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Aigner heuchelt

20. Januar 2011 um 22:28 Uhr von Atari-Frosch

Bei der Eröffnung der „Grünen Woche” in Berlin, einer Agrar-Messe, erklärte Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU):

„Qualität hat ihren Preis”, erinnerte sie und forderte damit indirekt zu einem Mentalitätswechsel auf - weg vom „Geiz-ist-geil-Denken”. Die Menschen müssten lernen, „den Wert von Lebensmitteln besser zu schätzen”. Allerdings müssten Lebensmittel sicher und bezahlbar zugleich sein.

Bezahlbar für wen?

Ilse Aigner ist nichts weiter als eine Heuchlerin, wenn sie den Standpunkt vertritt, Verbraucher wüßten den Wert von guten Lebensmitteln nicht zu schätzen, während ihre Regierungskollegen gleichzeitig dafür sorgen, daß Langzeitarbeitslose, Erwerbsunfähige und ihre Familien sowie Asylbewerber, insgesamt mit den Kindern wohl um die 10 Millionen Menschen, weiterhin zwangsverarmt werden. Gleichzeitig sorgt diese Regierung dafür, daß es für möglichst wenig Menschen Mindestlöhne gibt und die Leiharbeitsbranche, der Markt der unbezahlten Praktika sowie der Niedriglohnsektor brummen wie nie.

Also: Die Menschen sollen, sofern sie überhaupt können oder dürfen, für möglichst wenig bis gar nichts arbeiten, aber dann bitteschön gute Qualität konsumieren. Frau Aigner, merken Sie noch was, oder muß man Ihnen schon eine Merkbefreiung ausstellen?

2 Kommentare zu “Aigner heuchelt”

  1. vera quakte:

    Gut gefragt. Danke. Mir hat’s auch die Fussnägel aufgerollt, als ich das Statement gehört habe.


  2. Harakiri quakte:

    hab ich gerade in der titanic online gelesen:

    „Hartz-IV-Kompromiß nicht in Sicht

    Der Streit um die geplante Hartz-IV-Reform reißt nicht ab. So ist die Regierungsfraktion der Ansicht, daß die Arbeitslosen nach Strich und Faden verarscht werden sollten; die SPD hingegen drängt darauf, daß sie im Gegenteil so schnell wie möglich belogen und betrogen werden; darüber hinaus sollen Härtefälle als einstweilige Sofortmaßnahme zum Schaden auch noch den Spott bekommen, erklärte Verhandlungsführerin Manuela Schwesig. Zusätzlich erschwert werden die Beratungen durch das Sondervotum der FDP, welche darauf besteht, Langzeitarbeitslosen Kot ins Gesicht zu schmieren und ihre Häuser anzuzünden. Beobachter rechnen nicht damit, daß es zu einer schnellen Einigung kommt.“

    http://www.titanic-magazin.de/news.html?&tx_ttnews%5BbackPid%5D=3&tx_ttnews%5Btt_news%5D=4077&cHash=e225c3f5cdca39a908685ddc344e1a70


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