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Der bedingungslose Ponader

22. August 2012 um 22:58 Uhr von Atari-Frosch

@asga87
Irgendwas ist auf dem Arbeitsmarkt schiefgelaufen, wenn Arbeit und „was sinnvolles tun“ als Gegensatz wahrgenommen werden.

4:40 PM – 18 Jul 12

Derzeit scheint der politische Geschäftsführer der Piratenpartei, Johannes Ponader, sowohl Piraten als auch Interessierte zu spalten. Nachdem er seinen Rücktritt vom (Arbeits-)Amt erklärt hatte, war für ihn — genauso wie vorher auch — unsicher, ob er auf Dauer genug Geld erarbeiten kann, um seine Lebenshaltungskosten zu bestreiten. Denn die Piratenpartei ist (noch) nicht in der Lage, ihre Vorstandsmitglieder zu bezahlen. Daher ergriffen einige Piraten die Initiative und riefen dazu auf, für den Unterhalt von Johannes zu spenden.

Daraufhin hagelte es teils harsche Kritik.

Ein Facebook-Account, der sich Anonymous zurechnet, erklärte der Piratenpartei, man werde sie nicht mehr unterstützen. Mir stellt sich zwar die Frage, inwieweit Anonymous die Piratenpartei bislang unterstützt haben will, aber das ist ein anderes Thema. Anonymous – oder zumindest diejenigen, die diesen Account befüttern – mögen die Piraten nicht mehr. Die Begründung:

Wie kann man jemanden der erfolgreich das Studium der Pädagogik und der Theaterwissenschaften abgeschlossen hat, aber aus purer Bequemlichkeit nicht gewillt ist Arbeiten zu gehen, als politischen Geschäftsführer und somit obersten Vertreter von von fast 30.000 Piraten-Mitgliedern mit einer derart lächerlichen Aktion auch noch im Amt halten?

Die Behauptung, Johannes Ponader sei „aus Bequemlichkeit nicht gewillt“, arbeiten zu gehen, ist nach dem, was Johannes selbst geschrieben hat, eine ziemlich krasse Unterstellung. Der Autor kann aber sicher nachweisen, daß es für einen Schauspieler und Theaterpädagogen, der nicht zu den „big names“ in der Branche gehört, ganz einfach ist, eine Arbeit zu finden, von der er dauerhaft leben kann; ansonsten möge er wohl besser schweigen. Zudem geht der Autor anscheinend davon aus, daß die Tätigkeit eines politischen Geschäftsführers keine Arbeit sei. Eine so neoliberale bzw. protestantische Einstellung, nämlich daß Arbeit nur dann Arbeit ist, wenn sie befohlen und (vielleicht) bezahlt wird, hätte ich bei Anonymous nun wirklich nicht erwartet.

Ebenfalls kritisch, wenn auch mit teilweise anderer Begründung, äußerte sich Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosenforums. Er meint, Johannes Ponader erweise den Hartz-IV-Beziehern einen Bärendienst:

„Erwerbslose, die vom Hungersatz Hartz IV und dem ständigen Druck der Ämter leben müssen, kommen sich regelrecht verschaukelt vor. Hartz IV ist kein bedingungsloses Grundeinkommen, dass zur politischen Selbstverwirklichung dient und ein politisches Amt als Bundesgeschäftsführer ist keine ehrenamtliche Betätigung, sondern knochenharte Arbeit, die ordentlich bezahlt gehört, sagte Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland.

Er bezeichnet die Aktion als „neoliberales Theater“ und weist darauf hin, daß die Piratenpartei mit rund 33.000 Mitgliedern ja wohl Mitgliedsbeiträge erhebt, von der sie ihre Vorstände anständig zu bezahlen habe.

Hartz IV ist neoliberal. Hartz IV ist aber nicht nur ein Regelsatz, der den Menschen zwangsverarmt, sondern auch die Ideologie, die dahintersteht. Diese besagt, daß ein Mensch für das Gemeinwesen nur dann von Nutzen ist, wenn er auf Befehl und gegen Bezahlung arbeitet (arbeiten kann), und ansonsten ist er unnütz und kann bitteschön „sozialverträglich frühableben“.

