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Versagung der Leistungen (3) / kognitive Dissonanzen

26. Juni 2014 um 19:41 Uhr von Atari-Frosch

Dem ARGE war am 13. Juni (laut Briefkopf; auf dem Umschlag war kein Poststempel) „schon“ eingefallen, mich mal zu einem Termin einzuladen bzw. einen „vorzuschlagen“ (denn sanktionieren können sie mich ja nicht mehr), um mit mir zu reden. Es sollte darum gehen, meine „leistungsrechtliche Situation“ zu „klären“. Am Mittwoch früh um 9:00 Uhr.

Der Name der Sachbearbeiterin war mal wieder ein neuer, es ist nicht mehr Frau S. von der Leistungsabteilung. Ansonsten hielt man sich völlig bedeckt: Nur eine Zimmernummer, keine Abteilung, auch die Funktion der einladenden Sachbearbeiterin wurde nicht genannt. Und natürlich keine Durchwahl oder Mailadresse, sonst könnte ich ja auf die abgedrehte Idee kommen, den Termin verschieben zu wollen, zum Beispiel auf eine für mich günstigere Uhrzeit.

Das kam schon etwas überraschend nach immerhin zwei Monaten ohne Geld. Ich dachte mir, entweder denen geht wegen irgend etwas der Arsch auf Grundeis (hat man etwa meine Unterlagen wiederentdeckt?), oder will man mir etwa an der Anwältin vorbei etwas aufschwatzen? Daß da jemand sein Gewissen entdeckt hatte, glaubte ich jedenfalls nicht.

Nachdem meine Anwältin meinte, ich sollte den Termin wahrnehmen, suchte ich mir eine Begleitung (und hatte dann sogar zwei) und kippte binnen anderhalb Tagen meinen Schlafrhythmus um, um am Mittwoch morgen sowas wie wach sein zu können.

Das Auftreten der Frau B. – an deren Tür ich dann „schon“ erfuhr, daß sie Teamleiterin in der Leistungsabteilung ist – verstärkte bei mir einen generellen Eindruck von diesen Sachbearbeitern, den ich schon früher hatte.

In diesem Gespräch ergab sich für mich nämlich folgendes Bild: Sie ignorierte aktiv jeglichen Kontext, den ihre Behörde verursacht hatte (und den mein Verhalten durchaus widerspiegelte) und verlangte auch von mir, diesen Kontext aktiv zu ignorieren. Sie stellte sich als quasi isolierte Einzelperson dar, die alles andere, was diese Behörde so produziert, nicht wußte und nicht interessiert. Gleichzeitig vertrat sie aber exakt die Linie und das System des ARGE und stützt es damit weiterhin.

Ein solches Verhalten habe ich bereits vorher bei anderen Sachbearbeitern im ARGE und im faschistischen Repressionsamt erlebt, aber noch nicht in diesem deutlichen Ausmaß. Vielleicht kann man da nur die Treppe zur Teamleiterin rauffallen, wenn man dieses Verhalten schon besonders stark verinnerlicht hat. „Ich hab mit dem anderen nichts zu tun, ich zieh hier mein Ding durch, und was danach passiert, ist mir auch egal.“

Ich habe diesen Eindruck Alex Schestag erzählt, um seine fachliche Meinung als Psychologe zu erfahren:

Die Psychologie muß man erstmal verstehen. Die einzelnen Mitarbeiter möchten als Individuen, nicht aber als Vertreter des ARGE als solches angesehen werden, und berufen sich dann auf „war ich nicht, davon wußte ich nichts, das war ja früher“ etc. Gleichzeitig sind sie aber in ihrer Handlungsweise voll im System. Grundprinzip: Niemand ist zuständig, keiner ist schuld.

Daraufhin meinte er:

Das ist m. E. eine Form von kognitiver Dissonanz.

Also las ich erstmal Wikipedia; Artikel Kognitive Dissonanz (Stand: 2. Juni 2014 um 16:19 Uhr) und fand da absolut zutreffende Aussagen:

Dissonanzauflösung

[…]

Auch Scheinlösungen, Illusionen und Ausreden können Spannungen reduzieren:

  1. Die Erregung wird auf andere Ursachen zurückgeführt („Die Scheinheiligkeit der Leute nervt mich“).[5]
  2. Der Widerspruch zwischen Verhalten und Einstellung wird heruntergespielt („So schlimm ist mein Verhalten nun auch wieder nicht.“)
  3. Das Verhalten wird als erzwungen dargestellt („Ich musste so handeln.“)
  4. Nichtwahrnehmen, Leugnen oder Abwerten von Informationen
  5. Selektive Beschaffung und Interpretation von dissonanzreduzierenden Informationen

Bingo.

Sehr lesenswert ist auch der Abschnitt Forced-Compliance-Paradigma:

Die erste Gruppe (1 Dollar) bewertete die Aufgabe viel attraktiver als die zweite Gruppe und die Kontrollgruppe. Der Theorie der kognitiven Dissonanz zufolge lässt sich das Verhalten folgendermaßen erklären: Die Versuchspersonen der ersten Gruppe mussten lügen, um die Tätigkeit als spannend darstellen zu können, dabei entstand eine kognitive Dissonanz. Um diese auszugleichen, bewerteten sie die Aufgabe im Nachhinein als attraktiver. Die Versuchspersonen aus der 20-Dollar-Gruppe hatten eine externe Rechtfertigung für ihre Lüge (die 20 Dollar als Belohnung), sodass sie ihr Verhalten nicht im Widerspruch zu ihrer negativen Einstellung zum Experiment erlebten, also keine Dissonanz verspürten.

