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Froschs Blog

Computer und was das Leben einer Frau sonst noch so zu bieten hat

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Archive vom June 2010

Gesetz statt htaccess

Tuesday, 29. June 2010

Bisher habe ich ja die Leistungsschutzrecht-Geschichten nur sehr am Rande verfolgt. Aber was heute u. a. über Heise hereintickerte, veranlaßt mich zu einem großen Facepalm:

Christian Nienhaus, Vorsitzender des Zeitungsverlegerbands Nordrhein-Westfalen (ZVNRW) und Geschäftsführer der Mediengruppe WAZ, hat die Forderung der Zeitungsverleger nach einem Leistungsschutzrecht bekräftigt. Auf dem medienforum.nrw in Köln sagte Nienhaus, “Unternehmen wie Google leben davon, systematisch unsere Inhalte abzugreifen. Deswegen brauchen wir ein eigenes Leistungsschutzrecht, um unser Eigentum zu schützen”.

Ich übersetze das mal für Politiker: „Wir sind zu blöd, die Zugangskontrollmechanismen unseres Webservers (.htaccess) zu benutzen, deshalb müßt Ihr gefälligst ein Gesetz machen, das uns vor dem bösen Google schützt.”

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Rechtsfreier Raum Hartz IV? (2)

Monday, 28. June 2010

Erst vor gut drei Wochen hatte ich im Artikel Rechtsfreier Raum Hartz IV? die Vermutung geäußert, daß man neben den ganzen neuen Schikanen für Hartzer deren Klagemöglichkeiten einschränken werde.

Ich hasse es manchmal wirklich, recht zu behalten.

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CDU-Rhetorik

Monday, 28. June 2010

Spiegel Online berichtet heute darüber, daß die CDU einen Intelligenztest für Einwanderer fordert. Der Artikel, der ansonsten ruhig als Sommerloch-Füllung gelten darf, strotzt nur so vor irreleitender Rhetorik.

Allein schon der Teaser:

Provokanter Vorschlag aus der Union: Politiker von CDU und CSU verlangen eine neue Einwanderungspolitik, bei der Ausländer sich einem Intelligenztest unterziehen müssen. Humane Gründe dürften nicht länger das einzige Kriterium für Zuwanderung sein.

Das Provokante dürfte dem Sommerloch geschuldet sein. Im Usenet nennt man sowas einen „Troll”, also eine Provokation um der Provokation willen, nicht um des Inhalts willen. „Wir werfen einfach mal was in den Raum, dann haben die Leute was zum Diskutieren.” Wir müssen uns fragen: Cui bono? Wer profitiert davon bzw. wovon soll denn gerade mal wieder abgelenkt werden?

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Hardware-Handbücher

Sunday, 27. June 2010

Es ist echt ein Krampf. Fast jedesmal, wenn ich zu einem älteren Stück Hardware das Handbuch im Netz suche, suche ich mir einen Wolf. Die Handbücher liegen bei den Herstellern oft nicht mehr auf (als ob Speicherplatz so teuer wäre), oder sie liegen (in englischer Sprache) auf asiatischen Websites, die mit Glück in englischer, mit Pech in koreanischer oder chinesischer Sprache ausgeliefert werden. Wie heißt „download” auf koreanisch? ;-)

Drittanbieter machen sich dann einen Spaß draus, die Anleitungen in obskuren Formaten oder mit dem Zwang zur Abgabe einer Mailadresse anzubieten, auf die sie dann spammen können. Ein Mainboard-Handbuch fand ich zum Beispiel mal in einer .exe-Datei. Da muß man erstmal drauf kommen, daß man die unter Linux einfach mit unzip behandeln muß und dann ein PDF zum Vorschein kommt (so geschehen bei einem Board des alten seefunk-Rechners).

