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Der gute Schlüsseldienst

4. Februar 2013 um 14:07 Uhr von Atari-Frosch

Mal was ganz anderes: Ich erwähnte letztens in einem Kommentar, daß mir jemand einen Minijob angeboten hatte. In Kurzform: Ich mach jetzt Website und Blog für den „guten Schlüsseldienst“.

Die Langform: Der Mensch kam im November mit einem Problem ins Chaosdorf. Dabei ging es eigentlich erstmal um Google-Ads. Damit wirbt er, wie offenbar viele andere Schlüsseldienste auch, für eine Telefonnummer, die mit dem Click-to-Call-Verfahren angerufen werden kann. Nun macht das Chaosdorf ja keine Beratung, aber mich persönlich interessierte das Problem, und ich hatte da spontan so ein paar Ideen.

Zunächst einmal schwebte mir vor, von den Google Ads ein Stück weit unabhängig zu werden, indem ich eine Site baue und die sozusagen „nativ” nach oben bringe. Um Google (und andere Suchmaschinen) relativ schnell auf die Site aufmerksam machen zu können, schlug ich vor, ein Blog aufzumachen. Meiner Erfahrung nach werden Blogs nicht nur schneller in den Index aufgenommen, sondern haben mit ihren Artikeln zumindest kurzfristig eher eine Chance auf eine hohe Position als statische Seiten. Letztere schaffen es zwar, wenn sie gut sind, auch auf einen der vorderen Plätze, allerdings nicht so schnell.

Um das Blog zu befüllen, schlug ich Artikel über Schloßtypen, Schlüsselarten, aber auch Erlebnisse mit Kunden vor. Die gängigen Suchbegriffe sollen regelmäßig darin auftauchen, ohne die Artikel damit zu überladen. Dann noch eine Leistungsübersicht, das ganze auch mit Fotos und vielleicht sogar Videos versehen, gut skalierend, damit auch Mobiltelefone die Site problemlos darstellen können, und nach Möglichkeit barrierefrei.

Und ehe ich es mich versah, bot mir der Mensch einen Arbeitsvertrag an, erstmal auf der Basis eines Minijobs. Ich machte ihn mehrfach und hoffentlich deutlich genug darauf aufmerksam, daß ich da so ein paar Probleme habe. Anscheinend hat ihn das aber nicht abgeschreckt. 😉

Also bin ich seit November offiziell Aushilfskraft bei einem Schlüsseldienst.

Nach einem ausführlichen Vorgespräch baute ich die Website auf der Basis von WordPress auf. Da die Anzahl der statischen Seiten sich voraussichtlich in engen Grenzen halten wird, verzichtete ich auf ein separates Layout für diese und baute sie direkt in WordPress ein. Damit lernte ich auch gleich was über Seiten in WordPress, was ich bislang in der Form noch nicht gemacht hatte. Dann sollte das Ganze natürlich auf einen Server.

Auf meinem privaten Server hoste ich grundsätzlich keine kommerziellen Seiten. Bei privaten Sites für Bekannte sieht das anders aus, da muß sich der Seitenbetreiber nur darum kümmern, die Domain zu bekommen und den Nameserver anzupassen, dann mach ich das schonmal. Aber dieses Projekt sollte dann doch auf einem Server laufen, auf dem ich nicht ab und zu mal herumexperimentiere. Ich bat meinen Chef also darum, Domain und Blog bei Alex Schestag hosten zu lassen. Das war wiederum damit verbunden, daß ich mich mit dem Media-Teil von WordPress auseinandersetzen mußte, denn hier bei mir lade ich Bilder direkt per ssh auf den Server und lasse das Media-Center von WordPress links liegen. Das geht dort aber nicht; zudem soll es eventuell auch anderen Mitarbeitern später mal möglich sein, Artikel mit Bildern etc. einzustellen, ohne erst ssh lernen zu müssen.