Also entweder ist die Bezahlung so gut oder sie sehen ihre Karrieremöglichkeiten (und damit wiederum die Chance auf eine bessere Bezahlung) darin, daß sie alles ausblenden, was ihnen sonst direkt ins Gesicht springen müßte. Denn wenn sie das nicht tun würden, müßten sie eigentlich schreiend und entsetzt über sich selbst aus ihren Büros rennen.

Die Konsequenzen:

Je nachdem, ob Mitmenschen freundlich oder unfreundlich behandelt werden, ändert sich die Einstellung zu ihnen. Wenn wir jemandem nicht helfen oder sogar schaden, wird das Opfer von uns abgewertet (vgl. Opfer-Abwertung und Entmenschlichung). Eine freundliche Handlung macht unsere Einstellung freundlicher, was weitere freundliche Handlungen wahrscheinlicher macht; für unfreundliche Handlungen gilt dasselbe: ein Rückkopplungsprozess wird in Gang gesetzt.[19]

Ergo dürfen sie natürlich gar nicht hilfsbereit auftreten oder müssen sogar Schaden anrichten, damit nicht etwa der Eindruck entsteht, sie würden gegen die Interessen ihrer Behörde (also: Geld sparen, Bedürftige loswerden) handeln – und das dann vielleicht sogar noch aus voller Überzeugung.

Ich schließe daraus, daß in solchen Behörden gezielt eine Art psychischer Störung gezüchtet wird: Menschen, die im Sinne ihrer Behörde lügen, Unterlagen verschwinden lassen, Verfahren verschleppen und Bedürftige nötigen, und die Konsequenzen daraus komplett ausblenden – und das alles letztendlich zu ihrem persönlichen Vorteil vor sich rechtfertigen.

Der ständige Wechsel der Sachbearbeitung macht das ganze noch einfacher: Alles, was vorher geschehen ist, kann man problemlos abwerten oder gleich ganz ignorieren, denn wenn es überhaupt geschehen ist, war’s ja irgendjemand anderes. So ist es noch einfacher, keinerlei Kontext oder System erkennen zu lassen. Und doch funktionieren alle genau innerhalb dieses Systems und erzeugen gemeinsam den Kontext.

Je weiter oben jemand auf der Leiter ist, desto stärker ist diese Störung fortgeschritten. Das Endstadium sieht man dann an Gestalten wie dem völlig die Realität verweigernden Heinrich Alt. Wie ich vor einem halben Jahr schon sagte:

Denn Heinrich Alt ist zu feige, sich der Realität zu stellen, die er selbst mitverursacht hat und immer noch mitverursacht. Statt hinzusehen, wenn seine Schergen menschliche Existenzen zerstören, versteckt er sich lieber hinter fröhlich gefälschten Arbeitslosen-Statistiken.

Um zum Tagesgeschäft zurückzukommen: Die Sachbearbeiterin B. verweigerte mir zunächst die zweite Begleitperson mit der scheinheiligen und offensichtlich falschen Begründung, es sei zu wenig Platz im Raum, und sie würde sich dann so eingeengt fühlen. Tatsächlich war genügend Platz vorhanden, und es standen sogar außer den beiden Stühlen direkt vor ihrem Schreibtisch noch zwei weitere an einem kleinen Ecktisch.

Sie entschied, entweder es könne nur eine Person bleiben, oder die andere könne sich draußen hinsetzen und durch die geöffnete Tür mithören. Natürlich hatte ich sehr was dagegen, daß die Tür offenblieb, aber Datenschutz ist dort ja nicht so üblich. Um die Sache nicht weiter hinauszuzögern, entschied ich, welche meiner beiden Begleiterinnen im Zimmer bleiben sollten, und schickte die andere vor die Tür.

Als erstes betonte Frau B. dann, daß ich doch die in den Schreiben geäußerten „Unsachlichkeiten“ (so heißen dort Tatsachen) bitte bleiben lassen solle, sie wolle freundlich mit mir reden. Hmja.

Da man natürlich auch sehr freundlich lügen kann, erzählte sie als nächstes sehr freundlich die Lüge, ich hätte die Gewerbeanmeldung für Nerd4U nicht vorgelegt, und meine Fragen seien auch nicht angekommen. Sie hatte allerdings nur eine Hilfsakte da liegen, weil die Hauptakte ihrer Aussage nach in der Rechtsabteilung sei. Das machte es mir natürlich unmöglich, die Behauptung, meine Briefe und die Gewerbeanmeldung seien nicht in der Akte, zu überprüfen. Ansonsten betonte sie, daß sie mit dem Posteingang nichts zu tun hätte.

Ich konnte mir die Bemerkung nicht verkneifen, daß ja auch 2012 schon gezielt die Briefe von mir verloren gegangen bzw. ignoriert worden waren, die unerwünschte zusätzliche Arbeit machten. Das wollte sie alles nicht wissen, „das war ja früher“ (das mit der Dissonanz; es durfte für sie natürlich kein Kontext entstehen und somit kein System erkennbar werden). Die Möglichkeit, daß überhaupt Post im Hause verloren gehen könnte, lehnte sie konsequent ab.

