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Urheberrecht im Netz

15. November 2011 um 14:12 Uhr von Atari-Frosch

Ich hatte da gerade einen Dialog mit einem Nutzer auf Google+ — da der nur eingeschränkt zugänglich ist, gibt's keine Namensnennung und keinen Link. Aber darauf kommt es auch nicht an.

Die Aussage war: Im Prinzip sei es so, daß man alles, was man hier [auf Google+] postet, als allgemeines geistiges Eigentum deklariere. Es gebe natürlich ein paar fiese Gesellen, die einen dann abmahnen. Tja, das ist leider eine klassische, wenn auch offenbar weit verbreitete Fehleinschätzung.

Meine Antwort darauf:

Alles, was im Netz publiziert wird (egal ob in Google+, Twitter, auf dem eigenen Blog, auf Websites etc.), unterliegt erstmal dem Urheberrecht des Autors. Wenn keine Lizenz angegeben ist, ist daher der Autor zu fragen.

Ich werde regelmäßig stinkig, wenn Leute hergehen und meine Fotos ungefragt in Communities wie knuddels.de oder so einbinden (am besten noch direkt von meinem Server aus, weil sie dort ja nichts eigenes hochladen dürfen, so daß ich auch noch den zusätzlichen Traffic habe) — ohne jeglichen Hinweis auf die Herkunft des Bildes. Zwar könnte man mit einem Blick in den Quellcode sehen, wohin das <img src> zeigt, aber wer macht das schon?

Das gleiche gilt für Texte, die ich geschrieben habe, da schwirren auch ein paar von mir wild kopiert in der Gegend rum, ganz überwiegend ohne Quellenangabe.

Wenn sich dann noch jemand erdreisten würde, Bilder und/oder Texte von mir ohne zu fragen kommerziell zu nutzen, und ich steig dahinter, dann kannst Du Deinen Arsch drauf verwetten, daß ich den kostenpflichtig abmahne und auch mit einer Klage überhaupt keine Probleme habe. Denn mit der Arbeit von anderen, insbesondere von Zwangsverarmten, ohne diese zu fragen, Geld zu verdienen, ist einfach nur noch Arschlochverhalten.

Bislang mußte ich nicht so weit gehen, aber ich will auch niemandem raten, mich diesbezüglich herauszufordern. Ich kann auch sehr ungemütlich werden.

Wenn ich eine Lizenz angegeben habe, ist das was anderes, sofern sich dran gehalten wird. Für Fotos wähle ich überwiegend CC-BY-NC-SA, aber das gilt auch nur, wenn's dabeisteht. Ansonsten erwarte ich, vor der Verwendung meiner Fotos um Erlaubnis gefragt zu werden.

(Mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen könnte ich das sicher lockerer sehen. Hamwer aber nich'.)

2 Kommentare zu “Urheberrecht im Netz”

  1. Yury quakte:

    Ja, das ist schon übel mit den Kopien im Web. Vor allem, weil es von Google auch noch als Duplicate-Content angesehen werden kann. Besonders Anleitungen und Tutorials werden gern kopiert. Gegen die Einbindung der Bilder durch Besucher in Foren habe ich jedoch nichts.. 99,9% ahnen ja nicht ein Mal, das die was „verbotenes“ machen.


  2. frosch quakte:

    @Yury: Daß sie es nicht „ahnen”, macht es nicht besser …


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