Nach längerem Herumfeilen am Layout, der Erstellung einer Startseite und eines ersten Blogartikels gab ich die Installation dann vor zwei Wochen für Suchmaschinenrobots frei, und nun schauen wir mal, ob das so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe.

Ich habe nur noch gewisse Schwierigkeiten damit, in das Thema Schlüssel und Schlösser reinzukommen. Denn die Leute vom Schlüsseldienst sind zwar ausgesprochene Telefon-Menschen und können das alles mündlich auch schön ausführlich erklären, aber Texte schreiben ist dann doch wieder ein anderes Ding. Also muß ich auch für die Inhalte sorgen – oder zumindest Inhalte, die ich aus direkten Gesprächen, Telefonaten und in Datei gesprochenen Berichten bekomme, in Texte umsetzen. Und dabei wollte ich nicht einfach nur die Wikipedia abschreiben.

In nächster Zeit soll ich dann auch mal in ein Schulungszentrum für die Monteure kommen, um dort ein bißchen was zu lernen und natürlich viele Fotos zu machen. — Denn das kommt auch noch dazu: Um Copyright-Gedöns zu vermeiden, möchte ich so weit wie möglich eigene Fotos machen und nutzen.

Ich bin jedenfalls gespannt, wie das weitergeht.

Achja, „liebes“ ARGE, keine Sorge, Euch entgeht nichts. Wir bleiben an der 100-Euro-Grenze. Ihr dürft mir nichts wegnehmen. Pech gehabt.

Meine Pläne für die Selbständigkeit werden davon übrigens nicht berührt. Das läuft weiter. 🙂

25 Kommentare zu “Der gute Schlüsseldienst”

  1. Timon quakte:

    Am Design arbeiten sie hoffentlich noch. Denn das jetzige erinnert mich doch sehr an das Internet im Jahr 1997. Sowas haben wir damals in der AG Internet in der siebten Klasse gemacht.


  2. JoachimA quakte:

    Dann haben Sie in der siebten Klasse wahrscheinlich übersichtlichere und lesbarere Seiten erstellt als wie heute leider allgemein üblich. So ohne Flash und Gedöhns ist schlicht… schlicht besser. IMHO

    jo


  3. Tom quakte:

    Hi,

    gratulation zu deinem Job.

    Bis zum vorletzten Absatz hab ich mich echt gefreut deinen Artikel zu lesen. Nur:

    „Achja, „liebes” ARGE, keine Sorge, Euch entgeht nichts. Wir bleiben an der 100-Euro-Grenze. Ihr dürft mir nichts wegnehmen. Pech gehabt.“

    Du weißt schon, dass „wir“ dir deinen Lebensunterhalt bezahlen und diese Nehmereinstellung echt kacke ist.

    Aber keine Angst, ich finde in deinem Artikel überwiegt das positive und so soll auch mein Kommentar sein.

    Tom


  4. frosch quakte:

    @Tom: Ach weißt Du, wenn „Ihr” das in einer Höhe tun würdet, die meine Grundrechte nicht ausschließt, würde ich da gar nicht meckern. Aber mit dem derzeitigen Satz ist Dazuverdienen quasi Pflicht — und wer das nicht kann, hat halt keine Teilhabe, Pech gehabt. Aber so ist das halt mit so einer asozialen Bundesregierung.


  5. Frank quakte:

    Hallo Frosch,

    also ich kann nur sagen: „Alles richtig gemacht.“
    Die Seite ist genau das, was eigentlich jeder machen sollte. Wenig Datenmüll, geringe Datenmenge, kurze Ladezeiten usw. Und ganz wichtig, kein Javaskript!!

    M.f.G. FRANK


  6. Paul quakte:

    Von meinen Steuern wird das ganze Hartz-Gedöns bezahlt – und dann darf man auch noch dazu verdienen, ohne dass dies angerechnet wird??? Wer weiss, was da noch schwarz fließt… Aber, ich habs ja!


