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2 TB HDD – Danke, Proparity & Internet!

22. November 2012 um 6:48 Uhr von Atari-Frosch

Zum Glück sind die Zeiten vorbei, an denen bei mir alles zusammenbricht, wenn die (einzige) Festplatte stirbt. Das hatte ich auch, aber es ist schon einige Jahre her, daß ich mir darüber Gedanken machen mußte. Mittlerweile habe ich mehrere Festplatten in Betrieb, und fast alle Daten sind doppelt gespeichert. Allerdings basiert auch dieses Schema darauf, daß die Platten entweder laufen oder austauschbar sind.

Die derzeitige Architektur sieht so aus:

  • 40 GB System- und Arbeitsplatte (IDE) plus 250 GB Datenplatte (SATA) im Hauptrechner seerose; die Datenplatte hält Musik, Backups von der Systemplatte, vor allem /etc und /home und noch so ein paar Kleinigkeiten.
  • 13 GB Systemplatte (IDE) plus 500 GB Datenplatte (SATA) im Zweit- und Multimedia-PC seefunk; sie speichert die System-Backups für seerose, seefunk, seewind (Server), seeloewe (Notebook T23), seepferd (Notebook R61) und zwei PCs, die nicht mir gehören. Des weiteren hält sie ein komplettes Backup aller digitalen Fotos. Schließlich stehen da noch die Videos drauf, die ich mit seefunk von VHS-Cassetten digitalisiere und encode; diese sind derzeit noch nirgendwo anders gesichert.
  • 200 GB Datenplatte (IDE) im externen USB-Gehäuse; sie ist ausschließlich für Fotos vorgesehen.

Wenn in einem der beiden PCs die Systemplatte ausfällt, habe ich Ersatz im Hardware-Lager, das ist kein Problem. Platten zwischen wenigen und 40 GB liegen da noch. Ich ziehe ja regelmäßig Backups und lege mir auch für jeden Rechner ein aktuelles dpkg -l in einer Datei ab, damit ich weiß, was alles installiert war, somit kann ich die Systeme relativ schnell wieder neu einrichten.

Bei den Datenplatten wird das schon komplizierter: Die externe könnte ich noch durch eine weitere 120-GB-HDD aus dem Hardware-Lager ersetzen, die würde derzeit noch locker für die Fotos genügen. Wenn die Musik-Platte in seerose stirbt, kann ich die Dateien vielleicht erstmal noch auf die externe mit draufpacken, bis ich Ersatz beschaffen kann.

Alternativ könnte ich die Daten von einer der beiden noch vorübergehend auf die Platte im R61 sichern, da stecken nämlich auch nochmal 160 GB drin. Das dürfte dann aber wirklich nur vorübergehend sein, denn den nehme ich ja öfter mal mit, und nicht nur ins Chaosdorf. Und auch, wenn sie verschlüsselt ist, finde ich das keine ganz so gute Idee.

Aber wenn die große Datenplatte in seefunk stirbt, komme ich ins Schleudern, denn sie bildet quasi das Rückgrat des ganzen Backup-Konzeptes.

Und genau das ist passiert.

Am 16. Oktober schrieb ich in einem Beitrag auf Google+:

Mein Zweit-PC seefunk, ein älteres Modell (Medion Connect XL, Pentium IV, 2,6 GHz, 768 MB RAM, 1 x IDE Systemplatte 13 GB, 1 x SATA Datenplatte, 500 GB, angeschlossen über PCI-SATA-Controller) hat ein seltsames Problem: Man kann nach dem Einschalten ein wenig auf die Datenplatte schreiben, aber nach mehr oder weniger kurzer Zeit behauptet der Rechner auf einmal, die Backup-Partition (sdb2) sei nur noch r/o gemountet. Ein remount will den Filesystem-Typ wissen, dabei steht der in /etc/fstab. Die Platte als solches sollte einklich in Ordnung sein. Wat will der von mir?

