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Rewe: Kassenzettel prüfen!

25. Juni 2011 um 23:31 Uhr von Atari-Frosch

Derzeit ist es zumindest beim Rewe am Fürstenplatz (Düsseldorf-Friedrichstadt) sehr zu empfehlen, sich die Preise der gekauften Artikel zu merken und das hinterher mit dem Kassenzettel zu vergleichen. Seit einigen Wochen stelle ich dort regelmäßig bei jeweils einem Artikel pro Einkauf eine Differenz zum Preis am Regal von 10 Cent fest. Bei einem einzelnen solcher Fehler sag ich ja nix. Bei zweien guck ich grimmig. Aber gestern gab's den dritten. Und heute auch noch einen vierten.

Ich habe nun mal ein verdammt gutes Kurzzeitgedächtnis bei Zahlen, und die Preise der Artikel, die ich regelmäßig kaufe, habe ich sowieso im Kopf. Da fällt mir sowas sofort auf.

Gestern hatte ich das dann doch mal reklamiert, obwohl ziemlich viele Leute an der Kasse anstanden (wie bei den beiden vorigen Malen auch). Es war ein Mikrowellenmenü gewesen, das mit 1,89 € am Regal ausgezeichnet war, an der Kasse aber mit 1,99 € berechnet wurde. Die Substitutin (vermute ich mal, die Ladenleiterin war's nämlich nicht) entschuldigte sich und drückte mir 50 Cent in die Hand, auch als Entschuldigung für die vorigen beiden Male.

Als Begründung für die Differenz gab sie an, daß es Preiserhöhungen gegeben habe, aber die Änderungen in der Kasse und die am Regal nicht zeitgleich erfolgen könnten. Die Änderungen für die Kasse werden wohl automatisch von der Zentrale her eingespielt, während sie die Preisschilder an den Regalen händisch austauschen müssen — und dafür ist dann nicht immer genügend Personal vorhanden.

Von den 50 Cent waren also 10 für gestern, 20 für die beiden vorigen Male — und heute kamen nochmals 10 Cent zum Abzug. Diesesmal war es eine Dose Prinzeßbohnen der Marke Ja!, die am Regal mit 0,45 € angeschrieben stand und an der Kasse 0,55 € kostete. Einen haben sie also sozusagen noch frei, danach werde ich wohl wieder bei der Ladenleitung auf der Matte stehen.

Diese Unterbesetzung in den Supermärkten ist ja kein Zufall. Das macht nicht nur Rewe, das machen auch genauso Aldi, Lidl, Edeka, Netto und wie sie alle heißen. Zeitweise versuchen die Läden, den gewollten Personalmangel dann mit oft völlig unterbezahlten Leasingkräften abzufangen, die dann primär Regale einräumen, aber damit ist es ja nicht getan. Das kann aber nun nicht mein Problem sein; Arbeitslose gibt es ja schließlich genug.

Leider habe ich hier in der Ecke kaum eine vernünftige Ausweichmöglichkeit. Der Netto in der Corneliusstraße ist diesbezüglich auch nicht besser (da laufen eher noch weniger Verkäuferinnen drin rum), und die haben nicht alles im Angebot, was ich so gerne hätte. Der direkt konkurrierende Aldi, den es am Fürstenplatz mal gab, hat schon vor Jahren zugemacht und ist in die Bilker Arkaden gezogen. Das ist mir dann aber wieder zu weit, da muß ich dann meistens einen Fahrschein stechen, wenn ich nicht nur Kleinigkeiten einkaufe.

Also paßt auf, wenn Ihr bei Rewe einkauft, ob die Kassenzettel stimmen. Bei vielen Malen 10 Cent wird da auch ein ordentlicher Batzen Geld draus.

14 Kommentare zu “Rewe: Kassenzettel prüfen!”

  1. hoohead quakte:

    Ist mir auch schon öfters aufgefallen, bei uns ist er der Lidl der regelmäßig Preisdifferenzen hat, natürlich immer zu Lasten des Kunden. Falsche Bescheidenheit auch wenn der Laden voll ist, ist fehl am Platz, sonst weiten die Ihre „Masche“ noch aus.