Als nächstes warf sie mir quasi vor, daß ich die Gewerbeanmeldung nicht mitgebracht hatte. Sie meinte, das hätte ich mir doch denken können, wenn es um meine leistungsrechtliche Situation gehe. Öhm, nein? In der Einladung stand jedenfalls nichts davon. Genau genommen war diese dermaßen nichtssagend, daß ich überhaupt keine Möglichkeit hatte, mich irgendwie vorzubereiten.

Obwohl ich nun eigentlich überhaupt keine Lust dazu habe, diesem Laden ihre verschlampten Unterlagen hinterherzutragen, habe ich schließlich zugestimmt, an einem weiteren Termin nächste Woche die Gewerbeanmeldung nochmals vorzulegen. Auf dieses nochmals werde ich höchsten Wert legen, denn ich werde auch weiterhin die Lüge, ich hätte das Papier nicht eingereicht, nicht akzeptieren.

Außerdem beantwortete sie mir die Fragen zur Anlage EKS, nachdem ich diese nochmal dargelegt hatte. Sie erklärte mir erst, sie könne ja nicht wissen, daß eine UG oder generell eine Kapitalgesellschaft erst ins Handelsregister eintragen sein muß, bevor man dafür einen Gewerbeschein bekommt. Ein paar Sätze später erklärte sie mir dann aber, daß man hier „hunderte“ von aufstockenden Selbständigen betreuen würde. Und dann wissen die das nicht? Sind das etwa alle Einzelunternehmer? Ja ne is klar.

Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, daß sich dieses „Mißverständnis“ auf meine autistischen Kommunikationsprobleme abschieben läßt. Meine definitiv neurotypische Begleiterin, die mit im Zimmer war, meinte hinterher jedenfalls, sie würde auch erwarten, daß vorzulegende Dokumente in der Einladung klar benannt und aufgelistet werden.

Schließlich erzählte mir Frau B., weiterhin sehr freundlich natürlich, daß man nächsten Dienstag dann „weitersehen werde“. Also nicht etwa, daß ich den neuen Bescheid umgehend bekomme, wenn die Unterlagen dann vorhanden sind; das wäre dann wohl zu freundlich gewesen. Nur weitersehen werde man dann.

Die Absicht dahinter, nämlich meine finanzielle Unsicherheit sowie meine (amtsbekannten) depressiven Schübe weiter zu nähren, hat sie in ihrer kognitiven Dissonanz sicher auch nicht erkannt.

Danke an Katharina und Katrina, daß Ihr Euch die Zeit genommen habt, mitzukommen!

… to be contintued …


18 Kommentare zu “Versagung der Leistungen (3) / kognitive Dissonanzen”

  1. Joachim quakte:

    Hammer. Die Theorie der kognitiven Dissonanz würde Einiges erklären. Doch manchmal ist meine Theorie einfach: die sind schon mal kriminell oder wenigstens hochgeradig „gestört“. Nicht immer. Aber „immer öfter“?

    Anders kann ich einen persönlich bekannten Fall nicht erklären, wo das „Amt“ zwei Mitarbeiter entlassen hat, von denen Einer den Fall betreuten, wo sie über 5000 EUR(!) nachzahlen mussten. Das taten die „freiwillig“, ohne jedes Gerichtsverfahren und ohne Abzüge (soweit das nachvollziehbar ist). Schließlich waren alleine die Mietschulden schon erheblich (und der Vermieter, Freunde, Bekannte, die Mutter selbst sollten Orden bekommen). Ein Gerichtsverfahren hätte die Mutter sicher so einfach nicht durchstehen können, denn der Herr Anwalt war auch nur „sachlich“ – sprich, tat keinen überflüssigen Handschlag.

    Die neue Mitarbeiterin hat dann „spontan“ 10 EUR aus ihrer Tasche „gespendet“. Dies, als die Mutter sich weigerte, das Büro zu verlassen, wenn ihr Kind nichts zu essen bekommt. Ab da ging es. Vielleicht lag es ja tatsächlich an dieser neuen Mitarbeitern.

    Deutschland. Manchmal muss man sich schämen.


  2. JoachimA quakte:

    Vielleicht liegt es auch daran, wie man mit den Leuten umgeht.

    Sie haben Frosch „auf dem Kieker“, und das hat sie sich selber zu zuzuschreiben. Punkt. Und wenn sie einen „auf den Kieker“ haben, dann wird es verdammt kompliziert. Da muss man – zumindest vorläufig – erst einmal ganz kleine Brötchen backen.

    Wenn sie – was sie selten tun – die Leistungen ganz streichen, dann haben sie ersten einiges gesammelt und sind sich zweitens recht sicher, dass sie damit durchkommen. Meistens haben sie – außer dem was sie direkt schreiben – noch mindestens ein Ass im Ärmel. Außerdem wissen sie, dass bei Frosch die ganze Welt mitlesen kann, was sie machen. Da sorgen sie schon dafür, dass das wasserdicht ist.

    Und, was folgt vor allem daraus: Sie haben sich richtig Arbeit gemacht, viel Papier beschrieben und lange Begründungen. Mit Textbausteinen und Larifarie geht das heute so nicht mehr.

    Nun denn. Bei Frosch haben sie sich die Arbeit gemacht. Sehr viel Arbeit.

    Warum?

