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Probleme mit einem Alan Map 500

22. März 2011 um 23:08 Uhr von Atari-Frosch

Als ich mit dem Geocaching anfing, überließ mir Michael Fuchs freundlicherweise ein GPS-Gerät mit der Bezeichnung Alan Map 500. Das war im April letzten Jahres.

Im Sommer fing das Gerät dann damit an, gelegentlich die eingegebenen Waypoint-Koordinaten auf der letzten Stelle einfach mal um 1 runterzusetzen. Ich gab also die Koordinaten ein, speicherte ab, rief sie sofort wieder auf und bekam bereits den veränderten Wert angezeigt.

Das fing mit der Nordkoordinate an, die hinten plötzlich immer mal wieder eine 3 statt einer 4 stehen hatte. Auch eine am Schluß stehende 0 gefiel dem Gerät anscheinend nicht so gut, also zählte es einfach um 1 herunter. Als nächstes geschah das auch gelegentlich bei den Ostkoordinaten, und schließlich wurden beide Änderungen bei beiden Koordinaten-Teilen zum Standard. Eine Änderung dieses letzten Wertes um 1 macht nach Schätzung eines anderen Geocachers etwa 10 Meter Differenz für die jeweilige Richtung aus. Damit kann man zwar die meisten Caches immer noch finden, aber es stört halt schon ein wenig.

Seit Februar werden die Koordinaten teils auch mal ganz massiv geändert. Das geht soweit, daß nur noch die Gradwerte korrekt sind, aber bei den Minutenangaben so gut wie nichts mehr stimmt. Oder die Anzeige sieht zwar korrekt aus (bis auf die unvermeidliche letzte Stelle), aber ich werde in der Kompaß-Darstellung trotzdem ein paar hundert Meter am Ziel vorbeigelotst. Das merkte ich kürzlich bei einem traditionellen Geocache, dessen Position nicht nur in Koordinaten, sondern auch in der Beschreibung des Cache-Listings sehr genau angegeben ist. Ich stand an der beschriebenen Stelle — und da gibt es auch gar keine Zweifel, daß diese Stelle die richtige sein muß —, und das Gerät behauptete, ich müsse noch etwa 780 Meter weiter nach Osten.

Einen Tag später leitete mich das Gerät falsch, als ich zu Koordinaten wollte, die ich mir vorher dort am Ort eingespeichert hatte. Die hatte ich also nicht manuell eingegeben, sondern vorher durch Satellitenpeilung messen lassen und dann als Waypoint eingespeichert. Zum Glück hatte ich von einem Cache noch einen anderen Waypoint parat, der keine 50 Meter neben dem angepeilten Ziel liegt, und der nicht verändert worden war, sonst hätte ich von einem Abendspaziergang wohl nur mit großen Umwegen zurückgefunden.

An dem Punkt war klar: Ich muß das Gerät entweder wieder dressiert bekommen oder mir ein anderes besorgen. An letzteres ist allerdings allein schon aus Kostengründen derzeit nicht zu denken. Aber so kann ich damit nichts mehr anfangen; da ich selbst nicht sehr orientierungsstark bin, würde ich mich spätestens bei ländlichen Caches oder im Wald gnadenlos verlaufen.

Michael Fuchs riet mir dazu, die Firmware zu aktualisieren. Also gut. Um also trotz meiner aktuellen Netzwerkprobleme etwas Sinnvolles tun zu können, lud ich mir am Montagabend im Chaosdorf-Clubraum Anleitung und Firmware für das Gerät von der Firmen-Website aufs Notebook herunter, um sie zu Hause ins Gerät einzuspielen.

Die Firmware gibt es in einer Version 2.05ZA (final) und in einer Version 3.0 (experimental). Die 2.05ZA gibt es wiederum in zwei Varianten: Für die Benutzung mit und für die Benutzung ohne CF-Karte. Da ich den CF-Kartenslot bisher noch nicht entdeckt hatte, dachte ich zunächst, ich hätte vielleicht eine Geräte-Variante ohne CF-Kartenleser, und wählte die Version für die Benutzung ohne CF-Karte. Die Version 3.0 lud ich zwar auch mal sicherheitshalber mit herunter, allerdings sind deren Erweiterungen für mich recht uninteressant, da geht es nur um Routen. Ich brauche für das Geocaching ja nur die Waypoints und benutze dabei nicht mal das Kartenmaterial (wobei das sowieso gnadenlos veraltet sein dürfte und ich die Kartenanzeige nicht als sehr hilfreich empfinde).

