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Zuständigkeit für eine Baustelle (3)

26. Februar 2011 um 3:33 Uhr von Atari-Frosch

Am Donnerstag Mittag um 12:00 Uhr herum gab es nochmal für ca. 20 Minuten Vibrationen. Der Mensch vom Umweltamt hat sich derweil nicht zurückgemeldet. Warum auch ...

Dafür vibriert Freitag auf Samstag ab 23:30 Uhr wieder das Haus, noch stärker als zuvor. Daß an diesem Wochenende nochmal durchgearbeitet wird, war natürlich wieder nicht angekündigt, warum auch, sind ja nur Anwohner. Rheinbahn, ich werde langsam ernsthaft sauer. Wann ich schlafen soll, ist Euch natürlich auch egal.

01:00 Uhr. Ich gehe zur Baustelle runter, weil mittlerweile auch hintenraus die Fenster vibrieren. Dabei stelle ich fest, daß jetzt die Schienen in der Helmholtzstraße herausgerissen werden, also direkt vor meiner Haustüre. Eine Frau, die angeblich für die Baustelle zuständig ist, behauptet, es seien 500 Infozettel in die Häuser verteilt worden, und das schon letztes Wochenende. Hier waren keine zu sehen. Die wurden dann wohl vom Sub-sub-sub-sub-sub-Unternehmer direkt in den nächsten Altpapier-Container gekippt? — Sie bietet mir ein Hotelzimmer an. Bei meinem derzeitigen Tagesrhythmus nützt mir das genau gar nichts, kein Hotel läßt mich bis 12 oder 13 Uhr schlafen. Außerdem hilft das den Häuserwänden nichts. Die Frage, warum die Gleise schon wieder getauscht werden müssen, wird mir nicht beantwortet.

ca. 01:30 Uhr: Das Vibrieren nimmt weiter zu. Ich schalte den PC ab. Das wird mir für die Festplatten zu gefährlich.

ca. 02:00 Uhr: Ich gehe nochmal runter, schon ziemlich mit den Nerven fertig. Das Vibrieren hat weiterhin zugenommen. Man bietet mir nochmal ein Hotelzimmer an. Die Frage, warum die Gleise schon wieder getauscht werden müssen, kann man mir immer noch nicht beantworten. Ich will die Telefonnummer wissen, die auf diesem angeblichen Infozettel steht. Das sei die der Pressestelle der Rheinbahn, die habe die Baustelle beauftragt. ACH? Und in der Zentrale dort weiß man von nichts, kann mich nicht richtig verbinden und schickt mich zur Stadt Düsseldorf? Natürlich kann ich jetzt nicht dort anrufen, abgesehen davon, daß die Nummer nicht auf der Website steht. Jedenfalls nicht auffindbar.

02:30 Uhr: Mail an die Rheinbahn, mit dem Notebook, über Kontaktformular:

Guten Tag,

vor dem Haus, in dem ich wohne, wird gerade die Straße aufgerissen. Es gab entgegen der Behauptung der Leute an der Baustelle KEINE Information der Anwohner. Die angeblich 500 Infoblätter hat dann wohl der beauftragte Sub-sub-sub-sub-Unternehmer direkt in die Altpapier-Container gekippt?

Im April 2008, im November 2009, im Mai 2010 (nur Fürstenplatz) und jetzt schon wieder wurde/wird hier die Straße aufgerissen, um Gleise auszutauschen. Niemand kann mir erzählen, daß das so häufig nötig ist. Ich möchte bitte eine qualifizierte Begründung dafür!

Im Gegensatz zu den vorherigen Baustellen wackelt diesmal hier buchstäblich das Haus. Die Vibrationen gehen bis in den 5. Stock, und hintenraus wackeln noch die Fenster und außen die Regenrinnen. Niemand kann mir erzählen, daß das der Bausubstanz guttut. Ich habe hier noch kein Erdbeben erlebt, das dermaßen stark ausfiel! Das ging doch auch bei den letzten Malen ohne Wackelei, wenn auch mit viel Gedröhn, warum muß diesmal alles wackeln?

Seit 23:30 Uhr geht das jetzt schon, aber es ist nicht das erste Mal. Schon als vorletzte Wochenende am Fürstenplatz aufgerissen wurde, hat hier alles vibriert, schon stark genug, um mir Sorgen um das Mauerwerk des Hauses zu machen. Ich mußte mehrfach herumtelefonieren (es gab ja keine Information) und landete schließlich beim Umweltamt der Stadt Düsseldorf (494949), wo man sich „erkundigen” wollte — und sich dann nicht mehr meldete.

