Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

Zur Website | Impressum

Arbeitsmoral des JobCenters (2)

17. Juli 2012 um 21:07 Uhr von Atari-Frosch

Nachdem ich letzten Monat ausführlich über die Arbeitsmoral des Düsseldorfer ARGE (offiziell jetzt „JobCenter“ genannt) gebloggt hatte, bekam ich eine Woche später endlich die gewünschte Einladung. Dachte ich.

Ich sollte am 6. Juli um 12:30 Uhr bei der Dame vorsprechen, die mir der E-Mail-Schreiber, ohne ihren Namen zu nennen, angekündigt hatte. Daß sie mich dann noch 20 Minuten lang warten ließ – geschenkt. Aber was dann kam, schlug dem Faß den Boden aus.

Denn im Prinzip hatte man mir da eben nicht die behauptete „zuständige Ansprechpartnerin“ vor die Nase gesetzt, sondern mehr oder weniger eine Vorzimmerdame, die nicht mehr konnte und durfte, als mir ein bißchen Papier in die Hand zu drücken. Konkrete Informationen? Fehlanzeige. Antworten auf konkrete Fragen? Null. Ahnung von meiner Branche? Sowieso nicht.

Sie erklärte mir, daß ihr dieser Vor-Termin aufgedrückt worden sei, obwohl sie mich gern direkt zum richtigen Berater durchgereicht hätte. Das sei nicht möglich gewesen, man habe sie trotzdem angewiesen, mich erstmal so einzuladen. Vermutlich einfach so, weil man es kann. Sie versprach allerdings, daß sie sich am Montag darauf (also am 9. Juli) abends mit dem Berater besprechen würde, und dann sollte ich sehr schnell den Termin zur richtigen Beratung bekommen.

Ihr dürft raten, was ich bis heute nicht bekommen habe.

Ich habe den Eindruck, das Amt für Repression, Grundrechtsentzug und Existenzvernichtung (ARGE) Düsseldorf ist wirklich so merkbefreit, daß dort nichts funktioniert, wenn man nicht ständig mit der Peitsche dortsteht. Das ARGE will die Peitsche haben. Ihr bekommt sie, verlaßt Euch drauf. Ich drehe weiter am Spieß. Mit den Zwangsverarmten macht Ihr es ja genauso.

Und die Vorzimmerdame würde ich gerne mal noch fragen, wieso sie bei so einem Macht-Mißbrauch mitspielt und warum sie in einem Laden arbeitet, in welchem sie dazu angehalten wird, Leute zu verarschen.

Ein Kommentar zu “Arbeitsmoral des JobCenters (2)”

  1. JoJo quakte:

    Ups, ist das bei Euch anders?
    Ich kenne das NUR so, dass IMMER eine Vortermin bei irgendeiner Aushilfskraft angesetzt wird, deren Aufgabe nur die Entgegennahme von Papier ist und die nichts wissen und schon gar nichts zu entscheiden hat.

    Gibt es bei Euch nicht die sog. „Ausfüllhelfer“ zu denen man selbst als Akademiker muss, sobald irgendein Formular ausgefüllt werden muss (und die garantiert irgendeinen Strich mit dem Kugelschreiber nachziehen)?
    Dass diese Formulare sich danach gerne mal in Luft auslösen, von den Motten gefressen werden oder Scottie sie sonst wo hin beamt ist ein ganz anderes Kapitel.

    Dass der PAP (persönlicher Ansprech Partner) halbjährlich wechselt ist glaube ich überall usus.

    Und die schönen „Vorträge“ und „Kurzseminare“ immer in der Nachbarstadt, wobei die Fahrtkosten IMMER sehr knapp unter 6 Euro liegen (ab 6 Euro mus die ARGE/JOBCENTER/Anstalt/Amt oder was auch immer diese erstatten) nicht zu vergessen.

    Also Repressionen gibt es nicht nur in Düsseldorf.
    DAS IST DAS HARTZ SYSTEM.
    Was für ein Menschenbild erwartet ihr denn von dem Konzept eines Mannes, der sich zumindest einen gewissen Teil seines Menschenbildes im Bordell erworben hat?

    JO


Kommentieren

Bitte beachte die Kommentarregeln!

XHTML: Du kannst diese Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>