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Streisand im Bundestag

17. Oktober 2012 um 15:58 Uhr von Atari-Frosch

Bei der „Abteilung W Wissenschaft und Außenbeziehungen“ des Bundestages hat man offenbar noch keine Bekanntschaft mit dem Streisand-Effekt gemacht. Das möchte man jetzt wohl nachholen. 🙂

Diese Abteilung hat das Blog Netzpolitik.org nämlich dazu aufgefordert, ein Dokument, genauer, ein Gutachten über Abgeordneten-Bestechung, nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen. Dieses Gutachten war zuvor vom Wissenschaftlichen Dienst erstellt und mit Steuergeldern finanziert worden. Die Begründung für die Aufforderung: Das Dokument unterliege einem Urheberrecht. WTF?

Markus Beckedahl als Betreiber von Netzpolitik.org weigert sich natürlich, und das aus guten Gründen:

“Dem deutschen Volke” steht vorne auf dem Bundestagsgebäude, das Volk bezahlt die Erstellung von Gutachten des Wissenschaftlichen Dienste, es gibt keinen Geheimhaltungsgrund für das Gutachten – sonst dürfte es auch nicht nach IFG herausgegeben werden – und der Verweis auf das Urheberrecht ist für ein im Auftrag durch Beamte oder Angestellte des Bundestages in ihrer Arbeitszeit erstellten Gutachtens indiskutabel.

Ich unterstütze Netzpolitik in der Publikation des Gutachtens, indem ich hier ein Backup erstellt habe. Bitteschön: Gutachten zur Abgeordnetenkorruption [PDF] – bedient Euch und republiziert es bitte.

2 Kommentare zu “Streisand im Bundestag”

  1. Fozzie quakte:

    Ach Gott, was für ne kindische Trotzaktion. Über sowas sollte man doch echt erhaben sein.


  2. Dunkelangst quakte:

    Ist nicht kindisch, sondern unser Recht als Volk.

    Schade, dass es noch keine Rückmeldungen vom Bundestag gibt… hihi


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