Bisher hatte ich das Theater überwiegend mit Mainboard-Manuals, heute ist mal ein Drucker dran. Nachdem mir der brother HL-8e nun überhaupt kein Papier mehr einziehen will, habe ich den zweiten hier rumstehenden Drucker aktiviert, das ist ein HP LaserJet IIIp. Als der mir nun bei den ersten Probeausdrucken das Papier im unteren Teil in Wellenform ondulierte, versuchte ich vergeblich, ihn zu öffnen, um ihn ggf. zu reinigen. Was brauche ich also? Genau, eine Anleitung.

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Datenschutz wie bisher

Friday, 25. June 2010

Das Arbeitsamt hat sich was neues ausgedacht. Um Akten in Zukunft digital führen zu können, hat sie die Deutsche Post AG damit beauftragt, sämtliche eingehende Post erstmal in einem „Scan-Zentrum” digitalisieren zu lassen. Erst dann soll sie an das jeweils zuständige Arbeitsamt gehen. Abgesehen davon, daß völlig unklar bleibt, was mit den papiernen Originalen passieren soll: Wo bleibt eigentlich der Datenschutz?

Dazu sagt die Bundesagentur für Arbeit laut Sozialticker:

„Die Kundendaten befinden sich zu jeder Zeit in einem datengeschützten Kreislauf. Die persönlichen Daten der Arbeitslosen und Kindergeldempfänger sind mit der eAkte so sicher wie bisher.”

Die Ansage „… so sicher wie bisher” ist allerdings keineswegs geeignet, mich irgendwie zu beruhigen. Denn wie ist „wie bisher”?

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Drucker mit Altersschwäche

Thursday, 24. June 2010

Stimmt schon, er ist nicht mehr der jüngste, mein brother HL-8e (kompatibel zu HP-Laserjet II). 1990 war er ein echter Renner, weil er für private Computerbesitzer einigermaßen bezahlbar war. Er kostete immerhin „nur” rund 4.500 DM!

Trotzdem nehme ich es ihm übel, daß er ausgerechnet jetzt den Geist aufgibt — jetzt, nachdem ich ihn endlich wieder ansteuern kann. Denn nach dem Upgrade auf Debian Lenny schickte CUPS ihm immer schön die Daten, und der Drucker, natürlich angeschlossen, bereit und online, guckte mich unschuldig an und wußte von nichts.

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Wenn so gar nix mehr geht …

Friday, 18. June 2010

Es gibt solche Tage, die könnte man glatt aus dem Kalender streichen. Der heutige, zum Beispiel.

Zum Geburtstag gab’s einen UMTS-Stick fürs Notebook, mit Tagesflat bei E-Plus bzw. Base. Ob der unter Linux läuft, wußte der Verkäufer nicht, wollte ihn aber zurücknehmen, falls gar nichts geht. Der Stick läuft — fast. Nach stundenlanger Sucherei und der Feststellung, daß man ihn unbedingt nach dem Booten einstecken muß, hatte ich ihn wenigstens mal soweit, daß er sich als Modem und nicht mehr als USB-Storage meldete.

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Rechtsfreier Raum Hartz IV?

Sunday, 6. June 2010

Eine der ersten Meldungen, die mir heute in meiner Twitter-Timeline über den Weg lief, war ein Link auf eine Meldung in Spiegel Online: Sparzwang: Bund will 15.000 Stellen streichen. Darin gibt es einen Absatz, der es in sich hat:

Bereits vor Beginn der Klausur im Kanzleramt hat sich die Regierung nach SPIEGEL-Informationen auf eine Reihe von Maßnahmen zum Sparen und zur Einnahmenverbesserung verständigt, die stattliche Summen erbringen:

[...]

  • Zwei Milliarden Euro sollen allein dadurch gespart werden, dass die Bundesagentur für Arbeit Leistungen an Arbeitslose künftig vermehrt nach eigenem Ermessen verteilen kann und nicht mehr durch gesetzliche Vorgaben gebunden sein wird. Im Jahr 2014 könnte diese Maßnahme dann schon sechs Milliarden Euro oder mehr bringen.

Ist Euch klar, was das heißt?

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Tafeln und Sozialstaat

Saturday, 5. June 2010

Kristina Schröder verkündete vorhin auf Twitter ganz stolz:

Eben war ich bei der Eröffnung der “Langen Tafel” am Alexanderplatz, bin Schirmherrin der „Tafeln” in Deutschland.