Ich verlange, daß diese Baustelle stillgelegt wird, bis Geräte eingesetzt werden können, mit denen Sie wie vorher auch die Straße aufreißen können, ohne die Häuser zum Wackeln zu bringen. Und ich verlange eine DEUTLICHE Verbesserung der Informationspolitik!

Keine Antwort ist übrigens auch eine Antwort. Ich werde dann drüber bloggen.

Mit schwer genervten Grüßen
Sabine Becker

03:32 Uhr. Gerade ist es mal ruhig. Wer weiß, wie lange ...

[Update] Ganze 7 Minuten. Es dröhnt und wackelt wieder. [/Update]

4 Kommentare zu “Zuständigkeit für eine Baustelle (3)”

  1. Karl quakte:

    Oh… jetzt kommen die erpressungen: „Keine Antwort ist übrigens auch eine Antwort. Ich werde dann drüber bloggen.“

    und seit wann haben irgendwelche schnöden bürger überhaupt irgendwelche forderungen zu stellen? „Keine Antwort ist übrigens auch eine Antwort. Ich werde dann drüber bloggen[…]“.

    du glaubst doch nicht im ernst, dass sich auch nur irgendein kleines licht dafür interessiert.
    vorallem ist interessant, dass du selbst sagst, „oh, oh, meine festplatten, hilfe hilfe – ich mach den computer aus“, wenige minuten später aber am notebook (was übrigends auch eine festplatte hat) weiterschreibst.

    und jetzt komm mir nicht mit – ach die ist speziell gelagert oder ich hab eine ssd. Dann, meine liebe, frage ich mich ernsthaft, ob denn die anschuldigungen zur schwarzarbeit nicht gerechtfertigt sind! so eine ssd ist ja nicht grad billig.


  2. frosch quakte:

    Ach, der BILD-Karl ist wieder da. Wie war das mit viel Zeit haben und rumnölen?

    Natürlich haben Bürger Forderungen zu stellen. Ich weiß ja nicht, in was für einem Staat Du lebst, aber ich lebe zumindest theoretisch in einer Demokratie. Da haben Bürger mitzureden. Doch, ist echt so.

    Eine Erpressung ist der Hinweis auf Veröffentlichung von Fehlverhalten einer Behörde übrigens nicht. Das nennt man Transparenz. Diese Art von Transparenz hat schon manche Behörde oder Firma dazu gebracht, über ihr Verhalten nachzudenken. Solange ohne Transparenz, also quasi hinter verschlossenen Türen gearbeitet werden kann, erlauben sich Behörden und manche Firmen ziemlich viel. Wenn es an die Öffentlichkeit geht, egal wie groß diese Öffentlichkeit ist, geht da so manchen der Arsch auf Grundeis.

    Firmen reagieren allerdings deutlich stärker auf Publikationen als Behörden. Darauf, von wievielen das dann gelesen wird, kommt es dabei gar nicht an. Es kann nämlich gezielt über Suchmaschinen gefunden werden, was dann vor allem Leute machen werden, die ähnliche Probleme mit der gleichen Firma/der gleichen oder einer gleichartigen Behörde haben. Das reicht schon. Sieht man zum Beispiel gerade schön bei meinem Primacall/Advovox-Artikel (Kommentare!).

    Das Notebook ist übrigens ein Thinkpad T23, das ich geschenkt bekommen habe. Pentium III, 1150 MHz.

    Mit dem Thema des Eintrags hat das im Übrigen schon wieder gar nichts zu tun, aber darauf kommt es Dir ja auch nicht an, nicht wahr? Hauptsache gehetzt, so wie die BILD das ja auch macht. Schönes VorBILD, doch, echt. (Wieso hat der sicher fleißig arbeitende BILD-Karl eigentlich um 8:23 Uhr so viel Zeit, um in anderer Leute Blogs zu nölen?)


  3. arkay3 quakte:

    Ohmann, dieser „BILD-Karl“ hat wohl wirklich einen psychischen Knacks. Seinen Kommentar finde ich derart unangebracht. Man kann die aktuelle Probleme von atarifrosch so oder so sehen, aber Beleidigungen und sinnentleerten Unterstellungen wie „ob denn die anschuldigungen zur schwarzarbeit nicht gerechtfertigt sind! so eine ssd ist ja nicht grad billig.“ sind ja wohl das allerletzte. Leider kenne ich Menschen dieser Art. Man kann immer nur weinen, wenn man bedenkt, dass man von derselben Art ist.


  4. Lord_Pinhead quakte:

    Hey Frosch 🙂 Nimm es mal von der Seite: Andere müssen zum Masseur gehen um durchvibriert zu werden 😉

    Viel Glück mit deiner Baustelle damit du bald wieder ruhig schlafen kannst.

    Gruß Lordi


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