    Da bekanntlich der Ton die Musik macht können die Einwände, Einsprüche und Widersprüche noch so berechtigt sein, Juristen würden sagen „formlos, fristlos, zwecklos.“ So wie sie das bringt fühlen die sich – wie sagt man im Ruhrpott – „angepisst“. Und schmettern erst mal alles ab. Außer vielleicht ein paar Kinkerlitzchen, damit das Kind sein Räppelchen hat. Ganz davon abgesehen, dass einige Einsprüche und Einlassungen, die Frosch hier veröffentlicht hat, auch sachlich völlig rechts unerheblich waren.

    Da hilft kein Jammern und Lamentieren, sie muss nun sehen, wie sie das Kind aus dem Brunnen holen kann. Auf der Dringlichkeitsskala zwischen
    eins und zehn steht ihr Fall bei elf.

    Also: Statt sich intensiv und mit ausführlicher Recherche mit den vermeintlich oder tatsächlichen psychischen Störungen von Sachbearbeitern zu beschäftigen wäre es vielleicht zielführender für sie, die eigene Situation zu analysieren.

    Wenn Sie die Teamleiterin (neumodisch für Abteilungsleiter) mit der Sache beschäftigt und Akten bei der Rechtsabteilung schlummern, dann weiß man, was die Glocke geschlagen hat. Und dann nimmt man – gerade um solche Mätzchen wie mit der nicht vorliegenden Gewerbeanmeldung zu verhindern – außer den immer anzuratenden Begleiter seine kompletten Unterlagen mit. Das entwaffnet dann die anderen. (Übrigens: der Einwand mit dem zweiten Begleiter ist übrigens so richtig. Außer bei Verwandten – darum ganze kurdische Großfamilien im Zimmer – darf man nur einen Begleiter mitnehmen. Was aber geht: man kündigt vorher an, dass man mit mehreren Leuten kommt. Dann muss man aber damit rechnen, dass auch der/die Sachbearbeiter/in nicht mit einem spricht.)

    Dass die Argen nicht gerade die Ausgeburt von Empathie und Verständnis sind, das liegt am System. Es ist schlichtweg die Aufgabe der Argen, den Leuten das Nichtstun ein bisschen unbequemer zu machen. Dass es dabei manchmal nicht mit rechten Dingen zu geht und sicher 1001 Ungerechtigkeiten jeden Tag passieren, ja das ist leider so. Das Leben ist kein Ponyhof.

    Im Grunde hat Frosch ja recht, das derzeitig geltende Hartz 4 System ist krank. Es ist im Prinzip verfassungswidrig. Aber was nutzt Dir das, wenn Du keine Bude mehr hast.

    Dass die Arge Mitarbeiter die Karriere Leiter hoch fallen, wenn sie besonders rigide durchgreifen, auch das ist nun alles andere als eine neue Erkenntnis. Die Politesse mit den meisten Knöllchen wird auch eher Chefin als die, die auch mal ein Auge zudrückt.

    Dabei hat Frosch Glück bisher gehabt bzw. ist in den vergangenen Jahren auf sehr verständnisvolle Sachbearbeiter gestoßen. Ich hab schon oft beklagt, dass die meisten Menschen im SGB2 Bezug schon gewonnen hätten, wenn sich die Argen wenigstens immer an Recht und Gesetz halten würden. Dann blieben vielen der Betroffenen diverse Schikanen und Sticheleien („Wir üben mal früh aufstehen“, Rechtschreibkurs für Abiturienten mit LK Deutsch, Bewerbungstraining, Ergo-Therapie usw) oder Sanktionen wegen Nichtigkeiten erspart. Bei Frosch ist es aber wohl eher umgekehrt. Wenn sie da immer nach den Buchstaben des Gesetzes gegangen wären und auf den Paragraphen geritten hätten, dann hätten sie – nach allem was man hier lesen konnte – ihr schon lange den Saft abgedreht.

    Das macht zumindest Hoffnung. Ein klarer Schuss vor das Bug war „die Versagung von Leistungen“ ja. Wenn es ganz schlimm kommt, dann muss Frosch alles – und zwar wirklich alles – noch einmal neu beantragen. Aber ich denke eher, dass sie nicht darauf hinaus sind. Sie wollen halt nur klarstellen, wer der Herr des Verfahrens ist. (Und den Glauben sollte man ihnen immer lassen!)

    Kleine Bemerkung am Rande: Es spricht eindeutig für die Arge Düsseldorf, dass sie noch nach diversen Blogeinträgen noch keine Anzeige wegen übler Nachrede erstattet habe. Wenn ich Sachbearbeiter wäre und man mich als Faschisten, Lügner oder mehr hinstellen würde, ich könnte auf die Idee kommen und auf Unterlassung klagen….

    Ich weiß ja nicht, was sie in Düsseldorf machen, ich weiß aber was sie hier machen würden:
    Sie würden die Miete und Strom direkt zahlen und dann heißt es friss Vogel oder stirb: Entweder Therapie/Betreuung/“Was auch immer für einen Psychokrams“ oder aber nur noch Taschengeld und Lebensmittelgutscheine. Das ist beides Mist, aber genau das würden sie tun. Und damit kämen sie auch durch. durch mindestens zwei Instanzen.

    Ich hoffe für Frosch, dass sie bei der ARGE dort liberaler sind und sie die totale „Versagung“ wirklich „nur“ als Warnschuss verstanden haben wollen. Immerhin droht Obdachlosigkeit. Da müssen sie drauf reagieren, wenn auch streng juristisch erst nach Eingang einer Räumungsklage.

