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Abrechnung à la JobCenter

6. April 2012 um 15:06 Uhr von Atari-Frosch

Dinge könnten manchmal so einfach sein. Wenn es da nicht das ARGE, neuerdings JobCenter genannt, gäbe.

Ich hatte vor drei Wochen den Verlängerungsantrag für das ALG II eingeworfen und noch einen Brief dazugeschrieben. Das Haus, in dem ich wohne, wird nämlich seit wenigen Monaten von einer Hausverwaltung betreut und nicht mehr von den Vermietern selbst. Und diese Hausverwaltung teilte mir bereits im Dezember mit, daß sie der Meinung ist, ich hätte zu viel an Nebenkosten bezahlt, und sie wollen mir einen doch etwas größeren Betrag zurückbezahlen. Aus gesundheitlichen Gründen hatte ich es erst Ende Februar geschafft, dort anzurufen und meine Kontonummer mitzuteilen, die sie dafür haben wollten. Das Geld ist aber immer noch nicht da.

Dem JobCenter habe ich das genau so mitgeteilt: Ich habe das Geld noch nicht, und da die Hausverwaltung – das war mir auch am Telefon dort so gesagt worden – bei dem Objekt noch nicht so richtig durchblickt, habe ich auch keine Ahnung, wann es eingehen wird.

Gleichzeitig waren aber im Februar gut 50 Euro für die jährliche Wartung der Gastherme fällig geworden, und für den Gasbezug mußte ich auch noch ein paar Euro nachzahlen. Ich schrieb dem JobCenter also, daß ich von dem zu erwartenden Betrag von der Hausverwaltung den für die Wartung der Gastherme und den für die Gas-Nachzahlung abziehen und den Rest dann gern überweisen würde – aber natürlich erst dann, wenn ich das Geld auch habe.

Offensichtlich stellt das JobCenter aber kein Konto für solcherlei Rückzahlungen bereit. Denn mein Bescheid, der natürlich kurz vor den Feiertagen eintraf, sodaß ich erst danach reagieren kann, sieht jetzt so aus, daß mir der Rückzahlungsbetrag der Hausverwaltung abzüglich der Wartung für die Gastherme bei der Mai-Auszahlung einfach abgezogen wird, obwohl das Eintreffen des Betrages noch gar nicht klar ist. Das Problem des Zahlungseinganges wird nun also einfach auf mich abgewälzt, das heißt, ich muß jetzt bei der Hausverwaltung nachtreten, damit das Geld bis Ende dieses Monats bei mir eingeht, damit ich im Mai meine volle Miete bezahlen kann. Die überweise ich nämlich nach wie vor direkt an die Vermieter, hier wurde nichts umgestellt.

Also wenn ich nächstes Mal von einer Rückzahlung erfahre, teile ich das dem JobCenter erst mit, wenn ich das Geld habe. Sonst komme ich unter Umständen finanziell ins Schleudern.

Den Beratungstermin für eine Selbständigkeit, den ich außerdem haben wollte, hat man mir übrigens noch nicht gegeben. Damit kann man offenbar kein Geld sparen. Vermutlich muß ich mir dann doch auf die Gefahr hin, nachträglich Ärger zu bekommen, den Gewerbeschein holen, denn nach Ostern steht vermutlich ein Auftrag an, den ich mir nicht entgehen lassen kann.

Ein Kommentar zu “Abrechnung à la JobCenter”

  1. Arbeitsmoral des JobCenters | Jobcenterleaks quakte:

    […] und bedurfte keiner Reaktion. Um die Geldsache kümmerte sich das ARGE auf eine, sagen wir, eigenwillige Art. Zum Thema Beratungstermin kam gar […]


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