Nach kurzer Diskussion in den Kommentaren war dann klar: Die Datenplatte stirbt oder hat zumindest ein massives Problem. Ohne die Daten zu sichern, kann ich sie nicht genauer untersuchen, denn auch wenn ich badblocks ohne Schreibfunktion drüberlaufen lasse, riskiere ich Daten. Zudem das Programm bei 500 GB nicht weit käme, wenn die Platte immer nur für 20 bis 30 Minuten ansprechbar ist.

Ich hielt also nach Festplatten in derselben Größenordnung Ausschau und stellte fest, daß 500-GB-Platten nur wenige Euro weniger kosten als 1-TB-Platten. Es lohnt sich also nicht, 500 GB zu kaufen, denn der Preis pro Megabyte ist bei einer Terabyte-Platte nur noch halb so hoch. Die Preisklasse ist derzeit so um 75 Euro herum – das tut mir dann schon weh, wenn ich das „mal eben“ aufbringen muß.

Und dann kam der Dominik George und sagte einfach:

So, wer ist dabei, dem Frosch ein Terabyte zu crowdfunden?

Ich (http://www.proparity.de) verlose Teilrechnungen 😉 ...

Ich war sprachlos erfreut 🙂

Ehrlich gesagt, ich war pessimistisch. OK, bin ich meistens, schon aus Erfahrung. Ich hätte nicht gedacht, daß das Geld zusammenkommt. Diese Vermutung hatte ich, weil meine seit April propagierte eBay-Wunschliste bis heute völlig unbeachtet blieb. Wer sollte mir also was kaufen wollen?

Zunächst mal hörte ich von der Sache dann nichts mehr. Nunja, dachte ich mir, war ja fast zu erwarten. Ich richtete mich drauf ein, meine Finanzen neu zu ordnen, um da irgendwie vielleicht eine gebrauchte 400- oder 500-GB-Platte rauszuquetschen, die noch nicht zu viele Betriebsstunden auf dem Buckel hat.

Dann teilte mir Dominik auf Twitter per DM mit, daß es da eine kleine Verzögerung geben werde. Hm, OK.

Zum letzten Wochenende hin schließlich schrieb er mir, ich werde am Dienstag ein Paket bekommen. Erstmal bekam ich große Augen O.O

Und dann kam es sogar schon am Montag früh. Um 8:45 Uhr klingelte der Hermes-Bote und drückte mir ein Paket von Amazon in die Hand. Ich machte es natürlich gleich auf und staunte nicht schlecht, als ich feststellte, daß da eine 2-TB-Platte drinsteckte!

Leute, Ihr seid der Wahnsinn. 🙂 Wer auch immer da mitgespendet hat und natürlich an Proparity und Dominik:

DANKESCHÖN!

Nun wollte ich sie einbauen, aber wie das so ist: Wenn, dann kommt's dicke. Zunächst stellte ich fest, daß auch die Systemplatte von seefunk wohl bald am Ende ist. Noch kann man relativ normal zugreifen, aber sie wirft immer wieder DMA-Fehler. Das ist an sich noch nicht so das Problem; ich habe noch einige Platten in der Größenordnung, und mehr als das System und die Anwendungen stehen da ja wirklich nicht drauf; alle Daten, mit denen dieser PC arbeitet, befinden sich auf der großen Datenplatte. Das Unangenehmere ist, daß ich auf dem Board drei Elkos entdeckt habe, deren Deckel schon bedenklich hochgebogen sind. Das heißt, dieses Board wird es nicht mehr lange machen. Es ist also relativ sinnfrei, eine „neue“ Systemplatte und die neue Datenplatte noch in diesem Rechner neu einzurichten.

Nun habe ich noch einen ähnlichen PC hier rumstehen, auch ein Medion, auch mit Pentium IV, aber völlig ungetestet (und natürlich ohne Festplatte). Der wird dann wohl, sofern er funktionstüchtig ist, der neue seefunk werden. Und bei der Gelegenheit finde ich dann vielleicht auch heraus, warum seefunk (der alte) nicht mehr mit seiner Soundkarte reden wollte; vielleicht hängt das ja mit den hochgebogenen Elkos zusammen.