    Und ich hoffe mal, dass Frosch nun was daraus lernt.

    JO


  3. Joachim quakte:

    Also, wenn ich so um die Dinge wüsste wie JoachimA (2), so fühlte ich mich verpflichtet, etwas dagegen zu tun. Bei diesem Wissen werte ich die vorgetragene Meinung als unterlassene Hilfeleistung oder als mir unverständliches Menschenbild.

    Zu den Punkten:
    1) Eine ARGE, die jemanden auf dem Kieker hat, die ist inkompetent.
    2) Wenn die ARGE immer wieder Gerichtsverfahren verlieren, so nehme ich nicht an, dass die immer dafür sorgen, dass es „wasserdicht“ ist.
    3) Wenn sie „erst mal alles abschmettern“, so handeln sie klar illegal.
    4) zu: „vermeintlich oder tatsächlichen psychischen Störungen von Sachbearbeitern“. In der Tat, das ist nur relevant, wenn die so „Impulsiv“ agieren, wie hier beschrieben. Allerdings ist das nicht die Schuld der Klienten. Die Schuldumkehr, die Annahme, der Klient wäre gerne in so einer Situation, die ist mehr als dreist. Wer ist für wen da?
    5) Wenn man keine Zeugen mehr mitnehmen darf, so würde ich mir Rat bei einem Anwalt suchen.
    6) wenn „Mitarbeiter die Karriere Leiter hoch fallen“ so ist das ein klares Zeichen für ein korruptes System. Gerade da, wo es um Menschen geht, ist das inakzeptabel.
    7) „schon lange den Saft abgedreht“ ist menschenverachtend.
    8) „Herr des Verfahrens“? Schon mal überlegt, dass ein Klient möglicherweise, vielleicht einen Grund für die Situation hat? Der „Herr des Verfahrens“ könnte sich als gänzlich inkompetent erweisen.
    9) Therapie/Betreuung durch Leistungsentzug erzwingen? Also zunächst einmal stellt sich die Frage nach der Kompetenz, eine Therapie/Betreuung anzuordnen. Das hört sich mehr nach Kaltstellen eines unliebsamen „Kunden“ an. Vollständig inakzeptabel und unprofessionell.
    10) Warnschuss? Ja, den habe ich gehört.

    Vielleicht sehe ich ja alles falsch. Doch die heutige praktische soziale Arbeit geht von gänzlich anderen Prämissen aus. Diese Erkennisse in einer ARGE nicht zu berücksichtigen ist nicht durch mangelhafte Ausbildung entschuldbar.


  4. JoachimA quakte:

    Hallo Namensvetter (ohne A)

    Zunächst einmal: Ich habe nur versucht, die Lage zu analysieren. Dass das alles in der besten aller Welten möglicherweise anders wäre und in dieser Welt anders sein sollte, keine Frage. Doch alles Gejammer nutzt gar nichts. Bleiben wir also bei den Fakten und versuchen zu verstehen, was sich die „Gegenseite“, also die Arge in diesem Fall denkt und warum sie was machen.

    Im Einzelnen:

    „1) Eine ARGE, die jemanden auf dem Kieker hat, die ist inkompetent.“
    > Richtig, aber leider tagtäglich Praxis.
    Und wer kann sich davon freisprechen, dass er nicht manchmal ungerecht (also auch inkompetent) ist und nicht nach dem Bauchgefühl, nach Sympathien und Antipathien handelt. Ich würde gerne immer 100 Prozent gerecht sein, aber nie behaupten es auch immer zu sein. Da kann man sich noch so viel Mühe geben.

    „2) Wenn die ARGE immer wieder Gerichtsverfahren verlieren, so nehme ich nicht an, dass die immer dafür sorgen, dass es “wasserdicht” ist.“
    > Nicht immer wieder, aber zu knapp einem Drittel. (Was auch bedeutet, das da viel geschlampt wird.) Tenzdenz stark fallend.
    Nur in den aller wenigsten Fällen geht es um die totale Versagung von Leistungen – und da gewinnen sie meistens. Hauptstreitpunkte in den H4 Verfahren sind falsche bez.weise unwirksame „Eingliederungsvereinbarungen“ und die Auslegung derselben, unzureichend begründete Sanktionen (Leistungskürzungen) und vor allem Fragen der Unterkunft. (Miet- bzw. Heizungskosten.) Und, viele Fälle ließen sich auch außergerichtlich lösen, aber von Hartz4 leben Scharen von Anwälten. Denn die Gewinnen immer, egal wie ein Verfahren ausgeht und klagen darum gern.
    „3) Wenn sie “erst mal alles abschmettern”, so handeln sie klar illegal.“
    > Sie handeln unmenschlich, illegitim, aber nicht illegal – oder nur äußerst selten. (Außer bei nachweislich vorzeitlicher Rechtsbeugung, machen sie aber nicht oder nur selten.) Und nebenbei bemerkt, einige der Einlassungen und Einsprüche, die Frosch hier veröffentlicht hat, da wäre es eine schreiende Ungerechtigkeit gegenüber der mehr als 8 Mio. anderen H4 Betroffenen gewesen, wenn sie die nicht „abgeschmettert“ hätten. Noch gilt gleichen (Un)Recht für alle. Oder sollte es zumindest.

