgendwann nach grub), ohne über den ersten Bootvorgang ein Log zu schreiben. Das waren dann wohl noch die Nachwirkungen. Seitdem läuft sie wieder.


Der Balken im eigenen Auge

Wednesday, 7. April 2010

Bereits im Oktober letzten Jahres hatte ich über den „Spammer-Dreisprung” berichtet. Da war mir aufgefallen, daß Spammer (vermutlich) Material über dokumentierten Kindesmißbrauch über Link-Ketten in Foren und Blogs beworben hatten. Die meisten dieser Foren verwende(te)n eine als recht löchrig bekannte Forensoftware in einer dann auch noch meist veralteten Version und waren schlecht bis gar nicht gepflegt worden.

Einen Teil dessen, was so bei mir an Links aufschlug, hatte ich damals mit entsprechenden Hinweisen an die Betreiber löschen lassen können; wie lange der Rest noch online blieb, konnte ich nicht verfolgen.

Dabei hat es pikanterweise auch ein ganz besonderes Forum getroffen: Save the Children Finland pflegten ihr Forum wohl auch nicht so richtig und fingen sich von August bis September 2009 entsprechende Einträge ein, ohne sie schnellstens zu entfernen. So berichtet Matti Nikki auf seiner sperrkritischen Site lapsiporno.info in Save the Children Finland involved in distribution of child porn davon, daß nachweislich im Forum dieser Site zwei Monate lang entsprechende Links plaziert waren. Zum Nachweis verwendete Matti das Fund-Datum in Google und den Google-Cache.

Da möchte man dieser Organisation, einem Bibelwort entsprechend, doch dringend anraten, erst einmal den Balken aus dem eigenen Auge zu ziehen, bevor sie sich um die Splitter in den Augen anderer kümmert. Oder, ganz unbiblisch: Kehrt doch erstmal vor der eigenen Türe.