Wieso ist es neoliberal, wenn ein paar Leute, die sich das leisten können, die Arbeit (ja, Arbeit!) von Johannes Ponader als politischem Geschäftsführer so gut finden, daß sie ihm den Lebensunterhalt finanzieren wollen, weil die Piratenpartei das eben (noch) nicht kann? Ich nenne sowas solidarisch.

Als Hartz-IV-Zwangsverarmte fühle ich mich keineswegs verschaukelt. Im Gegenteil: Ich finde es gut, wenn Johannes auf diese Weise der Rücken freigehalten wird, damit er – auch im Sinne der Millionen Zwangsverarmten – gute politische Arbeit leisten kann. Johannes schrieb ja im Juli schon:

Ich melde mich ab, damit ich wieder die Fülle der piratigen Themen repräsentieren kann, ohne auf meinen Sozialleistungsbezug reduziert zu werden. Ich melde mich ab, damit ich andere Forderungen anmelden kann: Mehr Beteiligung und direkte Demokratie, eine angemessene Reform des Urheberrechts, ein gerechter Umbau des Sozialsystems, Freiheit und Bürgerrechte – im Netz und außerhalb.

Dagegen meint Martin Behrsing:

Ein Ehrenamt übe man in der Freizeit aus und ist keineswegs unbezahlter Fulltime-Job. Für Arbeit gelte immer noch: „Keine Arbeit ohne Lohn“.

Und da ist sie wieder, die protestantische Arbeitsethik, die auch schon vom Anonymous-Account kam. Arbeit kann demnach nur Pflicht sein, alles was nicht Pflicht ist, ist keine (akzeptierte) Arbeit. Selbst dann nicht, wenn sie der Allgemeinheit dient. Und: Ohne eine befohlene Arbeit ist der Mensch „faul“ und „unnütz“, unabhängig davon, ob er den ganzen Tag auf dem Sofa rumgammelt oder in Vollzeit Politik macht.

Heißt im Endeffekt: Hartz-IV-Empfänger können keine (unbezahlte) Politik machen, denn das ist ja keine akzeptierte „Arbeit“ – es sei denn, sie wird bezahlt. Oh, wait … genau das haben die Spender mit der Aktion vor!

@Nordpirat
Unsere #Gesellschaft neigt dazu #Erfolge nach der Höhe der Gehälter und nicht nach Hilfsbereitschaft & Nützlichkeit zu bewerten. #Kritik

10:57 PM – 27 Jul 12

Und dann war da noch der Vorwurf, Johannes Ponader habe die Aktion selbst ins Leben gerufen (hat er nicht), und er wolle sich damit das Bedingungslose Grundeinkommen finanzieren, das er (gemäß dem Parteiprogramm der Piratenpartei) für alle durchsetzen möchte. Damit würde er alle die verarschen, die derzeit keine Chance haben, eines zu bekommen. Außerdem tauchte wohl, wenn man den Netzpolitik-Artikel liest, die Behauptung auf, Johannes habe Hartz IV als eine Art Bedingungsloses Grundeinkommen gesehen. Dem hat Johannes Ponader bereits widersprochen. Zum einen in seinem Ursprungsartikel:

Nun ist ein Sprung angesagt, ein Sprung ins Ungewisse, wie ihn viele gehen, die die Gängelung durch die Jobcenter nicht mehr ertragen und freiwillig auf Sozialleistungen, die ihnen zustehen, verzichten.

