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Weihnachts-Traditionen

24. Dezember 2010 um 20:06 Uhr von Atari-Frosch

Mir war, nachdem ich mein eigenes Weihnachtsmahl verspeist hatte (Tafelspitz in milder Meerrettichsauce und Reis), aufgefallen, daß Twitter in den deutschen Trends den Kartoffelsalat stehen hat, aber sonst keine Essens-Hinweise. Also fragte ich mal, wie es denn andere so halten:

Wie sind denn Eure Essenstraditionen an Heiligabend? Bei meinen Eltern gab's immer Kartoffelsalat und Würstchen od. Fischstäbchen.

Tatsächlich kamen ein paar Antworten: Kartoffelsalat mit Würstchen, Fondue und Raclette. Fondue würde mich ja auch mal reizen, aber bei mir ist das etwas ungünstig, und man muß ja schon ein paar Leute beisammen haben, damit sich der doch recht hohe Vorbereitungsaufwand lohnt.

Mit meinen eigenen Weihnachts-Traditionen muß ich in diesem Jahr leider brechen. Weniger beim Essen, diesbezüglich bin ich diesmal dank Tiefkühl-Lieferant recht gut versorgt. Aber nachdem ich am 10. Dezember trotz Bahn-Chaos nach Hause gekommen war — auch diese Fahrt nach Mannheim hat bei mir schon Tradition —, fing spät abends ein böser Reizhusten an, mich zu ärgern. Klar, direkt vorm Wochenende.

Dieses Wochenende verbrachte ich dann hustend und mit massiven Kopfschmerzen teilweise im Bett. Reden war völlig unmöglich. Montags beim Arzt gab's dann Hustentropfen (mit Codein) und Aspirin-Komplex. Das Zeug macht ziemlich müde, obwohl ich in der ersten Woche wegen eines Mißverständnisses eine zu geringe Dosis eingenommen hatte, und ich hing ziemlich neben mir vorm Rechner. Ich machte mir schon Sorgen, ob das rechtzeitig zum 27C3 beendet sein würde. Das Bahnticket hatte ich ja schon.

Am darauffolgenden Wochenende setzte mir das kalte Wetter mit Hilfe meiner undichten Fenster noch eins drauf. Ich hatte nicht gleich gemerkt, daß mir im Schlafzimmer die kalte Luft vom Fenster praktisch direkt auf Gesicht und Ohren fällt. Das naheliegende Ergebnis, vor allem, weil ich für beides sowieso seit einigen Jahren deutlich anfälliger geworden bin: Mandel- und Mittelohrentzündung. Ich legte ein großes Handtuch vor das Fenster, was aber auch nur teilweise hilft, weil es rundrum undicht ist, und stellte meine Luftmatratze anders, um die kalte Zugluft wenigstens nicht so direkt abzukriegen. Dazu trage ich seitdem nachts eine Mütze, um die Ohren zu schützen, auch wenn sich mein Kopf dadurch nach dem Aufstehen teilweise wie in Watte gepackt anfühlt.

Stärker heizen bringt übrigens überhaupt nichts. Ich kann die Heizung aufdrehen, wie ich will, die Temperatur im Raum bleibt konstant zwischen 17 und 18 °C.

Also war ich letzten Montag wieder beim Arzt, diesmal gab's ein Antibiotikum, außerdem einen Nachschlag bei den Hustentropfen. Der Husten ist zwar nicht mehr so extrem, daß ich keinen Ton rausbringe, sitzt aber doch noch ordentlich fest. Den werd ich wohl dieses Jahr nicht mehr los.

Bevor ich am Montag dann nach Hause ging, fuhr ich erst noch zum Hauptbahnhof, brachte mein Bahnticket zurück und ließ mir die 51 € wieder ausbezahlen. Denn selbst wenn ich bis zum 26. wieder einigermaßen auf dem Damm sein sollte, ist zu befürchten, daß ich dann in Berlin bei der Eiseskälte und im Congress-Gebäude mit vielen weiteren Krankheitserregern konfrontiert erst richtig umfalle. Ich wollte das mit den knapp 40 °C Fieber nicht nochmal ausprobieren, einmal reicht mir.

Auch wenn ich mir für das für den Congress angesparte Geld jetzt anderes leisten kann, wie zum Beispiel ein neues Mainboard für den DualCore, tut es mir doch ziemlich weh, nicht zum 27C3 fahren zu können. Seit 2000 war ich jeden Dezember dort, teils unter widrigsten Umständen sowohl bezüglich der Fahrt als auch bezüglich der Übernachtung. Das ist für mich schon sowas wie ein Familientreffen. Viele Nasen dort sehe ich nur dieses eine Mal im Jahr und ansonsten vielleicht noch beim LinuxTag im Sommer, auch in Berlin.

Und jetzt hält mich so ein dämlicher, fest sitzender Reizhusten hier fest. Ich hoffe ja inständig, daß der jetzt nicht zur Tradition wird.

4 Kommentare zu “Weihnachts-Traditionen”

  1. Grenouille quakte:

    Ich wünsch dir gute Besserung und schade das du nicht dabei bist.


  2. vera quakte:

    Trostpost: Zu Fondue for One nimmst Du Schweinefilet aus dem Supermarkt und schneidest es in Würfel. Daß Du nicht nur Biskin o.ä. brauchst, sondern auch Spiritus für den Brenner, wirst Du im Gegensatz zu mir wissen (immerhin über 30 Jahre Fondueerfahrung, dennoch vergessen). Dann mach Dir ein, zwei leckere Minisalate, rühr aus einer Banane, Curry und Sahne die eine, die andere – süßsauer oder scharf – stellt das Kühlregal bereit. Noch ein leckeres Baguette, warm aufgebacken . voilá! Mit’fondueen‘ kannst Du ganze Hackbällchen, Champignons, Ananasstücke oder Rosenkohl, wenn Du magst. Bon appétit 🙂 (Ich weiß das. Habe ein paar Jahre Allein-Fondue-Erfahrung ,)


  3. vera quakte:

    Öhm – der accent ist falsch rum. Also: Voilà!


  4. frosch quakte:

    @vera Naja, zum Fondue gehört ja nicht nur das Essen an sich. Dazu gehört auch zusammensitzen, plaudern usw. Alleine fände ich das schon irgendwie doof.

    Allerdings wurde mir für dieses Jahr ein richtiges Fondue versprochen, wenn das Chaosdorf in seine neuen Räume umgezogen ist. Da haben wir dann sowohl den Platz als auch genügend Leute dafür. 🙂


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