    „4) zu: “vermeintlich oder tatsächlichen psychischen Störungen von Sachbearbeitern”. In der Tat, das ist nur relevant, wenn die so “Impulsiv” agieren, wie hier beschrieben. Allerdings ist das nicht die Schuld der Klienten. Die Schuldumkehr, die Annahme, der Klient wäre gerne in so einer Situation, die ist mehr als dreist. Wer ist für wen da?“
    > a.) Sie haben bei Frosch in jeder Art und Weise reagiert, aber ganz gewiss nicht impulsiv.
    > b.) Eine „Schuldumkehr“ mag ich nicht zu erkennen. Und weder ich und offenbar auch nicht die Arge haben unterstellt „..der Klient wäre gerne in so einer Situation..“ Außerdem ist die Frage, ob jemand freiwillig oder nicht, unverschuldet oder fahrlässig in eine Notsituation geraten ist im Sozialrecht irrelevant.
    > c.) Sonntags (also in den Sonntagreden) sind die Argen dafür da ihren sog. „Kunden“ zu helfen.
    An Werktagen und vor allem zu den üblichen Bürozeiten dient das System der Bereinigung der Arbeitslosenstatistik, der Rekrutierung von Billigstlöhnern und der Minimalversorgung gewisser Bevölkerungsgruppen zur Verhinderung einer „Hungerrevolution“. Wer was anderes glaubt lebt in Lummerland und darf weiter träumen.

    „5) Wenn man keine Zeugen mehr mitnehmen darf, so würde ich mir Rat bei einem Anwalt suchen.“
    > Man darf. Aber wie schon geschrieben nur einen. Und (wahrscheinlich beliebig) viele, wenn man es ankündigt. Dann muss man aber damit rechen, dass man auch mit mehr als einem Sachbearbeiter konfrontiert wird. Damit soll verhindert werden, dass ein Sachbearbeiter fünf oder zehn Leuten gegenüber sitzt. Bei zwei Begleitern einen vor die Tür zu setzen ist in der Tat kleinlich, aber möglicherweise aufgrund von Erfahrungen der Sachbearbeiterin nachvollziehbar.

    „6) wenn “Mitarbeiter die Karriere Leiter hoch fallen” so ist das ein klares Zeichen für ein korruptes System. Gerade da, wo es um Menschen geht, ist das inakzeptabel.“
    > Ganz Deiner Meinung, nur leider ist es nun einmal nicht so. Nicht mehr und nicht weniger hab ich geschrieben. Und bei der Arge geht es nicht um Menschen, sondern um Geld. Geld das die einen von den anderen haben wollen und die anderen den einen möglichst nicht geben wollen. So einfach ist das. Mit „Sozialarbeit“ hat die Arge soviel zu tun wie Caritas mit der Befriedigung des Sexualtriebes. Das eine Sozialstation, das andere Puff.

    „7) “schon lange den Saft abgedreht” ist menschenverachtend.“
    > Mein Gott, das was nur etwas flapsig formuliert. Und außerdem: noch verhungert sie nicht, hat kein Gerichtsvollzieher sie aus der Wohnung geschmissen. So schnell geht das auch nicht. Und wie bitteschön soll man es denn nennen, wenn sie gar nichts bekommt. Ach ja, „Versagung von Leistungen“. Harter heißen heute ja auch „Kunden“.

    8) “Herr des Verfahrens”? Schon mal überlegt, dass ein Klient möglicherweise, vielleicht einen Grund für die Situation hat? Der “Herr des Verfahrens” könnte sich als gänzlich inkompetent erweisen.
    > Ich verrate Dir mal was: Es ist noch viel schlimmer:
    Der wirklich dümmste Fehler der gesamten Gesetzgebung im SGB2 ist der, dass man der vermeintlichen Entbürokratisierung und der Verfahrensbeschleunigung wegen sehr viel Kompetenzen auf die nicht immer kompetenten „Fallmanager“ und Sachbearbeiter gelegt hat. Ohne wirklich wirksame Einspruchsmöglichkeiten der Betroffenen. Und ohne aufschiebende Wirkungen bei Einsprüchen. Sie – genauer der, der gerade die Akte auf dem Schreibtisch hat – ist der Herr des Verfahrens, sowohl de jure und meist auch de facto.
    Wobei sich die Frage ergibt: Wer denn sonst? „Herr des Verfahrens“ ist außerdem ein gängiger „Terminus Technicus“.
    Dass die Hilfebedürftigkeit des Klienten einen Grund hat, keine Frage. Nur es sind nicht die Argen und auch nicht die Gesellschaft oder der Nachbar oder „das System“, die die alleinige Schuld tragen. Und schon gar nicht die ARGE. Die ist nur der Verwalter des Elends. Der Gerichtsvollzieher als letzte Instanz trägt auch keine Schuld daran, dass der Klient pleite ist und die Krankenschwester hat auch nichts mit den Bauschmerzen des Patienten zu tun. (Eher die Krankenhausküche…)

    „9) Therapie/Betreuung durch Leistungsentzug erzwingen? Also zunächst einmal stellt sich die Frage nach der Kompetenz, eine Therapie/Betreuung anzuordnen. Das hört sich mehr nach Kaltstellen eines unliebsamen “Kunden” an. Vollständig inakzeptabel und unprofessionell.“
    > Richtig. Und es hört sich nicht nur so an, es ist auch so. Das das mehr als nur ein kleines Übel sondern ein Verstoß gegen das halbe GG und eine himmelschreiende Sauerei ist, der Meinung bin ich auch.