Er ist wirklich nicht der einzige, der sich die Schikanen erspart und stattdessen lieber Armut und Unsicherheit in Kauf nimmt. Ja, das kann sich nicht jeder erlauben; man muß gut vernetzt sein und Leute haben, die einem auch mal mit mehr als zweistelligen Beträgen unter den Arm greifen können. Er verzichtet also auf einen Anspruch und geht damit ein Risiko ein. Das geht nur deshalb, weil er persönlich in der Lage ist, das Risiko (deutlich) geringer zu halten, als das bei einem „durchschnittlichen“ Zwangsverarmten der Fall ist. Ein Luxus ist es trotzdem nicht.

Zum anderen erklärte er heute nochmal auf Twitter:

@JohannesPonader
Mit @eloforum telefoniert. Habe nie gesagt, dass Gesellschaft mein Ehrenamt finanzieren soll, oder dass HartzIV BGE wäre. /cc @Simon90L

3:30 PM – 22 Aug 12

Eben.

Natürlich hoffe ich, daß wir unseren Vorstand bald richtig bezahlen können. Und dann natürlich angemessen, wie das Martin Behrsing fordert. Solange das nicht geht (und nur so lange), halte ich die Spendenaktion von Piraten zu dem Zweck, Johannes die Erfüllung seines Amtes zu ermöglichen, ohne daß er vielleicht darüber seine Existenz verliert, für die beste Lösung.

So nebenbei haben wir ja offenbar noch das Problem, daß eine nicht ganz so kleine Anzahl von Mitgliedern ihren Beitrag nicht bezahlt. Dagegen wird aber gerade etwas unternommen. Zur Transparenz: Ich habe trotz Hartz IV in diesem Jahr den vollen Beitrag bezahlt (allerdings vor der Erhöhung, also 36,00 €). Nennt das eigentlich auch jemand Parteienfinanzierung auf Kosten des Steuerzahlers?


11 Kommentare zu “Der bedingungslose Ponader”

  1. Fjunchclick quakte:

    „Wieso ist es neoliberal, wenn ein paar Leute, die sich das leisten können, die Arbeit (ja, Arbeit!) von Johannes Ponader als politischem Geschäftsführer so gut finden, daß sie ihm den Lebensunterhalt finanzieren wollen, weil die Piratenpartei das eben (noch) nicht kann? Ich nenne sowas solidarisch.“

    Dann findest du es bestimmt auch solidarisch, wenn ein Herr Maschmeyer, weil er es sich leisten kann und weil er die Arbeit eines Herrn Wullf gut findet, diesem einen Urlaub finanziert, oder?
    Oder wenn ein paar Vorstände aus der Pharmaindustrie, weil sie es sich leisten können, einen Herrn Rösler unterstützen, weil sie dessen Arbeit so gut finden?

    Falls nicht, warum ist es dann gut, wenn der politische Geschäftsführer der Piratenpartei sich seinen Lebensunterhalt von Leuten, die es sich leisten können, finanzieren lässt?


  2. JoachimA quakte:

    So ganz mittellos können die Piraten ja nicht sein. 5 Euro pro Wählerstimme, Fraktionsgelder in diversen Landtagen, alles Geld, von dem die Piraten ihre Verwaltung angemessen bezahlen müssen. Genau dafür ist das Geld gedacht.

    Dass die Kassen leer sind, ja sicher, wo nicht. Das sind sie in allen Parteien (außer der PDS vielleicht) Und im Gegensatz zur FDP und den C Parteien werden bei den Piraten die Großspender sicher nicht Schlange stehen. (Noch nicht) So gesehen ist ein „Fundraising“ sicher keine illegitime Idee.

    Ich denke, das ganze wurde schlecht vermarktet. Nicht um Herrn Ponader geht es hier, sondern um die Partei, die selbstverständlich so was wie einen Geschäftsführer braucht.
    Denn, und das ist gut so, Hartz IV (als Einzelfall) hat nichts und gar nicht mit politischer Arbeit zu tun.

