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Zuständigkeit für eine Baustelle

16. Februar 2011 um 16:19 Uhr von Atari-Frosch

Seit gestern bemerke ich hier im Haus ein unangenehmes Vibrieren, und es war nicht schwer, herauszufinden, daß es von einer Baumaschine am Fürstenplatz kommt, wo mal wieder irgendwas im Gleisbereich gemacht wird. Tatsächlich weist die Rheinbahn auch darauf hin, daß derzeit am Fürstenplatz Gleise erneuert werden. Die Frage, warum das schon wieder nötig sein soll, stellt sich so nebenbei auch noch. Aber primär ging es mir um das Vibrieren; ich gehe mal davon aus, daß das weder der Bausubstanz der Gebäude noch meinen Festplatten besonders gut tut.

Also rief ich als erstes bei der Rheinbahn an. Man sollte ja meinen, daß sie für Erneuerungen an ihren Gleisen zuständig ist. Da die Kundenzentren keine Telefon-, sondern nur Faxnummern haben und alle anderen auf der Website angegebenen Abteilungen mit Telefonummern unpassend erschienen, nahm ich die Nummer der Zentrale. Die Dame wußte nichts von den Gleisbauarbeiten, konnte aber gut verstehen, daß ich das Vibrieren als unangenehm empfinde. Sie meinte, für Beschwerden sei die 01803-504030 zuständig. Ich hatte diese Nummer zwar irgendwie als Fahrplanauskunft im Hinterkopf, aber OK, schau'n wir mal.

Der Herr, der unter dieser Nummer antwortete, fühlte sich erwartungsgemäß unzuständig. Er vermutete, daß da vielleicht einfach Straßenbauarbeiten gemacht würden, die zufällig auch den Gleisbereich blockieren. Außerdem sei er ja nur die Fahrplanauskunft (wußte ich es doch). Er könne zwar eine Beschwerde annehmen, aber es sei zweifelhaft, ob ich da eine Rückmeldung bekommen würde. Eigentlich sei für solche Baustellen das Bauamt der Stadt Düsseldorf zuständig, und er könne da gar nichts machen.

Anruf Nr. 3 galt damit der Bauverwaltung der Stadt Düsseldorf; die Nummer fand ich auf der Website der Stadt. Ich war positiv überrascht, daß 7 Minuten vor Feierabend tatsächlich noch jemand ans Telefon ging. Die Dame wirkte zwar sogar recht engagiert, gestand allerdings ein, daß sie eigentlich gar nicht wußte, wer für diese Baustelle zuständig ist. Auch sie vermutete, daß es Straßenbauarbeiten sein könnten, die nur zufällig die Schienen blockierten. Ihre erste Idee war, ich sollte mich vielleicht mal mit dem Amt für Verkehrsmanagement in Verbindung setzen. Da sie dort direkt niemanden mehr erreichte, stellte sie mich zur Zentrale durch, ich sollte dort die Beschwerdestelle beim Amt für Verkehrsmanagement verlangen.

Gespräch Nr. 4 innerhalb des Anrufs Nr. 3 galt dann also der Zentrale der Stadt Düsseldorf. Diese Dame meinte erst, verstanden zu haben, daß ich mich über Baulärm beschweren wolle. Ich korrigierte das; der Baulärm stört mich zwar auch, aber das Vibrieren macht mir deutlich mehr Sorgen. Daraufhin meinte sie, das Amt für Verkehrsmanagement sei da falsch, ich solle es doch eher beim Umweltamt versuchen. Da sei aber heute niemand mehr da, die machen schon um halb vier Feierabend.

Also gut. Morgen gibt es dann Anruf Nr. 4 mit Gespräch Nr. 5. Man darf gespannt sein.

Ist das echt so schwer, festzustellen, wer für diese verdammte Baustelle zuständig ist?

5 Kommentare zu “Zuständigkeit für eine Baustelle”

  1. karl quakte:

    Zu faul zum arbeiten, den ganzen tag nur rumsitzen und auf irgendwas warten, auf das man sich aufregen und rumnölen kann! das ist deutschland – das sind sozialschmarotzer!


  2. Peter quakte:

    karl: dito!


  3. frosch quakte:

    @karl: Ah, daß ich zu faul zum Arbeiten (und nicht etwa chronisch krank und erwerbsunfähig) bin, weißt Du ja offenbar sehr genau.