    „10) Warnschuss? Ja, den habe ich gehört.“
    >Hoffentlich nicht nur Du.

    Fazit: Wenn Frosch mit ihrer bisherigen Linie weitermacht landet sie auf der Straße oder in der Psychiatrie. Mit jammern im Internet ist es dann vorbei.

    JO


  5. Daywalker quakte:

    Du kennst meine Meinung dazu bereits, gerade weil ich indirekt aus der ‚Branche‘ komme – trotzdem will ich sie anhand eines Beispiels nocheinmal zusammenfassen:

    „Du hast keine Ahnung, welche Schwierigkeiten der Staat und seine Vertreter auf völlig legalem Weg (legal heisst hier nicht angreifbar) Dir machen kann und wenn Du nicht klein bei gibst wohl auch machen werden. In diesem Strudel der entsteht kann und wird man vielleicht untergehen. Das nutzt nur Märtyrern …“


  6. JoachimA quakte:

    Daywalker quakte:

    “Du hast keine Ahnung, welche Schwierigkeiten der Staat und seine Vertreter auf völlig legalem Weg (legal heisst hier nicht angreifbar) Dir machen kann und wenn Du nicht klein bei gibst wohl auch machen werden. In diesem Strudel der entsteht kann und wird man vielleicht untergehen. Das nutzt nur Märtyrern …”

    +1

    JO


  7. Küstennebel quakte:

    „Obwohl ich nun eigentlich überhaupt keine Lust dazu habe, diesem Laden ihre verschlampten Unterlagen hinterherzutragen, habe ich schließlich zugestimmt, an einem weiteren Termin nächste Woche die Gewerbeanmeldung nochmals vorzulegen. Auf dieses nochmals werde ich höchsten Wert legen, denn ich werde auch weiterhin die Lüge, ich hätte das Papier nicht eingereicht, nicht akzeptieren.“

    Ach Frosch, wieso immer so schwer machen? Du magst vielleicht sogar Recht haben. Aber mal eine andere Frage:

    Wer gibt dir auf der Straße eigentlich ein paar Hundert Euro pro Monat? Irgendwer? Letztlich will dir aus welchen Gründen auch immer der Staat eine Leistung zukommen lassen, aber dann stellt dieser Staat auch die Regeln dafür auf. Aber der Staat ist nun mal ein unpersönliches und oft nicht besonders zimperliches Institutionelles Monstrum. Da wirken doch noch ganz andere Kräfte, als nur das simpel Oberflächliche.

    Es muss hingenommen werden wie es läuft, vor allem dann, wenn man selbst etwas will. Lass die doch sich aufspielen und du selbst suche nach den praktischen Lösungen.

    Praktisch ist das was nicht nachweisbar ist, auch nicht eingereicht, wenn jemand behauptet es sei nicht eingereicht worden. Da hilft auch keine Beteuerung, nein, nichts. Es ist auch so das man im Vertragsrecht oder anderen bei anderen Dingen einfach den Kürzeren zieht, wenn man etwas nicht nachweisen kann.

    JA, die Welt ist schlecht! Alle möglichen Leute lügen, betrügen und sind rücksichtslos engstirnig und egoistisch. Es gibt auch systemische Probleme, die jeder Institution zu im wesentlichen unterliegen, sowas wirkt dann auch mit, nicht einfach nur irgendwelche Leute, die dich vielleicht eventuell ungerecht behandeln.

    Nimm doch einfach mal wahr, das du wie auch viele andere Aspergers eine krude Wahrnehmung und eine egozentrische Sicht auf die Dinge hast. Konzentrier dich auf den pragmatischen, den sachlichen Teil und lass diese Rechthaberei und das Trotzverhalten weg.

    Dann wird das vielleicht leichter werden. VIELLEICHT! Es gibt einfach keine Garantien. Sich auf Recht zu berufen, das der Staat geschrieben hat ist völlig legitim. Das heißt aber nicht das man Recht bekommt. Systemfehler, unterschiedliche Rechtsauslegung, Mißverständnisse, oder gar Rechtbeugung, alles kein Ding. Das kann immer vorkommen und das muss einfach jeder auch aushalten in dieser Welt. Sonst fährt man SEINEN eigenen Karren an die Wand. Und das interessiert nicht so viele Leute. Sicher, wenn man jemand erzählt, das man am Ende ist, dann sind viele noch so nett und verschenken wohlwollendes Mitgefühl, nette Worte, auch mal eine warme Mahlzeit und gelegentlich (unter)stützen einige einen wirklich für eine Weile.

    Aber das was der Staat für uns leistet, ob man ihn jetzt besonders positiv oder besonders negativ einstuft: Der Staat ist was er ist. Er hat ein Gewaltverhältniss zu seinen Untertanen und das muss so sein. Wo keine Gewaltbereitschaft, keine Macht konzentriert ist, da gewinnen die Bösen Leute noch viel mehr Kontrolle über unsere Leben in einer ganz anderen direkteren Art und Weise. Dann zählt noch viel weniger als das Recht, das uns der Staat als seine Bürger einräumt.

    Versuch es doch einfach mal von anderer Seite zu sehen, nicht aus deiner eigenen Betroffenheits und Unterdrückungsperspektive, aus der Rechtbehalten-Wollen.