    Soll ein politischer Geschäftsführer (ehrenamtlich) beispielsweise einen 1 Euro Job aus Zeitmangel wegen seines Engagements ablehnen dürfen? Oder nicht? So wie alle anderen auch nicht.
    Und was ist mit dem ehrenamtlichen Ordner der NPD? Muss der wegen seines Ehrenamtes das 17. Bewerbungstraining machen oder doch nicht?
    Wenn der engagierte Jungsozialist wegen seiner vielen politischen Termine den 3 Euro Job als Kloputzer ablehnt? Keine Sanktionen wegen politischer Tätigkeit? Oder ein Auge zudrücken?

    Hartz IV ist eben ein voller Erfolg: Es hat die Leute rechtlos und unmündig gemacht. Nichts anderes war beabsichtigt. Und wenn dieser Druck auf alle ausgeübt werden, so kann, soll und muss man das System bekämpfen. Und zwar als Ganzes und ohne irgendwelche Exempel zu statuieren.

    Wenn Ponader quasi Fulltime Geschäftsführer ist, dann ist er eben kein H4 Empfänger mehr. Und wenn doch ist er eben nicht unabhängig.
    „Wir hätten da noch eine Maßnahme, Tütenkleben für Legastheniker“.
    „Ach so, sie sind Akademiker, egal, schaden kann es nicht – der nächste bitte…“.
    Und dann? Genau das darf aber nicht passieren.

    Ponader hat es richtig gemacht. Er ist zurückgetreten – vom Amt. Gut so.
    Und es ist Sache seiner Partei, dass er ein Auskommen hat.
    Thema durch.

    JO


  3. Fozzie quakte:

    Naja, sollten derartige Querelen das öffentliche Bild der Piraten bis zur Bundestagswahl 2013 bestimmen, dann können die es mit dem Einzug in Bundestag vergessen. Das wäre schade, denn mit dem Einzug wäre auch die Finanzierung der Piraten als Bundespartei gesichert.

    „Der Autor kann aber sicher nachweisen, daß es für einen Schauspieler und Theaterpädagogen, der nicht zu den „big names” in der Branche gehört, ganz einfach ist, eine Arbeit zu finden, von der er dauerhaft leben kann; …“
    Wenn er denn studiert hat und sich das Zeug zum politischen Geschäftsführer zutraut, aber dennoch nicht arbeitet, dann muss an dem Typen was faul sein.


  4. Robin quakte:

    Ein Ehrenamt übe man in der Freizeit aus und ist keineswegs unbezahlter Fulltime-Job. Für >Arbeit gelte immer noch: „Keine Arbeit ohne Lohn“.
    >
    >Und da ist sie wieder, die protestantische Arbeitsethik, die auch schon vom Anonymous->Account kam. Arbeit kann demnach nur Pflicht sein, alles was nicht Pflicht ist, ist keine >(akzeptierte) Arbeit. Selbst dann nicht, wenn sie der Allgemeinheit dient. Und: Ohne eine >befohlene Arbeit ist der Mensch „faul” und „unnütz”, unabhängig davon, ob er den ganzen >Tag auf dem Sofa rumgammelt oder in Vollzeit Politik macht.

    Wo bitte steht geschrieben, dass „Lohn“ das gleiche ist wie „Pflicht“? Gibt ja durchaus Menschen, die ihre bezahlte Arbeit gerne machen und nicht aus Pflicht. Viele machen es sogar von sich aus. Die nennt man dann Selbstständige. Alles andere sind nur Marxistische Behauptungen.


  5. FREAKSHOW quakte:

    Hi,

    zuerst schliesse ich mich den Sätzen von Fjunchclick an – PRIMA Worte!

    Ansonsten ist es eine wirklich unsägliche Diskussion, weil soviel zusammengequirllt wird was nicht zusammen gehört.

    1. Johannes den *Rücken frei zu halten* damit er weiter und noch besser für die Partei arbeiten kann ist grundsätzliche eine GUTE und RICHTIGE Sache.. soweit sollten doch alle einig sein!?

    2. Das die Initiatoren entweder BEWUSST eine Diskussion entfachen wollten oder aber einfach die Auswirkung nicht weit genug bedacht haben ist bedauerlich.

