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Alles hat seine Zeit

6. Mai 2012 um 15:11 Uhr von Atari-Frosch

Ich kannte früher immer mal wieder einen Zustand, für den ich keine Bezeichnung hatte, den ich aber immer als sehr angenehm empfand. Mittlerweile weiß ich, daß man diesen Zustand Hyperfokussierung nennt. Ich nannte ihn früher gern „Gehirn-Orgasmus“. Denn dieser Zustand bewirkt, daß ich mich total entspanne, während ich produktiv bin. Und wie der Wikipedia-Artikel besagt, vergesse ich alles andere um mich herum, manchmal inclusive der Grundbedürfnisse essen, trinken, schlafen und inclusive der Zeit. Manchmal konnte ich nicht einmal spontan sagen, wo ich mich befinde.

Wie der Artikel auch richtig erwähnt, habe ich keinen Einfluß darauf, was in meinen Hyperfokus gerät. Ob das von mir oder anderen als wichtig angesehen wird, spielt keine Rolle. Wichtig ist, daß in so einem Zustand nichts anderes (richtig) geht. Und um die Produktivität zu optimieren, lasse ich auch am besten gar nichts anderes zu.

Im Gegensatz zu der Erklärung im Wikipedia-Artikel kennen übrigens nicht nur ADS'ler die Hyperfokussierung. Auch unter Autisten ist sie bekannt.

Nicht ohne Grund erzähle ich davon in der Vergangenheitsform. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich so einen Hyperfokus auf etwas hatte. Aber seit der letzten Woche scheint sich da wieder etwas aufzutun. Nachdem ich nämlich die Bilder vom VCFE bei Picasa online gestellt hatte, hat's mich gepackt, und ich jage da jetzt alles an Fotos hoch, die ich in elektronischer Form vorliegen habe. Dabei gehe ich quasi rückwärts vor und bin nach wenigen Tagen bereits bei über 100 Alben mit ich weiß nicht wievielen tausend Fotos, aktueller Stand: 15. Mai 2011. Damit habe ich etwa ein Drittel der Bilder im Netz, die ich mit der seit April 2009 geliehenen Canon EOS 350D gemacht habe.

In dieser Woche habe ich vieles andere vernachlässigt: Twitter und IRC sehen kaum noch was von mir, Google+ noch weniger, E-Mails liegen noch unbeantwortet im Thunderbird usw. Da ich auch kaum Artikel gelesen habe, ist das aktuelle Im Netz aufgefischt auch extrem kurz. Was nicht zu meinen Bildern gehört, kann ich gerade gar nicht richtig erfassen. Ich habe ja sonst schon Konzentrationsprobleme, aber abgesehen von den Bildern ist es gerade extrem.

Ich habe es schon als „Foto-Rausch“ bezeichnet. Und irgendwie kann ich grade nicht damit aufhören. Ansatzweise spüre ich ihn wieder, diesen „Gehirn-Orgasmus“, aber es ist noch zu vieles andere aktiv. Um voll reinzukommen, müßte ich mich vermutlich für die Zeit, die es andauert, aus allen anderen Diensten (außer Picasa) ausklinken und alle Kontakte stillegen. Das will ich dann aber doch wieder nicht.

Wenn also jemand derzeit noch irgendwo auf Antwort wartet – sorry, die Bilder sind stärker.

EDIT 2012-05-06 15:25 Uhr: Achja, übrigens, da sind die ganzen Fotoalben.

Ein Kommentar zu “Alles hat seine Zeit”

  1. Thorsten quakte:

    hihi…so konzentriert findest du mich eigentlich nur, wenn ich eines meiner eigenen, produktiven Systeme [neu] aufsetze…voll in meinem Element, den reinen Systemperfektionismus vor Augen…da fängt man um 18 Uhr an und plötzlich ists 4 Uhr morgens..


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