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Brausereien

24. Oktober 2010 um 16:52 Uhr von Atari-Frosch

Bei mir zeichnet sich gerade ein generelles Browser-Problem ab. Nachdem Twitter auf ein neues Layout mit viel mehr Funktionen — und viel mehr JavaScript — gewechselt hat, stößt der Firefox (iceweasel) auf meinem Hauptrechner an seine Grenzen. Das System fing an zu swappen, sobald ich mal 100 Tweets zurückblätterte (was nach dem Aufstehen bei mir durchaus normal ist). Klar, ich hätte beim alten Twitter-Layout bleiben können, aber ich rechne damit, daß dieses auf Dauer abgeschaltet wird, denn wer will schon zwei Layouts parallel pflegen müssen?

Der erste Tip, den ich bekam, lautete: Chrome bzw. Chromium. Schnell mußte ich feststellen, daß Debian Lenny dafür zu alte Bibliotheken hat: Chrome/Chromium läuft hier einfach nicht.

Nächster Versuch: Opera (10.63, aus dem Debian-Repository bei opera.com). Zunächst sah das gut aus. Opera arbeitet schnell und ohne Swap mit dem neuen Twitter-Layout. Außerdem bietet es die Möglichkeit, für einzelne Domains JavaScript und Plugins zuzuschalten, was im Firefox über das Plugin NoScript ermöglicht wird. Und die Schnellwahl ist auch ganz nett. Darüber, daß er nicht frei ist und mir außerdem nicht immer die eingestellte Schriftart anzeigt, könnte ich vielleicht noch hinwegsehen. Daß er in der Visual-Darstellung des WordPress-Backends den gebloggten Text unterschlägt (ich benutze normalerweise die HTML-Darstellung), stört schon ein bißchen mehr.

Aber mittlerweile geschehen seltsame Dinge: Opera stürzt ab. Immer mal wieder. Es stürzt auch dann ab, wenn es gar nicht im Fokus steht. Zwei oder drei Abstürze zogen den Thunderbird (icedove) in Mitleidenschaft. syslog erzählte mir was von einer Null Pointer Dereference, einem tainted icedove und — interessanterweise — einem not tainted operapluginwrap und warf mir einiges an Trace-Zeugs vor, das ich mangels Fachkenntnis nicht so wirklich interpretieren kann.

Gestern Mittag riß er mir den icewm mit; ich mußte X abschießen und neu starten. Heute mittag kam es noch eine Stufe härter: Das gesamte System knallte weg. NumLock und CapsLock blinkten mich panisch an, nichts ging mehr. Hardware-Reset. Im den Logs: Schweigen.

Klar, ich könnte mal mein RAM überprüfen. Aber der Zusammenhang mit Opera ist so überdeutlich, daß ich davon erst einmal absehe.

Als weiterer, sehr kleiner Browser wurde mir midori empfohlen. Abgesehen davon, daß midori nicht im Repository für Lenny angeboten wird, hat er aber wohl auch nicht die Möglichkeit, JavaScript gezielt freizuschalten. Ich leg da aber schon Wert drauf.

Arora habe ich mir kurz angesehen. Zugegeben, klein ist er. Das Installationspaket hat gerade mal 369 kB. Die Möglichkeit, JavaScript gezielt freizuschalten, hat er nicht. Ich gehe einfach mal davon aus, daß es dafür auch kein Plugin gibt.

Und nu?

5 Kommentare zu “Brausereien”

  1. day quakte:

    Wie wäre es mit einem Twitter-Client? Das neue Twitter ist unter Firefox, Chrome & Safari auf dem Mac so lahm, dass die Twitterseite spätestens jetzt keiner mehr benutzt 😉


  2. Kah quakte:

    Geh halt auf Squeeze. Lenny hat eh keiner mehr aufm Desktop.


  3. Martin quakte:

    Falls Lenny schon das libwebkit hat, dann kannst du mal uzbl probieren. Halt Chrome/ium ohne das Frontend.


  4. bentinc quakte:

    wie Kah schon sagt. was spricht eigentlich gegen Squeeze? Ich benutze das schon seit nem Jahr auf mehreren Desktop-Systemen und es ist zwar noch nicht „stable“, aber mit Sicherheit stabiler als das meiste, was es sonst so als OS gibt.

    @da: Twitter-Clients in Lenny? Ähm, möchte man die benutzen? Lenny ist toll, aber nunmal fast zwei Jahre alt.


  5. frosch quakte:

    @bentinc: Dagegen spricht für mich, daß ich auf allen Systemen das gleiche haben möchte, Server wie Desktop. Ich möchte mich nicht mit den Problemen aus zwei Debian-Versionen herumschlagen, da genügen mir die aus einer.

    Und so nebenbei spricht noch dagegen, daß meine PCs eher selten die neuesten sind.


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