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eeePC meckert über DCOPserver

2. Juni 2010 um 15:54 Uhr von Atari-Frosch

Gestern hatte ich Besuch von einer Düsseldorfer Tauscherin. Ihr eeePC meckerte bereits direkt nach dem Booten darüber, daß der DCOPserver nicht laufen würde. Außerdem weigerte er sich, Dateien zu öffnen, zu speichern oder zu löschen. Sie konnte mir ansonsten nur sagen, daß sie da „ein Linux” drauf hat, und wie die grafische Oberfläche heißt, wußte sie auch nicht.

Um vorab informiert zu sein, bevor die Dame klingelt, hatte ich einen Suchmaschinenlauf gestartet. In diversen Foren wurde das Problem schon in Beiträgen ab 2007 beschrieben, immer mit der gleichen Erkenntnis: Die Platte ist wohl ziemlich voll. Prompt erzählte mir denn auch ein df -h, daß 93 % Plattenplatz belegt seien. So nebenbei zeigte sich, daß dieses Linux namens Xandros offensichtlich auf Debian basiert. Dazu hat man dem Ding wohl ein verkrüppeltes KDE verpaßt.

Ich suchte nach der Möglichkeit, eine Konsole zu öffnen (Strg-Alt-T), denn mit der Oberfläche konnte ich erstmal nicht viel anfangen. Diese ist stark windowisiert — zeigt viel bunt, sagt wenig bis gar nichts aus. Aus mc heraus kam dann prompt wieder die Meldung, er könne nicht löschen, weil zu wenig Plattenplatz vorhanden sei. Eigentlich muß man eine solche Fehlermeldung nicht verstehen — genau deshalb will ich ja löschen 😉

Beim Durchblättern der Verzeichnisse fand ich schließlich eines, das, sagen wir mal, nicht ganz normal aussah: /var/tmp hatte eine Verzeichnisgröße von etwa 7,7 MB! Und das nur für den Ordner selbst; an den Inhalt kam ich gar nicht heran. Also war ich mal mutig und startete rm -r tmp im /var. Dann schien erstmal nichts mehr zu passieren, ich bekam auch den Prompt nicht wieder. Allerdings stieg die CPU-Load massiv an und stand zum Schluß bei über 9. Wir warteten bestimmt 10 Minuten lang, aber außer, daß die CPU-Load kletterte, passierte nichts mehr. Runterfahren ging auch nicht, da reagierte einfach gar nichts mehr (OK, bei der Load kein Wunder). Es half nur noch der Ausschalter, immerhin reagierte der.

Nach dem Neustart war /var/tmp allerdings verschwunden, und die Fehlermeldung über DCOP war auch weg, also hat's wohl was gebracht. Danach flogen noch rund 250 MB aus /home/user/.Trash. Nun stehen wieder 2/5 der Platte zur Verfügung. Insgesamt waren wohl rund 400 MB freigeschaufelt worden. Ich habe der Besitzerin geraten, die Plattenbelegung regelmäßig zu überprüfen und am besten für die Arbeitsdaten einen USB-Stick zu verwenden.

So nebenbei weiß ich jetzt ganz bestimmt, daß ich nie ein Netbook haben will: Man verknotet sich nur die Finger und die Augen. 😉

4 Kommentare zu “eeePC meckert über DCOPserver”

  1. Kermit quakte:

    7,7MB? oder waren es GB, TB etc.


  2. frosch quakte:

    @kermit: MB. 7.7xx.xxx Bytes. Als Größe für ein Verzeichnis ist das schon recht heftig. (BTW, ich mach sowas nicht erst seit gestern.)


  3. Lars quakte:

    War das so ein alter EeePC 90x oder gar 70x? Also mit kleiner (2 oder 4 GB) SSD?

    Das Xandros ist für Normalnutzer, die einfach nur Browser, E-Mail und Textverarbeitung starten wollen, ganz okay, weil simpel. Aber für Komplizierteres konzeptionell eben nicht zu gebrauchen.

    Es gibt 10″-Netbooks mit benutzbarer Tastatur, z.B. Samsung NC10 und Nachfolger. Darauf kann man einigermaßen Tippen und bei 1024*600 Pixeln bei schlanken Fensterelementen auch gerade noch was sehen. Für Unterwegs sind die kleinen Netbooks eigentlich sehr angenehm, wenn man nicht hohe Leistung und großen Bildschirm braucht. Bei 9″-Netbooks sind mir die Tasten dann aber wirklich zu klein.


  4. frosch quakte:

    @Lars: Die Karte hat wohl 2 GB, als Gesamtgröße angezeigt werden 1,4 GB. Davon waren 1,3 GB halt schon weg. 😉

    Die Dame hatte das Gerät vor einem Jahr für 200€ erstanden und meinte, sie sei damit günstig weggekommen. Keine Ahnung, ob es stimmt, ich hab mit solchen Geräten ja normalerweise nichts zu tun. Sie meinte, sie habe sich an die kleine Tastatur gewöhnt. Wie auch immer das möglich ist … *brrr*


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