    3. das da nun Begriffe wie Hartz IV – bGE – Johannes – PIRATENPARTEI miteinander verquirrlt wurden/werden ist für alle genannten wie es nun läuft SCHÄDLICH!

    3a. Den Rücktritt vom Amt von Johannes kann ich zwar menschlich verstehen, aber aus meiner Sicht setzt es ein total fatales Signal an die Sanktionsbefürworter wie zB den Alt, da es denen ja zeigt, dass man nur genug Druck ausüben muss, damit sich die in deren Augen *Schnorrer* & *Arbeitsscheuen* *abmelden*… – also ein absolut KONTRAPRODUKTIVES Signal!

    3b. Wenn ihr wirklich ein bGE-Experiment machen wollt, dann macht es doch bitte ordentlich. Setzt einen längeren Zeitraum an, also ab jetzt dann zB 6-9 Monate (nicht einen Monat mal den Hartz IV-Regelsatz ins Portmanee eines Schund-TV Redakteurs gesteckt der damit dann 4 Wochen eisessend durch Berlin läuft und meint das es ja echt wenig geld ist-wie im TV ja leiderzu sehen war) und deklariert es dann aber bitte auch öffentlich so!! Setzt diese Zeit an und sagt ihr macht nun mit/um den Johannes ein bGE-Experiment und optimal wäre es, wenn es zB insoweit wissenschaftlich begleitet wird, das da jemand seine Promo drüber schreibt.

    3c. Ja nun muss der Johannes einen zusätzlichen, hausgemachten? Shitstorm ertragen, was ihn ja noch mehr von seiner *Arbeit* abhält und ihn in der Öffentlichkeit eher MEHR wieder als Hartzler diskreditiert und somit ist diese ansich ja gutgemeinte? Aktion voll nach hinten -ins Gegenteil losgegangen.

    3d. PIRATENPARTEI – ja was zum Teufel hat die PIRATENPARTEI damit zu tun!?? Es ist ja keine Anti-PARTEI-Werbeaktion um uns die BTW2013 zu versauen oder ist es doch genau so gedacht gewesen.. !? Nee bitte lasst es einfach eine nicht weiter durchdachte und eigentlich lieb gemeint Aktion von ein paar Leuten Abends bei Bier gewesen sein.

    Ansonsten hört bitte auf euch gegenseitig immer Halbsätze aus anderen Kommentaren um die Ohren zu hauen, weil das hilf niemanden und auch der Sache nicht und unsere *Feinde* reiben sich vor Freude die Hände… was sie mit der *Nazikeule* oder mit der *Frauenfeindlichen*-Debatte nicht erreicht haben, dass mache wir nun selbst besser… oder ist es doch wieder nur ein EXTERNER-Shitstorm.. es ist egal, weil schaden tut es uns so oder so!


  6. Die Piraten und die Feuerwehr | stk quakte:

    […] schlaegt einige Wellen — nicht zu Unrecht. Aber neben der Frage, ob nun er finanziert werden soll und […]


  7. Johnny quakte:

    Ähm

    > Mit @eloforum telefoniert. Habe nie gesagt,
    > dass Gesellschaft mein Ehrenamt finanzieren
    > soll, oder dass HartzIV BGE wäre. /cc @Simon90L

    hat er nicht schon bei seiner vorstellung auf dem parteitag gesagt „ich lebe das bge“? ich erinnere mich da undeutlich dran.


