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Mindestens 10 Euro!

6. April 2011 um 15:05 Uhr von Atari-Frosch

Mindestens 10 Euro brutto lohnsteuerfrei!

Eines der Argumente unserer asozialen Bundesregierung dafür, Hartz IV nicht auf eine menschenwürdige Höhe anzuheben, besteht ja darin, daß dann ja keiner mehr arbeiten gehen würde, weil der Unterschied zu den Niedriglöhnern nicht mehr vorhanden sei. Dabei verschweigen diese Berufs-Asozialen, daß sie und ihre Vorgänger-Regierung das doch genau so gewollt hatten: Die Regierung unter „Gazprom-Gerd” Gerhard Schröder hatte den Niedriglohnsektor als neue Errungenschaft eingeführt; Schröder selbst hatte ihn vor den Bonzen in Davos noch gelobt.

Die Lösung kann daher nur heißen: Wenn selbst vollzeitig Arbeitende keinen Lohn mehr erhalten, der ihnen ein menschenwürdiges Leben erlaubt, dann müssen die Löhne eben steigen!

Um dieser Forderung mehr Nachdruck zu verleihen, wurde die Blog-Aktion 10 Euro Mindestlohn ins Leben gerufen, die ich hiermit gerne unterstütze.

Gern erzählen uns Politiker so Sprüche wie „Arbeit muß sich wieder lohnen” oder „Sozial ist, was Arbeit schafft”. Sie verschweigen uns jedoch, daß sie uns nur beschäftigt, aber nicht ordentlich bezahlt sehen möchten. Für wen soll sich die Arbeit denn lohnen? Für die Konzerne und natürlich für den Fiskus. Aber doch nicht für die Arbeitenden!

Im schönsten Neusprech wird uns erzählt, daß nicht die Arbeitenden die eigentliche Leistung erbringen, sondern ein paar wenige sogenannte „Leistungsträger”. Genau die tun aber gar nichts für die Unmengen an Geld, die sie sich täglich, monatlich, jährlich auf Kosten der Gesellschaft in die Taschen stopfen, sondern sie lassen arbeiten. Das muß sich ändern!

Ich darf in diesem Zusammenhang auch noch einmal an diese interessante Studie aus Großbritannien mit dem Titel Cleaners 'worth more to society' than bankers erinnern, in welcher ermittelt wurde, welchen Wert Arbeit für die Gesellschaft wirklich hat. Darin schneiden die sogenannten Leistungsträger aber mal ganz miserabel ab!

Man muß sich dann auch nicht mehr wundern, warum der Service in Deutschland so dermaßen miserabel ist. Wieso sollte sich jemand für seinen Arbeitgeber und dessen Kunden den Arsch aufreißen, wenn die Bezahlung so übel ist, daß man sich nicht mal eine neue Waschmaschine kaufen kann, wenn die alte kaputtgeht?

Und da Arbeitgeber eher selten freiwillig ordentliche Löhne bezahlen, müssen sie eben gesetzlich dazu gezwungen werden.

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