Nun ist das leider überhaupt kein Grund, stolz zu sein, Frau Familien- und Sozialministerin! Es ist ein Armutszeugnis für einen Staat, der sich Sozialstaat nennt, daß sich überhaupt Leute sagen: Wir können das Elend nicht mehr sehen, jetzt sammeln wir mal die übriggebliebenen Lebensmittel von Supermärkten etc. ein und verschenken das an die Hartzer, Sozialhilfeempfänger und Rentner. Diese Helfer übernehmen eine Aufgabe, die eigentlich eine dieses Sozialstaates wäre, wenn er denn noch einer wäre.

Denn die sogenannte Sozialgesetzgebung ist heute nur noch darauf ausgerichtet, Menschen in sinnlose und möglichst billige Arbeit zu pressen oder in ihrer Hilflosigkeit allein zu lassen:

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mc/fish segfault

Saturday, 5. June 2010

Schon seit einiger Zeit stellte ich fest, daß der Midnight Commander (in Debian GNU/Linux 5.0.x, derzeit Version 4.6.2-pre1) einen segfault liefert, wenn ich Dateien von meinem Notebook (seeloewe) von remote auf meinen Hauptrechner (seerose) schaufle. Dieselben Dateien konnte ich aber ganz problemlos auf demselben Wege auf meinen Server schieben und von dort aus auf den Hauptrechner holen.

Zunächst vermutete ich, daß es mit den Dateinamen zu tun hat: Es geht nämlich überwiegend um meine XChat-Logs, deren Dateinamen mit einer # anfangen. Allerdings wäre es schon unlogisch, daß ich sie auf eine Maschine schieben kann und auf eine andere nicht.

Weitere Tests erbrachten, daß das Problem dann auftritt, wenn zwei Bedingungen zusammenkommen:

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eeePC meckert über DCOPserver

Wednesday, 2. June 2010

Gestern hatte ich Besuch von einer Düsseldorfer Tauscherin. Ihr eeePC meckerte bereits direkt nach dem Booten darüber, daß der DCOPserver nicht laufen würde. Außerdem weigerte er sich, Dateien zu öffnen, zu speichern oder zu löschen. Sie konnte mir ansonsten nur sagen, daß sie da „ein Linux” drauf hat, und wie die grafische Oberfläche heißt, wußte sie auch nicht.

Um vorab informiert zu sein, bevor die Dame klingelt, hatte ich einen Suchmaschinenlauf gestartet. In diversen Foren wurde das Problem schon in Beiträgen ab 2007 beschrieben, immer mit der gleichen Erkenntnis: Die Platte ist wohl ziemlich voll. Prompt erzählte mir denn auch ein df -h, daß 93 % Plattenplatz belegt seien. So nebenbei zeigte sich, daß dieses Linux namens Xandros offensichtlich auf Debian basiert. Dazu hat man dem Ding wohl ein verkrüppeltes KDE verpaßt.

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Not my president!

Tuesday, 1. June 2010

Zensursula is not my president!

’nuff said.

(Bild von Sir Pepe.)


Kandidatenkür

Tuesday, 1. June 2010

Nach dem plötzlichen, beleidigten Rücktritt von Horst Köhler wird nun natürlich darüber spekuliert, wer sein Nachfolger für das Amt des Bundespräsidenten sein könnte. Der Spiegelfechter listet die potentiellen Kandidaten auf (Deutschland sucht den Superpräsidenten). Dabei sind zwei Kandidaten, die aus meiner Sicht gleich mal überhaupt nicht gehen:

Dr. Wolfgang „Belausche” Schäuble: Er hat als Bundesinnenminister mehrfach bewiesen, daß er nicht auf dem Boden des Grundgesetzes steht. Einen solchen Menschen an eine Position zu setzen, in welchem er Gesetze auf Konformität mit ebendiesem Grundgesetz zu prüfen hat, ist für mich unvorstellbar. Zur Erinnerung:

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