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Froschs Blog

Computer und was das Leben einer Frau sonst noch so zu bieten hat

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Archive vom September 2010

Auf die Fresse

Thursday, 30. September 2010

Fassungslos habe ich heute die Vorgänge in Stuttgart vor allem über Twitter und im Piraten-Radio verfolgt. Um 14:00 Uhr schaltete ich den PC an, und als erstes erfuhr ich: In Stuttgart ist die Hölle los, da setzt die Polizei Wasserwerfer gegen Schüler ein.

An bestätigten Nachrichten erfuhr ich in den nächsten Stunden, daß

  • es rund 1000 Verletzte in den Krankenhäusern gab,
  • Sanitäter und Augenärzte genauso wie Journalisten teils erst nicht aufs Gelände gelassen wurden,
  • unter den Verletzten viele Kinder sind,
  • die Polizei da eine seit Monaten am 24. September angemeldete und genehmigte Schüler-Demo angegriffen hat,
  • einem alten Mann das rechte Auge mit einem Wasserwerfer quasi rausgeschossen wurde und er daraufhin wohl auf diesem Auge blind sei — das Bild wurde tausendfach verbreitet —,
  • daß wohl Quarzhandschuhe auch gegen die Kinder eingesetzt wurden und
  • die Demonstranten trotz allem sehr friedlich waren.
  • [Update 2010-10-01 19:50] Oh, und daß die Firma, die die Abholz-Arbeiten durchführt, „zufälligerweise” im Wahlkreis des Innenministers Rech sitzt (Gerüchte besagen, daß andere Firmen zu diesen Abholzarbeiten nicht bereit waren). [/Update]

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Nachgerechnet

Wednesday, 29. September 2010

Diverse Medien zeigen uns ja schon, wie sich der neue Hartz-Regelsatz laut Zensursula zusammensetzen soll. Ich habe das mal in etwa meiner Realität gegenübergestellt. Das hier ist, wie zum Beispiel auf SpOn in diesem Artikel nachzulesen, die Festlegung laut Zensursula:

Nahrungsmittel, alkoholfreie Getränke 128,46
Bekleidung und Schuhe 30,40
Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung 30,24
Innenausstattung, Haushaltsgeräte und -gegenstände 27,41
Gesundheitspflege 15,55
Verkehr 22,78
Nachrichtenübermittlung 31,96
Freizeit, Unterhaltung, Kultur 39,96
Bildung 1,39
Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen 7,16
Andere Waren und Dienstleistungen 26,50

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Entsorgung von Hartzern via Energiekonzept?

Wednesday, 29. September 2010

Das hat sich Mutti Merkel ja toll ausgedacht. Die Koalition einigt sich zunächst darauf, daß die Kommunen jetzt quasi frei Schnauze und pauschal darüber entscheiden dürfen, was an Unterkunftskosten angemessen ist:

§ 22a: „Die Länder können die Kreise und kreisfreien Städte auch ermächtigen, abweichend von § 22 Absatz 1 Satz 1 den Bedarf für Unterkunft und Heizung in ihrem Gebiet durch eine monatliche Pauschale zu berücksichtigen.“

Damit möglichst viele Hartzer aus ihren Wohnungen fliegen, wird nun aus einem anderen Ressort heraus noch ein wenig nachgeholfen. Merkel und ihr Kabinett haben sich nämlich folgendes ausgedacht:
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Hartz-Betrug reloaded

Saturday, 25. September 2010

Irgendwie war es schon abzusehen, als Zensursula versuchte, mit ihrer Bildungs-Chipkarte von den niedrigen Sozialsätzen abzulenken. Es war abzusehen, daß Geld wieder vor Menschen gehen und das Grundgesetz wieder auf der Strecke bleiben würde, wenn die Hartz-IV-Sätze gemäß Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 9. Februar neu berechnet werden. Man konnte es auch daran sehen, wieviel Zeit sich das Bundesarbeitsministerium damit gelassen hat, mit den Überlegungen, Beratungen und Berechnungen überhaupt einmal anzufangen. Im Februar kam das Urteil, und vor der Sommerpause war noch kein Strich getan. Das Sommerloch wiederum wurde ausgiebig dazu genutzt, über die zwangsverarmten Menschen nochmal so richtig herzuziehen.