  7. JoachimA quakte:

    @Tom

    Klar bezahlen „wir“ ihren Lebensunterhalt, genauso wie „wir“ Straßen, Schulen, Lobbyisten, Microsoft, Subventionen, Griechenland, Banken, Bauern, Politiker, 200000 Euro Ehrensold für Kurzzeitpräsidenten, Atomstrom, Stasirenten, Kinderspielplätze und noch ein, zwei Dinge mehr bezahlen. Da macht die HLU von Hartz4/Sozialgeldempfängern nun wirklich den Kohl nicht mehr fett.

    Und „wir“ profitieren vielleicht sogar davon, dass Lohndruck und Sanktionen den Aufschwung angeblich sichert, Haare schneiden lassen billig und die eigene Putzfrau kein Luxus mehr ist. Schließlich sorgen „wir“ ja dafür, dass Leute für ein Trinkgeld arbeiten müssen.

    Frosch’s Bemerkung ist aus der Situation mehr als nachvollziehbar. 100 Euro darf sie dazu verdienen, von jedem Cent mehr werden ihr achtzig Prozent (in Ziffen: 80%) abgezogen, verrechnet. Das ist natürlich sehr motivierend.

    Nur mal so zum Vergleich: Schuldner, denen alles bis auf das letzte Hemd weggepfändet wird, dürfen knapp 1000 Euro im Monat behalten, vom Rest darüber hinaus werden max. 50 Prozent eingezogen. Damit sie überhaupt arbeiten und was zahlen (können). Nur für Arbeitslose gilt das offenbar nicht. Die sollen vier Fünftel abdrücken und Schnauze halten.

    Groschen gefallen?

    JO


  8. Paul quakte:

    2009 hat der Staat für Hartz IV knapp 40 Milliarden Euro ausgegeben. Deswegen halte ich ihre Aussage „Da macht die HLU von Hartz4/Sozialgeldempfängern nun wirklich den Kohl nicht mehr fett“ für zynisch.


  9. JoachimA quakte:

    Wie sagt Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat…..“

    1. Besagte 40 Millj. sind die Gesamtausgaben. Also incl. ein Bürokratischer Wasserkopf, teure Imagekampagnen, Kosten für sog Maßnahmen, 1 Euro-Jobs usw. Bei den Betroffenen kommt da nicht das Meiste an. Dafür lebt eine immer mehr ausufernde Sozialindustrie nicht schlecht von den Hartzlern.

    2. 40 Milliarden sind Peanuts gegen andere Posten: Die Rentenversicherung z.B. schluckt 88 Milliarden um beim Kleingeld zu bleiben. Die Rettung diverser Banken (Hypo, Commerzbank, Bay. Landesbank) hat über 50 Milliarden gekostet, Bürgschaften in zehnfacher Höhe dürfen auch getrost abgeschrieben werden. Die sog Euro-Rettung (=Bankenrettung) lassen wir besser außen vor.

    3. Hier ging es nicht um die HLU oder sonst welche Transfer Leistungen sondern um die Anrechenbarkeit von Hinzuverdiensten. Das ist eine andere Baustelle. (s.o.) Dass die heute geltenden Regelungen (80% Anrechnung ab 100€)Schwachsinn sind haben selbst Arbeitgeberverbände, die FDP und Ursula v.d.L. begriffen.

    4. Für Besserverdienende sind die staatlichen Vergünstigungen durch Steuerabschreibungen, Ehegattensplitting und die Absetzbarkeit von Kindern, Haushaltshilfen, Dienstwagen, Reisekosten etc. – wenn man es richtig anstellt – um ein vielfaches höher als die Unterstützungsleistungen nach SGB2 bzw. SGB12. (jeweils für den Einzelnen, nicht insgesamt)

    5. Es gilt wie immer das Matthäus-Prinzip. „Wer hat, dem wird gegeben.“
    Insofern ist das Jammern darüber, dass „die“ auf „unsere“ Kosten leben schlicht falsch.