  8. Froschs Blog » Blog Archive » Der bedingungslose Ponader | Piraten | Scoop.it quakte:

    […] Die Behauptung, Johannes Ponader sei „aus Bequemlichkeit nicht gewillt”, arbeiten zu gehen, ist nach dem, was Johannes selbst geschrieben hat, eine ziemlich krasse Unterstellung. Der Autor kann aber sicher nachweisen, daß es für einen Schauspieler und Theaterpädagogen, der nicht zu den „big names” in der Branche gehört, ganz einfach ist, eine Arbeit zu finden, von der er dauerhaft leben kann; ansonsten möge er wohl besser schweigen.  […]


  9. JoachimA quakte:

    […] Die Behauptung, Johannes Ponader sei „aus Bequemlichkeit nicht gewillt”, arbeiten zu gehen…..Der Autor kann aber sicher nachweisen, daß es für einen Schauspieler und Theaterpädagogen…ganz einfach ist, eine Arbeit zu finden, von der er dauerhaft leben kann; ansonsten möge er wohl besser schweigen. […]

    Dass wird der wohl kaum können.

    Nur, niemand hat das Recht darauf, genau immer und ewig nur in dem Beruf arbeiten zu müssen, nur weil er eben genau das eine gelernt hat. Und wenn ich Schauspiel und Theaterpädagogik studiere muss ich von vorne rein damit rechnen, dass ich möglicherweise was anderes arbeiten muss. Die Jobs sind dünn gesäht. Tut Ponader ja auch, er „macht in Politik“.

    Ich habe schon alles mögliche gemacht (meine jetzt nicht Aushilfsjobs), meist was ganz anderes, als ich gelernt habe. (Footografie) bzw. vieles, was nur sehr am Rande mit dem zu tun hatte.

    JO


  10. erdstrahlenharke quakte:

    über’n Weg …..

    soschmeckt: Brazilian Suburb Gets Perspective Typography Murals Froschs Blog: der bedingungslose Ponader netzpolitik: IFG-Portal “FragDenStaat.de” startet in Berlin und Brandenburg…


  11. pandaros quakte:

    Ich habe jetzt durch Zufall diesen Beitrag gefunden und kann der Autorin in allem nur 100% zustimmen. Dieser »Vorfall« ist in erster Linie eines: eine inszenierte Kampagne von Leuten, die den Piraten und den Bürgerbeteiligungsbemühungen innerhalb der Partei schaden wollten. Diese konzertierte Aktion (gemeinsam mit Medienkumpanen) sollte bestimmte Leute innerhalb der Partei schwächen und Ponader hat man sich dabei herausgegriffen.

    Alle sogenannten Anschuldigungen gegen Ponader sind bis ins Details konstruiert und als Unterstellungen in Anwendung gebracht. Aber das hat bereits die Autorin sehr schön herausgearbeitet.

    Was ich noch hervorheben möchte, ist die seltsame Position, die der Pressesprecher des Erwerbslosenforums dabei einnimmt. Man bedenke bitte, in diesem Forum melden sich viele Menschen, die durch die unsäglichen Unrechtsgesetze der rot-grünen Parteien ins Elend gestürzt sind: Arbeitslose und Jobcenterkunden. Und ein Mitarbeiter dieses Forums spricht 1 zu 1 die Sprache der Hartz-Befürworter. Denn der Arbeits- und Lohnbegriff, den er da vertritt, ist derselbe, den die SPD, GRÜNE (LINKE) vertreten und der erst zu diesem menschenrechtsverletzenden Hartz4 und Agenda 2010 geführt hat. Hinzu kommt noch, dass er das Bedingungslose Grundeinkommen ablehnt. – So jemand verhält sich ja nicht loyal gegenüber den Interessen der Arbeitslosen, sondern vertritt die Position der Jobcenter und AfA.

    Das war ja gerade der Kick und die Logik von Ponaders Aktion, dieser Arbeitsbegrifflichkeit gegenüber neue Konzepte und Möglichkeiten aufzuzeigen und diesen hirnrissigen »Arbeit muss bezahlt werden« Weg, als nicht unbedingt notwendige Einbahnstraße darzustellen. Gerade das Grundeinkommen ist eine Anregung neue Wege zu denken und auszuprobieren. – Die Kritiker haben natürlich mit ihrem Geblöke gleich die Leute eingeschüchtert. Neue Perspektiven sind aber notwendig.


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