Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

Zur Website | Impressum

LinkedIn spammt

27. Juni 2011 um 16:35 Uhr von Atari-Frosch

Jemand schickte mir am 22. Juni eine Einladung zu LinkedIn. Diese löschte ich, denn zum einen kenne ich den Absender nicht, und zum anderen habe ich kein Interesse daran, mich in einem weiteren sozialen Netzwerk einzutragen. Für mich war das damit dann auch erledigt, nach dem Motto, wenn ich nicht reagiere, bekomme ich nichts mehr.

Aber LinkedIn gibt nicht so leicht auf. Heute erhielt ich eine „Erinnerungsmail” (Realname und Mailadresse durch XXX ersetzt, Links verkürzt):

LinkedIn

This is a reminder that on June 22, XXX sent you an invitation to become part of his or her professional network at LinkedIn.

Follow this link to accept XXX's invitation.

https://www.linkedin.com/[...]

Signing up is free and takes less than a minute.

On June 22, XXX wrote:

> To: [frosch@bilkinfo.de]
> From: XXX [xxx@xxx]
> Subject: Invitation to connect on LinkedIn

> I'd like to add you to my professional network on LinkedIn.
>
> - XXX

The only way to get access to XXX's professional network on LinkedIn is through the following link:

https://www.linkedin.com/[...]

You can remove yourself from XXX's network at any time.

--------------

© 2011, LinkedIn Corporation

Liebe Leute von LinkedIn (ja ich weiß, ist eine amerikanische Firma, die sich für paranoide datenschützerische Deutsche nicht interessiert):

  1. Eine Mail als Einladung wäre ja OK gewesen, wenn ich meine Adresse blocken könnte.
  2. Die Erinnerungsmail als solche ist schonmal die erste Frechheit; wenn ich nicht reagiere, dann habt Ihr das zu akzeptieren.
  3. Aber die richtig große Frechheit ist, daß ich mich, so wie ich das lese, erst mal eintragen muß, um mich dann (vielleicht?) wieder austragen zu „dürfen”.

Das Blöde ist, daß dieser Laden damit vermutlich auch noch Erfolg hat. Die Mails kommen ja schließlich (üblicherweise, vermute ich mal) von Leuten, die man kennt, auch wenn mir „XXX” in diesem Fall nicht bekannt ist. Es besteht allerdings die Möglichkeit, daß ich „XXX” nur unter einem Nicknamen kenne.

In jedem Fall hat sich LinkedIn bei mir als seriöses soziales Netzwerk absolut disqualifiziert. Was LinkedIn sonst noch mit den Mailadressen macht, die sie von „Einladern” frei Haus geliefert bekommen, möchte ich vermutlich gar nicht wissen.

Generell gilt: Wenn Ihr jemanden darum bitten möchtet, Euch in ein soziales Netzwerk zu folgen, dann sagt ihm bitte das per E-Mail, am Telefon oder beim persönlichen Plausch (soll es ja gelegentlich noch geben), von mir aus per Fax oder sonstwie, aber benutzt nicht die Einladungsfunktion des jeweiligen Netzwerkes. Ihr wißt nicht, was dort mit der Mailadresse passiert, mit welchen weiteren Daten sie verknüpft wird, wofür sie sonst noch verwendet wird und wie intensiv der Mailempfänger dann belästigt wird.

[Update 2011-07-04 19:46] LinkedIn entblödete sich nicht, noch ein weiteres Mal zu spammen. Heute morgen um 09:09 Uhr kam die zweite „Erinnerungsmail”. Ich bin mal gespannt, wie lange sie das Spielchen treiben wollen. [/Update]

5 Kommentare zu “LinkedIn spammt”

  1. Fjunchclick quakte:

    > In jedem Fall hat sich LinkedIn bei mir als seriöses soziales Netzwerk absolut disqualifiziert.

    Gibt es denn seriöse soziale Netzwerke? Meiner Meinung nach nicht, denn alle gaukeln den Nutzern vor, dass sie dazu da sind, soziale Kontakte zu pflegen, nette Leute „kennenzulernen“ und total witzige Spiele zu spielen. Und das ist eine dreiste Lüge, denn alle(!) diese Unternehmen wurden einzig und allein gegründet, um mit Werbung und Datenhandel Geld zu scheffeln, mehr steckt nicht dahinter.


  2. frosch quakte:

    @Fjunchclick: Ja ok, so kann man’s natürlich auch sehen. Es gibt aber durchaus seriöserE Netzwerke, die eben nicht spammen. 🙂


  3. Joachim quakte:

    Herzliches REQUARK Frosch.

    Du hast es wenigstens richtig gemacht und einfach weggeklickt!

    Folgende Situation vor ca. 1 1/2 Jahren. Telefongespräch mit einer Kollegin. Sie zu mir: „Warte, ich Mail es Dir eben.“. drei Minuten Später ist die Mail da von „Lieschen Müller….“ Und ich Trottel drücke drauf. Eine wunderbar lau weißen Fenster ploppt auf, „Du bist noch nicht beim Gesichtsbuch, tausende Idioten warten auf Dich….. usw“. Toll, nun kannte FB nicht nur meine Mailadresse, sondern sie wussten auch, dass die Mailadresse echt war.

    Vor da an wurde ich regelmäßig daran erinnert, wer nun alle im Fressenheft ist. Und noch schlimmer, in den 80er fragte man nach der Telefonnummer, in den 90er nach Handy, in den 2000er nach E-Mail und heute wundern sich selbst so alte Säcke wie meiner einer, das man eben NICHT bei Facebook ist.

    Ich denke mein Vorposter „Fjunchclick“ hat mit seiner Frage nach der Seriosität ist durchaus berechtigt.

    JO

    P.S. FB hat es dran gegeben, oder meine Freunde, oder ich habe keine mehr… Wie auch immer, mittlerweile herrscht Ruhe. Zum Glück


  4. ninou@t-online.de quakte:

    Noch aktuell?


  5. frosch quakte:

    @ninou: Derzeit nicht. Vermutlich gilt das aber nur so lange, wie nicht wieder jemand auf die bekloppte Idee kommt, mich dorthin einladen zu wollen.


Kommentieren

Bitte beachte die Kommentarregeln!

XHTML: Du kannst diese Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>