Und weil die Bildungs-Chipkarte mittlerweile ein wenig ausgelutscht ist, hat man sich mal eben noch eine weitere Nebelkerze gesucht, die man werfen könnte. Diese besagt nun, daß Alkohol und Tabak zukünftig nicht mehr im Regelsatz enthalten sein sollen, so aus erziehungstechnischen Gründen. Damit wird davon abgelenkt, daß die neuen Berechnungen jetzt nicht mehr aufgrund der Einkommen der untersten 20 %, sondern nur noch auf denen der untersten 15 % der Haushalte aufgestellt werden sollen, damit die Sozialschmarotzer ja nicht im Luxus schwelgen können.

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Dialog Internet

Friday, 24. September 2010

Seit wenigen Tagen existiert auf Twitter ein Account @DIALOGINTERNET, der mir auch folgt. Als ein Follower von @DIALOGINTERNET wurde mir Bundesfamilienministerin Kristina Schröder angezeigt. Betreiber des Accounts ist denn auch ihr Ministerium. Ich dachte nur: Das kann ja lustig werden.

Heute hieß es nun:

In der ersten Phase wollen wir definieren, welche die wichtigen Fragen für den Dialog sind. Ab 28.09. online diskutieren. #dialoginternet

Aha. Wir wollen so irgendwie mit „der Internet-Community” reden, aber wir wissen noch nicht so richtig, worüber eigentlich. Schon dieser Ansatz zeigt, daß die Betreiber des Accounts so einiges nicht verstanden haben: In diesem „Internet” diskutiert man denn doch ein wenig anders.

Na gut. In zwei Tweets formulierte ich, was ich für einen sinnvollen Dialog voraussetze:

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Straftaten sind keine Straftaten

Thursday, 23. September 2010

Nun habe ich es spät, aber immerhin schwarz auf weiß bekommen:

  • wiederholte, teils schwere Nötigung im Amt
  • versuchte Nötigung eines Berufsgeheimnisträgers im Amt
  • wiederholte, teils schwere Gesundheitsschädigung im Amt
  • wiederholte Mißachtung von Amtspflichten
  • wiederholter Bruch des Diensteides

sind laut Generalstaatsanwalt Düsseldorf keine Straftaten. Jedenfalls nicht, wenn sie von einer lügenden Angestellten des faschistischen Repressionsamtes begangen werden.

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Macht Vodafone jetzt auch in Telefonspam?

Wednesday, 22. September 2010

Gerade rief mich eine Dame mit osteuropäischem Akzent an. Sie kannte meinen offiziellen Namen und behauptete, für die Firma Vodafone anzurufen. Man möchte Altkunden der Telekom dabei helfen, Telefonkosten zu sparen. Ich unterbrach sie harsch und fragte, woher die Daten stammen. Sie behauptete, man habe diese direkt von der Telekom gekauft.

Na, damit ist sie bei mir aber ganz falsch. Ich informierte sie darüber, daß ich Kontakt zu den Datenschützern der Telekom habe (da gibt es tatsächlich einen über einen alten Bekannten aus Mailboxzeiten) und daher sicher weiß, daß die Telekom keine Kundendaten verkauft — zumindest nicht zu dem Zweck, daß die Konkurrenz ihr die Kunden abwerben kann. Wäre ja auch irgendwie ein bissel dumm.

Jedenfalls hüllte sie sich erstmal verblüfft (?) in Schweigen. Das Problem ist nämlich, daß diese Cold-Call-Fuzzies Ärger mit ihrem Sklaventreiber Arbeitgeber kriegen, wenn sie selbst zu schnell wieder auflegen. Da mußte sie wohl erstmal überlegen. Als ich dann jedoch nach ihrem Vorgesetzten verlangte, wurde es ihr wohl zu heikel, und sie legte doch auf.

Und ich ärgere mich mal wieder drüber, daß ich die eingehenden Nummern nicht sehe. Da muß ich wohl doch mal ‘ne ISDN-Karte aktivieren und an den NTBA klemmen.


Telefonspammer “Institut für Kosmetikforschung” IfK

Saturday, 18. September 2010

Bereits zweimal heute wurde ich von Anrufern belästigt, die behaupteten, für die Gewinnabteilung des Instituts für Kosmetikforschung anzurufen. Die Anrufe kommen hörbar aus einem Call-Center, das wohl eine schlechte VoIP-Anbindung oder sowas hat, jedenfalls ist die Sprachqualität etwa die einer schlechten Analogverbindung aus den frühen 80ern.

Die eingehende Telefonnummer, falls denn überhaupt eine durchkam, konnte ich leider nicht sehen, weil sich meine Telefonanlage und mein Telefon darüber generell nicht verständigen können. Daher kann ich die Nummer auch nicht der Bundesnetzagentur melden. Wer von diesem „Institut” oder generell von Telefonspammern belästigt wird und die Nummer sehen kann: Immer gleich melden!