  2. Jörn quakte:

    Habe ich jahrelang in Dortmund im REWE an der Möllerbrücke erlebt. Als dann der Ladenleiter pampig wurde, („Sie wollen doch nicht im ernst, dass ich bei so einer langen Schlange nachschauen gehe.“) habe ich den Laden gewechselt. Aber da scheint ja echt System dahinter zu stecken.


  3. Fozzie quakte:

    Ich bewundere deine Aufmerksamkeit; Respekt! Ich hätte die genauen Preise auf dem Weg vom Regal zur Kasse schon wieder vergessen.
    Meine Freundin ist übrignes genauso drauf – der entgeht nichts. Ich glaub das ist zwar in einzelnen Situationen vorteilhaft, aber insgesamt hat man doch mehr Ruhe wenn einem das Gehirn solche Kleinigkeiten wegfiltert.


  4. DerMaex quakte:

    Ob ich jetzt 45, oder 55 Cents bezahle, macht immerhin einen Preisunterschied von über 20% aus. Da hört der Spass nämlich wirklich auf.

    Ich gehöre sicherlich nicht zum pingeligen Klientel, aber einen Artikel 20% billiger anzupreisen als dann verrechnet wird, ohne den Kunden selbständig darauf aufmerksam zu machen, grenzt meiner Meinung nach schon an Betrug im grossen Stil, denn tausenden Konsumenten wird sowas gar nicht erst auffallen.


  5. genervt quakte:

    ………… das passiert hier in Ratingen, beim Einzelhandel Ratio (ehemals Novo) seit Jahren. Ganz besonders werden die Angebotspreise oft nicht in die Kassen übertragen. Tausende kaufen dann Ware, die eigentlich preiswerter ist, zu normalen Preisen und das schlimmste ist, sie merken es noch nichteinmal 🙁


  6. Fifi quakte:

    Eine Möglichkeit wäre einfach zum Filalleiter zu gehen und den Bereichsleiter zu verlangen. Telefonisch (Der Bl ist selten im Haus) kann man sich dann nach Gutdünken über den pflichtvergessenen Filalleiter auslassen.
    Wenn das auch keine Wirkung zeigt, dann wäre die nächste Alternative einfach in der Zentrale anzurufen und dort Beschwerde einzureichen (beim Verkaufsleiter).

    Aber wie mans dreht und wendet, je höher man sich beschwert, umso schlimmer kommt es dann bei den Niedrigsten (Kassierern) an, die eigentlich nix dafür können, weil die Preisaustauschpflicht beim Filalleiter liegt.


  7. bed quakte:

    War gerade Thema in Markt im 3ten, NDR oder WDR.
    Scheint System dahinter zu stecken und Betrifft auch z.B. Baumärkte.
    Vielleicht knnte man ja mit dem FotoHandy / Smartphone alle Sachen im Regal fotografieren und ne App den Kassenzettel scannen und vergleichen lassen.
    Sportliche Aufgabe 🙂
    Ich mache hier gleich mal mein Urheberrecht für die Idee geltend.


  8. Gerry S. quakte:

    Hi Frosch,

    gut, dass Sie das heisse Eisen mal anfassen!

    Vor vielen Jahren kam ich auf den Spruch: ‚Wir sind umzingelt von Verbrechern‘!

    Das meinte ich natürlich nicht in Bezug auf den Einzelhandel!

    Trotzdem passe ich beim Einkaufen auf, wie ein Höllenhund!

    Einige Beispiele aus den letzten Wochen:

    Statt Sharon zu 0,49 und Weintrauben zu 1,49 2 X Weintrauben auf dem Bon! Irren is‘ doch menschlich!

    Kiwis werden angeboten zu 0,15/Stück! Unter dem Schild liegen 4er Packungen! 2 St genommen! An der Kasse werden 2 X 1,29 angezeigt! Die zu 0,15 seien unverpackte gewesen, die aber ausverkauft wären! Storno!

