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Fritz goes Streisand

21. Januar 2011 um 19:13 Uhr von Atari-Frosch

Bei Radio Fritz hatte eine Journalistin ihre Meinung zur schwangeren Familienministerin Schröder und deren Aussagen dazu aufgeschrieben. Diesen Artikel nahm die Redaktion kurze Zeit später wieder offline mit der Begründung, es seien Persönlichkeitsrechte von Kristina Schröder verletzt worden.

Äh, hallo?

Diese Frau ignoriert wie alle anderen Mitglieder der Bundesregierung konsequent das Grundgesetz und verhöhnt Hartzer, und das soll man sich brav gefallen lassen? Ich meine nein, und deshalb re-publiziere ich wie andere auch den Artikel hier, denn verdammt nochmal, die Frau hat recht!

Der Artikel im Wortlaut (übernommen vom Kraftfuttermischwerk:

Liebe Kristina Schröder,

ich freu mich eigentlich immer über Schwangerschaftsbotschaften, aber alle Zitate von Ihnen, die man heute lesen muss, rufen Ekel und Würgereflexe in mir hervor. Zum Beispiel: „Wir werden vor den gleichen Herausforderungen stehen wie viele andere Paare in Deutschland, bei denen beide beruflich sehr gefordert sind.”

Wie anmaßend, schamlos, unmoralisch, blind und bescheuert sind Sie eigentlich? Mit 16.529,50 Euro im Monat und einem garantierten, vergoldeten Betreuungsplatz in der 5 Sterne-Bundestags-Kita stehen Sie NICHT vor den gleichen Herausforderungen wie viele andere Paare in Deutschland.

Sie hoffen „Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen mit der Unterstützung ihrer Familien” … Erzählen Sie uns bitte nicht, dass Sie von Existenzängsten geplagt sich nachts wälzen und sorgen, ob das Geld für Windeln reichen wird, ob Sie problemlos ihre Arbeitsstelle zurück bekommen. Fragen Sie sich lieber, wer eigentlich vor kurzem das Elterngeld gekürzt hat.

Ich wünsche Ihnen Sodbrennen, Wasserbeine, Müdigkeit, Krampfadern und Hämorrhoiden – wenigstens körperlich gleiche Herausforderungen.

Dazu sag ich nur: FullACK!

Ein Kommentar zu “Fritz goes Streisand”

  1. nickname quakte:

    Ganz meine Meinung, auch wenn ich kein Hartz beziehe!

    Vor Jahren hörte ich bereits mal einen Beitrag im Radio von einem Professor aus dem Ruhrgebiet, der ein Buch geschrieben hatte über unsere ‚Spitzenpolitiker‘, die inzwischen wohl überwiegend in einer Parallelwelt leben und mit der Realität nur noch selten Kontakt haben. (Außer mit Lobbyisten, aber die Ergebnisse solcher Treffen dienen ja auch selten der Realität oder dem Volk, sondern meist dem Fort- oder Einkommen der Politiker)

    Leider habe ich den Namen des Prof’s und des Buches vergessen, sonst hätte ich mir das Buch bestimmt gekauft. War absolut lesenswert und traf die Realität bei weitem besser, als die Politik.


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