Ein Suchmaschinenlauf brachte mir die Erkenntnis, daß es sich hierbei um Konto-Diebe handelt. Sie versprechen eine Überweisung und erlangen damit die Kontendaten der Angerufenen, aber statt zu überweisen, buchen sie sich erstmal schön was ab. Merke: Nie die Kontendaten am Telefon herausgeben!


NRW-Landtag erhöht Diäten

Friday, 17. September 2010

Nie sind sich Abgeordnete des Bundestags oder eines Landtages so dermaßen einig, wie wenn es um die Erhöhung ihrer eigenen Bezüge geht. Der Landtag NRW hat sich gerade die Diäten erhöht, und nur Die Linke war dagegen. Damit beziehen die Abgeordneten in Nordrhein-Westfalen nun rückwirkend ab Juli 10.093 € pro Monat. Dazu gibt’s noch die Kosten für Angestellte. Und dazuverdienen dürfen die Herrschaften natürlich auch noch beliebig, müssen es ab einer bestimmten Höhe nur angeben.

10.093 € sind (je nach Miethöhe) etwa so viel, wie einem Hartzer pro Jahr zur Verfügung stehen. Nun mag man vielleicht argumentieren: Ja, aber die Abgeordneten arbeiten ja schließlich dafür! — Ja und? Hartzer haben gar nicht erst die Chance, zu arbeiten, sonst wären sie ja keine Hartzer. Und Grundsicherungsempfänger können gar nicht arbeiten. Das Argument wäre also nur akzeptabel, wenn zumindest für alle Langzeitarbeitslosen entsprechende Arbeitsplätze zur Verfügung stünden. Dem ist aber nicht so.

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Zensursula verarscht uns wieder

Wednesday, 15. September 2010

Das kann sie ja auch am besten, nicht wahr? Lügen, tricksen, verheimlichen, verarschen. Ob das Kind jetzt Internetzensur heißt oder Hartz IV, spielt dabei keine Rolle. Wo Menschen verarscht werden, ist Zensursula ganz vorn dabei.

Diesesmal geht es um die vom Bundesverfassungsgericht verlangte Neuberechnung der Regelsätze. Es zeichnete sich ja schon im Sommerloch ab, daß mit allen Tricks daran gearbeitet werden würde, die Sätze weiterhin so niedrig zu halten — oder sogar noch weiter zu drücken. Die angebliche „Bildungs-Chipkarte” wurde gepusht, um Aktionismus zu simulieren und davon abzulenken, daß man die Neuberechnung seit dem Urteil vom 9. Februar monatelang vor sich hergeschoben hatte.

Nun ist herausgekommen, wie die Verarsche funktionieren soll. Die Süddeutsche berichtete gestern:

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Von wegen alte Hardware

Saturday, 4. September 2010

Was kann man mit folgenden Geräten machen?

  • Atari 800XL mit Floppy-Laufwerk,
  • 3,5 Zoll Festplatte,
  • Adaptec 2940UW SCSI-Controller,
  • TI-99/4A mit Bandlaufwerk,
  • 8 Zoll Floppy-Laufwerk,
  • HP ScanJet 3C
  • sowie Eico Oszilloskop?

Das da (Lautsprecher an bzw. Kopfhörer auf):

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Blog-Spam von longharry

Thursday, 2. September 2010

Ich bekomme diese Spams schon länger, und mit Sicherheit bin ich damit nicht alleine. Die Links, die zu diesem Spam gehören, zeigen auf dubiose Roulette-Seiten und werden im Feld für die Homepage des Kommentators eingetragen. Als Mailadresse stand da von Anfang an und über lange Zeit immer <longharryXX@nnn.de> (XX = zweistellige Zahl, nnn = web oder gmx). Erst seit kurzem wurde die Mailadresse geändert; statt „longharry” stehen da jetzt andere Namen, meist deutsche Vornamen. Sie zeigen aber immer noch auf web.de und diverse gmx-Domains.

Zu Anfang wurden diese Spam-Kommentare wohl noch händisch verteilt. Insbesondere fielen mir in dieser Anfangszeit nahe beieinanderliegende NetCologne-IPs auf, die so zwei oder drei Wochen lang regelmäßig diese Spam-Kommentare einlieferten (ohne daß im selben Zeitraum gleichartige Spams aus anderen IP-Bereichen hereinkamen). Es besteht also durchaus die Möglichkeit, daß der Spammer in Köln oder Umgebung ansässig ist. Aber bald wurde das „longharry” wohl zu mühsam, und er fing an, Botnetze zu mieten.

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