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Kein „Spirit of Health“ in Hannover! (2)

24. April 2014 um 16:27 Uhr von Atari-Frosch

Heute erschien zu diesem Thema (siehe Kein „Spirit of Health“ in Hannover!) eine Stellungnahme der Betriebsleitung des Hannoveraner Kongreßzentrums – allerdings auf Facebook, daher hier im freien Netz noch einmal komplett dokumentiert:

Guten Tag, wir veröffentlichen hiermit die Stellungnahme der Betriebsleitung anlässlich des Beitrages von Frau Julia Dombrowski zur Veranstaltung "Spirit of Health":

Sehr geehrte Damen und Herren, selbstverständlich ist die bisher erfolgte Thematisierung, sowohl im Rahmen des offenen Briefes als auch im Rahmen der hierzu abgegebenen Kommentare, bei der Betriebsleitung des HCC angekommen und auch grundsätzlich von der Argumentation her nachvollziehbar.

Für die formale Durchführung der Veranstaltung kann dies allerdings keine Auswirkungen auf den abgeschlossenen Mietvertrag haben, da, nach Prüfung der Sachverhalte, bei der Veranstaltung keine rechtswidrigen und verbotenen Handlungen erfolgen. Wenn dies nicht der Fall ist, hat eine öffentliche Einrichtung, wie ein kommunales Kongresszentrum, allen interessierten Veranstaltern offen zu stehen. Ein einseitiger Vertragsrücktritt seitens des HCC wäre dementsprechend rechtswidrig und mit wahrscheinlichen Schadensersatz-forderungen verbunden. Darüber hinaus steht einem Veranstalter in einem solchen Fall auch der Weg einer einstweiligen Verfügung offen.

Dies bedeutet nicht, dass das HCC oder die Betriebsleitung inhaltlich mit der dort vorgenommenen Bewertung von Heilmethoden einverstanden ist oder diese unterstützt. Dies tut das HCC grundsätzlich bei keiner Veranstaltung, da dies nicht die Aufgabe eines Kongresszentrums ist und dies darüber hinaus auch detaillierte Sachkompetenz erfordern würde, die bei der Vielzahl von Veranstaltungen und Themen nicht vorhanden sein kann.

Insofern werden wir im Rahmen der Durchführung der Veranstaltung wie immer darauf achten, dass keine Handlungen stattfinden, die rechtswidrigen Charakter haben. Der inhaltliche Protest bezüglich der bei den Veranstaltungen behandelten Themen ist entsprechend an den Veranstalter zu richten, da dieser auch entsprechend fachlich Stellung beziehen kann.

Im Übrigen gehen wir auch davon aus, dass die Veranstaltung, bei der für die Teilnahme eine Teilnahmegebühr erhoben wird, nur von Besucherinnen und Besuchern besucht wird, die sich im Vorfeld entschieden haben, dass Sie die Informationen erhalten möchten.
Dies entspricht dem üblichen Verständnis der Verbraucherautonomie in Deutschland, die jedem erwachsenen Menschen zugesteht, selbst zu entscheiden, zu welchen Themen er zu welchem Preis bereit ist, Zeit und Geld aufzuwenden.

Bezüglich der formalen Voraussetzungen ist diese Handhabung der Veranstaltung seitens des HCC selbstverständlich auch mit der Landeshauptstadt Hannover abgestimmt. Auch hier ist der formale Aspekt eindeutig und mit keinerlei Bewertung der Veranstaltung in inhaltlicher Form verbunden.

Mit freundlichen Grüßen
Joachim König (Direktor Hannover Congress Centrum)

Es ist für ein deutsches Kongreßzentrum also in Ordnung, Kongresse zu systematischer Körperverletzung an Kindern abzuhalten. Das muß man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen. Sowas wie Moral oder Bedenken scheint man in der Betriebsleitung dieses Kongreßzentrums nicht zu kennen.

Für Samstag, den ersten Veranstaltungstag dieses „Kongresses“, hat Christopher Lauer mittlerweile eine Kundgebung vor dem HCC angemeldet. Sie beginnt um 10:00 Uhr am Hannover Congress Centrum, Theodor-Heuss-Platz 1 - 3, 30175 Hannover. Wer vor Ort sein kann, ist aufgerufen, teilzunehmen und ggf. einen Redebeitrag zu leisten.

2 Kommentare zu “Kein „Spirit of Health“ in Hannover! (2)”

  1. Mela quakte:

    Mimimi… mit Rechtsstaat hast du es nicht so, gell?


  2. Das Nuf quakte:

    Trenddiagnose Autismus.


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