    Auf dem Kassenbon finde ich ein Getränk zu 0,89, welches ich garnicht kenne! Kassiererin kennt das angeblich auch nicht, sagt aber dann zur Leiterin, dass sie versehentlich mit ihrem Eigenbon bei mir weitergemacht hätte!

    Birnen sollten 1,29 kosten! An der Kasse werden daraus 1,79! Die zu 1,29 wären anders verpackt! Gibt aber nur eine Sorte in der Auslage! Storno!

    Statt Papaya aus dem Angebot für 1,29, Mango zu 1,79 auf dem Bon!

    Alle Trockenfrüchte werden mit 50 % Nachlass angeboten! Auf dem Bon steht der volle Preis! Der ermässigte Preis gelte nicht für die gekaufte Sorte! Storno!

    Erdbeeren stehen statt für 1,29 mit 1,79 auf dem Bon! Die zu 1,29 seien die Spanier gewesen, die aber ausverkauft wären! Storno!

    Wenn ich in Eile bin, gebe ich mich mit Stornos zufrieden! Wenn ich Zeit habe, verlange ich die Leitung und bestehe auf Herausgabe der Ware zum angebotenen Preis! Falls ich auf Widerstand stosse, stelle ich ein Schreiben an die Gebietsleitung in Aussicht oder, biete auch schon mal an, dass ich publikumswirksam, laut schreiend, im Laden zusammenbrechen könnte! Das hilft immer!

    Mittlerweile habe ich beschlossen, zukünftig auf, als Lebensmittel getarnte, Füllstoffe zu verzichten und mit dem Anbau von Früchten, Gemüse, Salat begonnen! Demnächst brauche ich dann auch keine Zutatenlisten mehr zu studieren, die mittlerweile auf mich wirken, wie Beipackzettel für Pharma-Hämmer!

    Grüsse und … bleiben’Se wachsam!

    Gerry S.


  9. Tom quakte:

    Es ist schon ärgerlich wenn die Kassenpreise nicht immer mit den Regaletiketten übereinstimmen, vor allem wenn sichs häuft. Nun arbeiten auch Menschen in solch Läden und irren ist bekanntlich menschlich. Wenn z.B. montags Angebotspreise der Vorwoche angehoben bzw aktuelle Werbeartikel abgesenkt werden, dauert es nun mal auch einige Zeit bis hunderte Preise aktualisiert werden. Da passieren Fehler. Genauso wie die Technik manchmal was merkwürdig ist 🙂 Wer nett fragt wird auch idR. kulant und Kundenorientiert behandelt. Einen auf radikal von wegen Brief schreiben und „heulend auf den Boden werfen“ zu machen, wirkt dann doch eher was kleinbürgerlich und sollte dann doch auf die Vernunft Erwachsener plädieren. Zur Info, informiert euch mal bitte im HGB wann ein rechtlicher Kaufvertrag im Handel zustande kommt und fragt euch dann nochmal, ob ihr das „Recht“ zu dem ausgeschilderten Preis habt. Rein theoretisch könnte die Kassierin/Verkäufer sagen, „ich verkaufs Ihnen nicht“ aber das wäre in der Praxis doch was absurd. 🙂
    Kommt auch oft genug vor, das Kunden nicht lesen können: Beworben wird die 750-g Packung Aprikosen, greifen zur 1000-g Packung und beschweren sich; „das ist doch in der Werbung!“ Oft genug als Kunde miterlebt *kopfschüttel*
    Zum Thema, das wird systematisch gemacht: solch eine Unterstellung ist absurd! KEIN Handelsunternehmen macht sich dadurch einen guten Ruf und versucht solch Fehler auch abzustellen! Wer natürlich sich zuhause ärgert und bescheid gibt, kann auch nicht erwarten das der Fehler von alleine verschwindet.

    Der Kunde ist König, solange er sich auch königlich verhält 😉

    In diesem Sinne…


  10. DerMaex quakte:

    @Thomas, Du verwechseslst hier ein bissl was…. der Blog richtete sich nicht gegen Firmen, die die Gesetze verletzen, sondern gegen Firmen, die A…löcher auf Kosten der Konsumenten sind.