    6. Wenn überhaupt jemand in dem jetzigen Sozialsystem beschissen wird dann sind es die Wenig- bis Mittelverdiener. Bei denen lohnt die Absetzbarkeit nicht (Steuersatz) bzw. greift erst gar nicht, die Beiträge für die Sozialversicherungen gelten aber uneingeschränkt.

    7. Selbst wenn es so wäre, dass ausschließlich oder mehrheitlich faule, nichtsnutze Schmarotzer die Sozialkassen plündern, das rechtfertigt noch nicht, diese Menschen dann rechtlos zu stellen. Zumindet sollte dann auch für die die gleiche Rechtssicherheit gelten, wie für jeden Falschparker, Hühnerdieb und Mörder auch.
    Es ist ein Skandal, dass im Sozialrecht einfachste Prinzipien des Rechtsstaates(einseitige Beweislastumkehr, Freizügigkeit, KEINE Aufschiebende Wirkung bei Einspruch gegen belastende Verwaltungsakte u.v.m.) außer Kraft gesetzt werden.

    JO

    P.S. Sie sollten mal nachschlagen, was zynisch bedeutet.


  10. JoachimA quakte:

    xxx irgendwie bricht das Netz zusammen…. Schade.


  11. frosch quakte:

    @Timon: Ich halte nichts von fetten, überladenen Seiten mit Gezappel, Geblinke und riesigen Bildern. Erst recht nicht, wenn ich davon ausgehe, daß ein Mensch, der vor seiner Haus-oder Wohnungstür steht und nicht reinkann, eher kein Notebook dabei hat oder zumindest damit nicht mal eben ins Internet kann, sondern am ehesten sein Smartphone verwenden wird, um im Internet einen Schlüsseldienst zu finden.

    Des weiteren kann ich (leider) nicht davon ausgehen, daß überall, egal ob per UMTS/GPRS/whatever, WLAN oder kabelgebunden, hohe Übertragungsgeschwindigkeiten zur Verfügung stehen. Gerade bei den Smartphone-Nutzern ist außerdem immer damit zu rechnen, daß sie vielleicht gerade gedrosselt werden, weil sie ihr monatliches UMTS-Guthaben schon verbraten haben, zumindest aus Sicht ihres Providers.

    Vielleicht bin ich tatsächlich ein wenig altmodisch, aber ich habe die Erfahrung gemacht, daß das nicht unbedingt immer von Nachteil sein muß. 🙂


  12. JoachimA quakte:

    +1

    Und auch im Webdesign sollte man (ja ich weiß, „frau“ auch) das KISS Prinzip nicht ganz außen vor lassen: Keep it simple and stupid.

    JO


  13. Peter quakte:

    Bitte unbedingt das Impressum prüfen!

    Im Impressum fehlen gemäß § 5 I 1 TMG
    – Angaben über die Rechtsform, den Vertretungsberechtigten.

    Ebenso fehlt
    – die Angabe einer E-Mail-Adresse (vgl. § 5 II TMG),
    – Angaben über die Eintragung im Handelsregister (§ 5 IV TMG)


  14. Peter quakte:

    Und es fehlt wohl noch ein Zeilenumbruch nach dem UStG…

    „Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27 a UStG DE
    234567890“

    Statt 234567890 würde ich „wird nachgereicht“ schreiben, dann entsteht nicht der womöglich falsche Eindruck, irgendeine Nummer verwendet zu haben.


  15. Hans Bonfigt quakte:

    -> Peter, „TMG“

    | Diensteanbieter haben für geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene
    | Telemedien folgende Informationen leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und
    | ständig verfügbar zu halten:
    | [ Viel Geseiere ]

    Das Unternehmen bietet aber doch keine „gegen Entgelt angebotenen Telemedien“ an.
    Es wird eine Dienstleistung angeboten resp. beworben, und zwar unentgeltlich.