Ich überlege jetzt, ob ich die neue Platte erstmal in seerose einbaue, um sie zu testen, zu crypten und zu formatieren, denn da habe ich SATA onboard. Der Umbau von seefunk dürfte ja etwas aufwendiger werden.

So nebenbei kämpfe ich dann aber auch noch mit meiner Gesundheit und, wie man an der Uhrzeit dieses Artikels sieht, auch mit meinem Tagesrhythmus. Der ist mir nämlich komplett durcheinander geraten. Gesundheitlich machen mir ein Husten, dessen Ursache nicht feststellbar ist, und wetterbedingte heftigere Depressionen zu schaffen; diese Kombination hat mir vermutlich auch den Tagesrhythmus zerlegt. Meine Konzentration ist dementsprechend nicht gerade für größere Schraubereien und Installationsarbeiten geeignet. Trotzdem werde ich mich natürlich bemühen, seefunk so bald wie möglich wieder fit zu bekommen, schließlich will ich die von Euch gespendete Platte schnell in Betrieb nehmen 🙂

9 Kommentare zu “2 TB HDD – Danke, Proparity & Internet!”

  1. Fozzie quakte:

    Na die Elkos lassen sich doch ersetzen. Kosten beim Conrad Kleingeld. Braucht nur noch einen Lötkolben, Lötzinn und max 20min Geduld.


  2. Robin quakte:

    Nehmen ist augenscheinlich mal wieder besser denn Geben!


  3. frosch quakte:

    @Fozzie: Ja, würd ich sogar mal gelegentlich probieren, eventuell unter Mithilfe aus dem Chaosdorf, aber nicht, bevor das System wieder mit einem anderen Board läuft. Wenn ich keinen Ersatz hätte, hätte das mehr Vorrang, aber so ist mir erstmal wichtiger, den Rechner wieder ans Laufen zu bekommen.


  4. frosch quakte:

    @Robin: Blah?

    Das ist wiedermal so ein 08/15-Kommentar, nur um was abgelassen zu haben, was? Die Mailadresse sagt auch schon so einiges … (nein, wird hier nicht verraten).


  5. letzespseudonymvergessen quakte:

    Glückwunsch zur neuen Platte,

    schöne Aktion von Dominik!


  6. Fozzie quakte:

    @Robin: Du bist echt plemplem. Wie soll die denn als ALG2-Empfängerin geben?


  7. Robin quakte:

    Da geht es um das Prinzip. In einer Gesellschaft, in der die Mehrzahl der Menschen nur noch „empfängt“ – und das für Jahre – ist nicht zukunftsfähig.


  8. frosch quakte:

    @Robin: Ja, dann überlegen wir mal, warum das so ist. Tip: Es liegt nicht an einer „Faulheit” derer, die zum überwiegenden Nehmen gezwungen sind.


  9. JoachimA quakte:

    “ Robin quakte:

    25. November 2012 at 16:58

    Da geht es um das Prinzip. In einer Gesellschaft, in der die Mehrzahl der Menschen nur noch “empfängt” – und das für Jahre – ist nicht zukunftsfähig.“

    Stimmt, 100% Deiner Meinung.

    Also wer wäre denn da? Die Rentner? keine Posten der Sozialausgaben ist so hoch wie der 88 Milliardenzuschuss für die Rentenversicherung.
    Die Stromkonzerne? Stichwort „Netzentgelte“
    Die Industrie? Stichwort „Erneuerbare Energie.
    Die Eltern? Stichwort Kindergeld, Elterngeld etc
    Die Ärzte, Apotheker, Gewerkschaften?
    Die Zeitarbeitsfirmen, die sich die kargen Lohne ihrer Mitarbeiter (die Sklaverei ist ja abgeschafft) von den Jobcentern bezuschussen lassen?
    Die Banken?
    Opel?
    Griechenland?

    Neben den Arbeitslosen und Grundsicherungsempfängern werden denn gern in gewissen Kreisen auch die Juden, die Asylanten oder alle Ausländer genommen.

    Aber es stimmt schon, in dieser Gesellschaft wird gern „empfangen“ und genommen. Am liebsten von denen, die es gewiss nicht nötig hätten. Und das ist gewiss nicht gut.

    JO


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