    Nein, ich würde mich gern mit anderen Dingen befassen als damit, daß hier das Haus zwei Tage lang wackelte. Und ich würd mich auch gern gar nicht über die Regierung aufregen müssen, die regelmäßig die Grundrechte mit Füßen tritt und ihren Amtseid mißachtet. Auch auf die Schikanen des faschistischen Repressionsamts hätte ich jahrelang gern verzichtet, wenn damit nicht der völlige Existenzverlust verbunden gewesen wäre. Ich habe auch überhaupt keine Lust darauf, mich vor dem Sozialgericht gegen die Rentenversicherung um meine Erwerbsminderungsrente zu kloppen.

    Aber sowas sieht so ein Karl nicht und will es auch gar nicht sehen. Geh wieder Deine BILD lesen, für mehr reicht’s ja offenbar nicht.


  4. Feenminze quakte:

    @Peter und Karl,

    da gibt es dann auch noch jene, die Blogeinträge durchlesen, um Stellen zu finden, auf die sie raufk*tzen koennen. Auch eine Form der LangenWeile oder der virtuellen Übersättigung?
    Eure Beiträge waren bestenfalls beleidigend und keiner Weise hilfreich.

    Froschelchen, ich glaub, viel wirste nicht erreichen koennen.. wenn wegen einer Baustelle das Haus vibriert, wirds wohl am ehesten an der Bausubstanz des Hauses liegen. In meiner Prenzelberger Wohnung in den Achtzigern wackelte und vibrierte das ganze Haus, wenn nur ein LKW vorbei fuhr.

    Und, DU MUSST DICH NICHT RECHTFERTIGEN FÜR DEINEN ÄRGER! Niemals! Und schon gar nicht vor solchen Spinnern wie Peter und Karl..

    lieben Gruß
    Feenminze


  5. sunnyberlin quakte:

    Hallo Frosch,
    das leidige Thema mit den Behörden habe ich auch schon am eigenen Leib erfahren. Letztes Jahr hat es mir (im Winter, bei Schnee und Eis) echt gereicht. Seit ZWEI !!! Jahren habe ich auf meinem morgendlichen Arbeitsweg eine „Baustelle“, die auf der Putzlitzbrücke/Putzlitzstraße zwei Fahrbahnen auf eine Fahrbahn einengt. Im ersten Jahr war der Grund, dass ein Kleintransporter unter der Brücke in Brand geraten war und die Brückenstabilität überprüft bzw. repariert werden musste. War nie etwas von zu sehen, da ich ja auch nur ÜBER die Brücke fahre und nicht auf der Straße, die darunter durchführt. Die zwei Fahrstreifen auf jeder Seite wurden dann so gelegt, dass die Stadtauswärtsfahrer eine Spur auf die Gegenfahrbahn bekamen und die Stadteinwärtsfahrer nur noch eine Spur hatten. Natürlich alles auf Tempo 30 runtergeregelt. Nach 2 Jahren (also 2010) wurde es dann kurze Zeit besser und ich hatte mich schon gefreut. Aber es wurde auf der Seite der Stadteinwärtsfahrer auf einem Stück von ca. 2 Metern (Rampe der Brücke, wenn man von der Brücke runterfährt) wieder eine Baustelle aufgestellt. Als es im Winter dann mit Schnee und Eis auf dieser (bergab) Strecke so riskant wurde, habe ich mich mal durch den Amtsdschungel telefoniert und es hat etliche Telefonate gedauert, bis ich den richtigen Bearbeiter am Telefon hatte. Der konnte mir dann nur sagen, dass ihm leider die Hände gebunden sind, weil er noch andere Baustellen hat und bei dieser Brücke die Statik (?) geprüft werden müsste, evtl. ist die Rampe so marode, dass max. ein Lkw dieses Stück befahren darf, damit die Brücke/Rampe nicht zu sehr belastet wird. Ein Lkw belastet so viel, wie zig-Autos (habe die Zahl vergessen). Er schlug mir vor, eine Mail an Frau Junge-Reyer zu schreiben. Das habe ich mangels Zeit noch nicht getan. Jetzt haben wir Mai und es hat sich immer noch nichts getan. Dieses kleine Quadrat von ca. 2-3 m² steht noch immer und nervt jeden Morgen.
    Beste Grüße aus der Hauptstadt der Baustellen
    sunny


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