    Der Sinn, so überhaupt vorhanden, eines „Telemediengesetzes“ besteht ja darin, daß der
    Verbraucher, der ONLINE Geschäfte tätigt, im Falle Schlüsseldienst z.B. den „IR-Knacker
    BMW 2401 für iPod“ qua kostenpflichtigem Download, weiß, mit *wem* er Geschäfte tätigt.

    Im übrigen bin ich der Meinung, daß vorauseilender Gehorsam gegenüber der zahlreichen, jeglicher Rechtsgrundlage entbehrender Sondergesetzgebung im Dunstkreis elektronischer Medien fehl am Platze ist. Je mehr Menschen und Institutionen ELSTER, E-Bilanz, E-Mail-
    Archivierungspflicht und sostigen Schwachsinn beachten, desto mehr „Ermächtigungsgesetze“
    zieht dies nach sich.


  16. Peter quakte:

    § 1 I TMG (Anwendungsbereich): „Dieses Gesetz gilt für alle *elektronischen Informations*- und Kommunikationsdienste, [….]. Dieses Gesetz gilt für alle Anbieter einschließlich der öffentlichen Stellen unabhängig davon, ob für die Nutzung ein Entgelt erhoben wird.“

    § 2 I TMG (Begriffsbestimmungen): „Im Sinne dieses Gesetzes
    1.
    ist *Diensteanbieter jede natürliche oder juristische Person, die eigene oder fremde Telemedien zur Nutzung bereithält* oder den Zugang zur Nutzung vermittelt; bei audiovisuellen Mediendiensten auf Abruf ist Diensteanbieter jede natürliche oder juristische Person, die die Auswahl und Gestaltung der angebotenen Inhalte wirksam kontrolliert,“

    Hervorhebungen durch mich.


  17. Peter quakte:

    Dennoch sind natürlich meine fakultativ. Wenn die werte Webmasterin bzw. ihr Chef meint, dass das alles nicht zuträfe, dann bin ich gespannt, wie die Meinungen sind, wenn die erste Abmahnung von einem Mitbewerber auf dem Schreibtisch des Chefs liegt und mit der Bankverbindung zur Begleichung der Kostennote des involvierten Rechtsanwaltes winkt.


  18. Hans Bonfigt quakte:

    Anwendungsbereich und Begriffsbestimmungen passen, aber ein Webseitenbetreiber bietet eben KEINE „in der Regel gegen Entgelt angebotenen Telemedien“ an, der Aufruf der Seiten ist im Gegenteil in der Regel kostenlos. Ich habe jetzt das Impressum von den drei von uns geschäftsmäßig betriebenen Seiten entfernt, mal sehen, was passiert.
    Abmahnungswürdig dagegen wäre eigentlich jeder FTP-Server eines Unternehmens, besipielsweise IBM, der gegen monatlich zu entrichtendes Entgelt Telemedien in Form von Softwareupdates zur Verfügung stellt.


  19. Peter quakte:

    Gut, deine Argumentation verstehe ich. Aaaaaaber: http://www.dr-bahr.com/news/news_det_20080804003833.html


  20. Hans Bonfigt quakte:

    –> Peter:
    Danke für den überaus informativen Link.
    Wie üblich begreifen sich Richter gern als „Korrektiv“ für verquaste Formulierungen in Gesetzen – obschon hier wirklich kein bißchen Interpretationsspielraum besteht.

    Denn der Sinn des Gesetzes ist doch sonnenklar: Wenn ich, beispielsweise bei ‚musicload.de‘, Geschäfte machen, dann will (und muß!) ich wissen, mit wem ich es zu tun habe, denn ich schließe einen Vertrag ab.

    Ganz anders sieht es beim „Besuch“ einer Webseite aus, die im übrigen ja genauso öffentlich oder nichtöffentlich ist wie ein Telephonanschluß. Hier kommt kein wie auch immer geartetes Vertragsverhältnis zustande.