    Und wenn Du mit „freundlich sein“ argumentierst… dann dürftest Du ein grundlegendes Verständnis-Problem haben. – Und wenn ich damit nicht recht haben sollte… es ist ja laut Gesetz abgedeckt, ich darf das vermuten….


  11. Thomas quakte:

    Hallo,

    ich habe das gleiche gestern (03.03.2012 11h) beim Rewe in Köln Ostheim erlebt.
    Ich habe mir das Cremissimo Eis (Schokolade) gekauft: Auf dem Preisschild stand 2,99€, an der Kasse hatte ich 3,39€ zu zahlen! Ich bin aus allen Wolken gefallen.

    Ich habe dann Rücksprache mit einer Mitarbeiterin gehalten: Diese gab mir meine 40 Cent zwar schnell zurück, aber hat sich weder dafür entschuldigt noch kam auf meine Anfrage, wann das endlich korrigiert würde, eine Antwort.

    Das ist meines Erachtens VORSÄTZLICHER Betrug und ich werde nicht zögern, den Verbraucherschutz einzuschalten.

    Aber ich als Einzelperson habe wenig Chancen. Wir sollten im Kollektiv das Problem angehen. Es darf nicht sein, dass sowas zur Regel wird!


  12. Sophie quakte:

    ich habe heute 2 Kuchen gekauft, und der Preis 4.44Euro steht vor dem Kuchen, aber bei Kasse hat man trotzdem 7.99Euro, der originale Preis abgerechnet. Ich war zurück zu der Kasse gekommen, und die Kassieren hat sich gar nicht entschuldigt, sondern einfach meine Geld zurückgegeben. Das ist schon 2. Mal!


  13. Gunnar quakte:

    Bei mir im REWE in Hamburg Ecke Kieler Straße. – Volksparkstr. hab ich das auch schon gefühlte 100 Mal erlebt (zuletzt heute Morgen). Das krasseste war der Spruch von der Kassiererin als ich sie darauf aufmerksam gemacht habe, dass die gebonten Pflaumen für 2,49 eigentlich Zweschgen für 1,29 sind: „Da hab isch keine Aaahnung von…“. Für diese Ahnungslosigkeit bezahl ich drauf. Ich frag mich, ob die Kassierer im vorauseilenden Gehorsam lieber zu viel als zu wenig buchen oder ob das Unternehmen das vorgibt… Aber was es auch ist, es nervt wenn ich mal eben schnell was holen will und dann den ganzen Stornokram und die Diskutiererei und die genervten Blicke hinter mir dazukriege…


  14. Wolfgang quakte:

    Edel Marzipanstolle lt. Preisschild 2,59 EUR bei REWE, Kustrenaer Str. 75 in 06406 Bernburg wurde mit 2,99 EUR in die Kasse gebucht und von mir bezahl. Nach meiner Kontrolle und Reklamation musste ich lange warten und bekam dann nicht die zu viel abkassierten 0,40 EUR zurück. Obwohl ich darauf bestand wurde es mir mit den Worten: WIR SIND DAZU NICHT VERPFLICHTET verweigert und mir angeboten die Stolle im Geschäft zu lassen. Das Preisschildschild wurde nach Kontrolle durch leitende Rewemitarbeiter auch nicht entfernt.
    Das war heute schon das 5x (fünfte Mal), dass die Preise am Warenschild nicht mit denen die an den Kassen im. o.g. REWE Markt bei mir NICHT stimmten. 3x kümmerte sich der Marktleiter persönlich um meine berechtigte Reklamation. Da wurde dann schon mal ein neuer Kassenbon mit Äpfel gedruckt obwohl ich Orangen kaufte, um den falschen Preis auszugleichen. Und wieder heute, kein Wort der Entschuldigung!
    Ich fühle mich vorsätzlich betrogen und möchte andere Kunden vor dieser dreisten Abzockerei warnen und schützen.
    Welche rechte hat man als vertrauensvoller Kunde? Ist man wirklich dieser Willkür ausgeliefert?


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