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Hilfe für Täbris (Tabriz)

17. August 2012 um 23:12 Uhr von Atari-Frosch

Am 11. August 2012 wurde der Nordwesten des Iran von drei massiven Erdbeben heimgesucht. Dabei kamen mehr als 300 Menschen ums Leben, 3000 wurden verletzt. Die Erdbeben haben starke Schäden verursacht, und die Überlebenden brauchen dringend Nahrungsmittel, Unterkünfte und Kleidung. Die Organisation HelpTabriz (persisch/englisch) versucht, Geld zu sammeln, um den Opfern zu helfen und bittet um Verbreitung der Botschaft.

Von einem iranischen Freund höre ich gerade, daß die Erde immer noch bebt; um Täbris gibt es noch kleinere Nachbeben, und weitere Beben fanden im Raum Teheran statt. Ich kann seismische Messungen nicht lesen, aber da tut sich offensichtlich noch einiges: Iranian Seismological Center, Online Databank.

Es wird darum gebeten, für Täbris Blut zu spenden. Vor Ort werden insbesondere stabile, feste Schuhe benötigt, denn die Opfer kommen barfuß aus den Trümmern. Außerdem sollen Milch, Cerelac und Windeln, auch als Ersatz für Brandsalbe, für Babys gekauft werden. Um Infektionen zu vermeiden, wird um Damenbinden und Unterwäsche gebeten. Weiterhin werden benötigt: Zelte, Decken und Medikamente wie Ibuprofen, Diclofenac, Medikamente gegen Durchfall, Antibiotika in Pulverform zum Auflösen in Wasser, sterile Gaze, Povidon-Iod (Desinfektionsmittel/Antiseptikum), Alkohol, Verbandsmaterial, Pflaster, Seren, Schutzmasken und Brandsalbe.

Um den Menschen beim Verarbeiten des Traumas und über den schmerzlichen Verlust ihrer Lieben zu helfen, werden Sozialarbeiter und Psychologen zu den Opfern geschickt.

Geld kann gespendet werden an Konto Nr. 702070, Konto-Inhaber: Iranian Red Crescent Community, Bank Melli Iran.

Bei der Übersetzung half mir Mohammad Boozary.

Berichte

2 Kommentare zu “Hilfe für Täbris (Tabriz)”

  1. Fozzie quakte:

    Eigentlich unfassbar, dass das nötig ist, denn der Iran ist kein wirklich armes Land.
    Die haben auf die Kaufkraft umgerechnet ein Pro-Kopf-BIP von 13.000US$.


  2. frosch quakte:

    Und? Unseres ist etwa dreimal so hoch, und trotzdem wird das Rote Kreuz genauso zu Spenden aufrufen, wenn wider Erwarten die tektonischen Platten der Rheinebene so starke Erdbeben erzeugen, daß Düsseldorf hinterher in Schutt und Asche liegt. Daß ein Land „reich” ist, bedeutet ja noch lange nicht, daß das Geld dort ist, wo es auch gebraucht wird. Das merkt man hier ja schon allein an der immer größer werdenden „Schere zwischen Arm und Reich”.


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