    Für mich überhaupt nicht verständlich ist der vorauseilende Gehorsam beispielsweise der Autorin dieser Seiten, auch noch für ihre ersichtlich nichtkommerziellen Seiten ein Impressum vorzuhalten, nach der Art, „Ich habe nichts zu verbergen“.

    Aber nochmal Danke für deine Hinweise, die bei mir eine gewisse Reflektion in Gang gesetzt haben. In drei von uns betriebenen „Webseiten“ haben wir innerhalb der letzten Jahre etwa 25.000 Euro investiert. Gefallen haben mir die Dinger nie. Neue Rechtschreibung, Javascript, browserabhängig, lexikalische, semantische und inhaltliche Fehler, überflüssiges Disclaimer-Geseiere, Agenturbilder. Ich habe auch keine Lust, mich mit den ganzen „Kreativen“ darüber zu unterhalten.
    Den überflüssigen Scheiß, der uns noch nie eine müde Mark eingebracht hat, habe ich heute final abgeschaltet.


  21. Peter quakte:

    „Für mich überhaupt nicht verständlich ist der vorauseilende Gehorsam beispielsweise der Autorin dieser Seiten, auch noch für ihre ersichtlich nichtkommerziellen Seiten ein Impressum vorzuhalten, nach der Art, “Ich habe nichts zu verbergen”.“

    Das sind doch im Grunde sowieso Daten, die öffentlich verfügbar bzw. in jedem Fall auf Anfrage zu erfahren sind, Stichwort: Handelsregister.

    Über den Sinn und Zweck des TMG kann mich sicherlich streiten (auch wenn ich deine Argumentation in weiten Teilen nachvollziehen kann), ich kann dennoch nur noch einmal der Webmasterin empfehlen, die von mir angesprochenen Punkte mit in das Impressum aufzunehmen. Es geht hier nämlich nicht um sie, sondern um die Firma und den Geschäftsführer dahinter.

    Selbst wenn es zu einer Abmahnung kommen sollte (was ich wirklich nicht hoffe) und sich die Firma (außergerichtlich) erfolgreich dagegen wehrt, bleibt sie auf den Kosten des eigenen Anwaltes (sofern beauftragt) sitzen und das wäre doch Geld, was aus dem Fenster geworfen wurde.


  22. HWI quakte:

    schöne Seite ohne Flash und das moderne zeug 😉 Habe mich über deinen Artikel sehr gefreut. Ich hoffe der Auftrag für den Schlüsseldienst macht Dir Spaß und ist richtig in Gang gekommen.

    Viele Grüße

    EDIT Frosch: Werbe-URL rausgenommen. Hier wirbt nur eine, und das bin ich.


  23. El quakte:

    Interessanter Artikel.
    Beim SEO kommt es sehr stark auf einzigartige und neue Texte an. Wenn man da nicht das geborene Schreibtalent ist, hat man es oft etwas schwerer.
    Da du dir aber richtig viele Gedanken zum Thema gemacht hast, wirst sicherlich bald die ersten Früchte ernten können 😉

    EDIT Frosch: Danke. Aber ist das so schwer zu verstehen, daß ich hier keine kommerziell werbenden Links in den Kommentaren haben will? URL entfernt.


  24. Oizo quakte:

    „Danke. Aber ist das so schwer zu verstehen, daß ich hier keine kommerziell werbenden Links in den Kommentaren haben will? URL entfernt.“

    Nö, ist es nicht. Aber SEO ist auch nicht so schwer zu verstehen…
    Kleiner Tipp: Gier frisst Hirn!


  25. Lurchy 01 quakte:

    Halo, weißt Du eigentlich, wen Du Dir da als „Kunden“ an Land gezogen hast???

    Wenn ich Du wäre, würde ich die Arbeit für so einen Menschen direkt einstellen, oder mich vorher informieren und das Angebot dankend ablehnen.


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