Zu Hause sah ich mir dann also mal die Anleitung an. Die erzählte mir etwas von einem RS232-Datenkabel, das natürlich nicht dabei ist. Es wäre zu einfach, zu glauben, ich könnte da jetzt ein normales Modemkabel verwenden, denn am Map 500 befindet sich kein serieller Eingang, sondern eine spezielle runde Buchse, etwa so dick wie der Pin eines Chinch-Steckers. Es muß daher also auch ein spezielles RS232-Kabel sein.

Und selbst wenn ich dieses Kabel hätte, wäre das immer noch zu einfach: Das Gerät kann darüber nämlich nur über eine Windows-Software angesprochen werden. Weder habe ich einen Windows-Rechner, noch besitze ich die passende Software-CD. Ich habe auch keine Download-Möglichkeit für diese CD auf der Website entdeckt (was nichts heißen muß, vielleicht habe ich sie auch einfach übersehen).

Aber da war ja noch die Rede von einem CF-Kartenslot. Die Anleitung informierte mich darüber, wo ich diesen finden würde: Man muß den Batteriedeckel abnehmen, die Batterien herausnehmen, und dann kann man eine CF-Karte nach unterhalb des Batteriefachs einschieben. Aha. Soso. Was die Anleitung nicht verrät, sind so Kleinigkeiten wie zum Beispiel, wie die Karte formatiert sein muß oder wie man das Gerät dann dazu überredet, das Binary in sein ROM zu kopieren — sofern das überhaupt vorgesehen sein sollte.

Die Formatierungshinweise fand ich dann heute in einem separaten PDF: Die Karte muß mit FAT16 formatiert sein. Von FAT32 und NTFS wird explizit abgeraten. Außerdem darf sie maximal 512 MB Kapazität haben, wobei ich vermute, daß bei größeren Karten alles oberhalb von 512 MB einfach ignoriert wird.

Mittlerweile ist mir aufgefallen, daß die Version 2.05ZA bereits im Gerät vorhanden ist. Aber OK, es kann ja sein, daß der Inhalt des ROMs irgendwie beschädigt wurde. Ansonsten wüßte ich keinen Grund, warum das Gerät einfach so die Koordinaten der Waypoints verändern sollte, und das direkt nach der Eingabe.

Aktueller Stand: Es ist etwas mißverständlich in der Anleitung, aber ich gehe mittlerweile davon aus, daß das Einspielen der Firmware über die CF-Karte definitiv nicht vorgesehen ist. Ich habe vorhin eine E-Mail an den Support geschickt mit einer Fehlerbeschreibung sowie der Anfrage nach dem nötigen Zubehör, also dem Spezialkabel und der Software-CD. Außerdem habe ich gleich noch gefragt, ob der beschriebene Fehler überhaupt von einer fehlerhaften Firmware erzeugt werden oder ob es dafür andere Gründe geben könnte, und wie ich das Gerät dann wieder einsatzfähig bekomme. Auf die Antwort bin ich schon gespannt.

Wenn jemand ein GPS-Gerät übrig hat, das dann gerne auch mit Linux sprechen darf, nehme ich das allerdings gerne an 🙂

2 Kommentare zu “Probleme mit einem Alan Map 500”

  1. Oli quakte:

    Hallo,
    ich hab auch mal mit einem Alan Map angefangen, die Meinungen zu dem Gerät gehen ja weit auseinander, also ich könnte mich jetzt noch ärgern, daß ich meins dann doch zu gunsten eines moderneren Navis verkauft habe, jetzt hätte ich gerne wieder eins zum „Spielen“ 😉
    Falls du noch mit dem Alan kämpfst ( der Beitrag ist ja schon etwas älter) kann ich dir diese Seite empfehlen : http://service.alan-electronics.de/main-int.htm . Hier (unten links auf „Ältere Produkte“ und dann auf „GPS und Zubehör“ findest du alles was es zum Alan Map noch im Internet zu finden gibt, vielleicht hilft es dir ja weiter. Aktuelle Karten gibts auch noch hier: http://wiki.openstreetmap.org/wiki/User:Computerteddy#Kartendateien_f.C3.BCr_Alan_MAP500.2FMAP600_vom_08.05.2012.2F04.08.2012
    MfG Oli


  2. frosch quakte:

    @Oli, nein, ich kämpfe damit nicht mehr. Ich will mir nur „irgendwann” mal noch die Frontscheibe für mein neueres Gerät zurechtschleifen lassen, weil das (gebraucht) mit einer ziemlich zerkratzten Scheibe kam.


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