    Du musst Freundlichkeit, Entgegenkommen und dergleichen mehr nicht richtig verstehen. Man braucht gar nicht mit den Leuten vom Amt zu streiten. Man kann mit warmen freundlichen herzlichen Worten und offener Berichterstattung alle seine Rechte und Pflichten hinbekommen.

    Deine Analyse halte ich für völlig in Ordnung. Aber das sind Erkenntnisse, die taugen am Ende des Tages um sich etwas die Lage zu erklären, aber sonst nur noch um den Hintern abzuputzen. Letztlichz bleibt es wie es ist, die Welt dreht sich weiter und alles theoretisieren bringt nichts weiter ein.

    Ich sagte ja schon das ich ADHS mit starkem Aspieeinschlag bin, ob das Asperger eine eigene Diagnose verdient, ich weiß das noch nicht so recht. Fakt ist: Ich kenne das gerede das du hier schreibst aus eigener Lebenserfahrung. Man erklärt sich die Dinge in dieser Sachbezogenen Art und Weise, aber der Zugang zu den sozialen Kommunikationsmarkern wird dir weiterhin verwehrt bleiben.

    Man stirbt einfach nicht, wenn man freundlich ist und bleibt. Selbst dann wenn man ungerecht behandelt wird. Behalte deine eigenen Ziele im Auge, nicht das Revoltieren gegen einen fragwürdigen IST-Zustand in der Gesellschaft.

    Wenn du dich mit Geschichte befassen tätest, und genau schaust und Analysierst, dann kannst du feststellen: Es war schon immer so: Die Reichen reicher, die Armen ärmer, Spaltung, Hass, Neid und Unterdrückung. Habenichtse ausgebeutet zum Nutzen derer, die sich noch als Retter aufspielen.
    Gesellschaften sind durch Hochs und Tiefs gegangen, politische Unruhe, Aufstände, Rebellionen. Alles immer wieder für die Katz. Nach 100 Jahren das gleiche Spiel jedes mal von vorne, mehr oder weniger.

    Es ist in jeder Epoche dasselbe. Mal extremer, mal weniger Extrem. Gerade heute wird es härter auch bei uns in Deutschland. ABer mal im Ernst: Heute wo wir das Elend nicht mehr einfach nur noch exportieren können, das Elend nach Deutschland zurückschwappt und die relative Armut um sich greift, gerade Heute jammern die Betroffenen herum, die ihre Kaufkraft und ihre Einkommen, ihre Lebenssicherheit verloren haben.

    Wieviele haben denn gejammert als Deutschland noch die Insel der Glückseligen war? Als die dicken Renten noch sicher(er) waren? Als die Einkommen noch sehr sehr hohes Niveau hatten? Wer hat da gejammert und gemeckert und von Umsturz gefaselt? Wenige, sehr sehr wenige.

    Heuchelei ist das und die Leute sind nicht besser als die, die sie beherrschen. Es interessiert die allermeisten eh nur ihr eigenes Elend. Das der Anderen, der Fremden ist relativ … alles nur Statistik, langweilige Nachrichten.

    Also worüber echaufierst du dich?

    Lerne einfach das diese Welt sich nicht um dich, nicht um deine Bedürfnisse, nicht um deine Interessen dreht sondern diese Welt geht immer ihrem Zeitgeist nach und das an jedem Ort der Welt, in jeder Gesellschaft das selbe.

    Beharre nicht so frech auf das was man dir anbietet. Klage dein Recht ein, aber ohne diese Radikalität, ohne diesen penetranten Protest.
    Bestehe auf eine Begleitung, wozu jedoch zwei? Ich finde es normal das sich ein Mitarbeiter dann bedrängt fühlt.

    An anderer Stelle in anderem Zusammenhang gehen Sie davon aus, das sie sich nicht besonders feminin, aber genauso nicht maskuliin fühlen, sondern Sie definieren sich als Menschen, jemand der beide Teile in sich vereinigt. Und genau das ist es. Das gilt auch für andere Bereiche.

    Stinos sind zwar anders, aber wir sind auch nicht besser als Stinos, sondern nur auf andere Art Doof. Nimm die Menschen an wie sie sind, nimm die Instutitionen dieser Gesellschaft wie sie sind. Es bleibt eh immer so wie es ist. Noch keine Revolution der Weltgeschichte hat dauerhaft positive Änderungen gebracht. Das ist den Gesellschaftssystemen einfach immanent.

    Und genauso wird es auch immer irgendwelche Ämter geben, die Verrückt(e) machen 🙂

    Rebellion gegen ein System, das unendlich größer ist als man selbst, führt nur dazu, das man daran erstickt bzw. davon erstickt wird.

    Denk halt nach, vielleicht läßt sich mit versöhnlichen Worten einfach mal ein neuer Anfang finden mit dem Amt?

    Das hilft bei Stinos wirklich, auch wenn wir das oft nicht so recht nachvollziehen können…

    Viel Erfolg, wie auch immer!


  8. Joachim quakte:

    Halt halt Küstennebel.

    Erst einmal:

    vergiss das mit dem Obrigkeitsdenken. Nicht „stellt dieser Staat auch die Regeln dafür auf“, wir stellen die Regeln auf. Wir leben nicht in einer Diktatur. Und falls doch, tut mir Leid, damit finde ich mich nicht ab.

    „Wer gibt dir auf der Straße eigentlich ein paar Hundert Euro pro Monat?“
    Das Beispiel aus Post 1 ist real. Was meinst Du, wovon die gelebt hat?

    „auch viele andere Aspergers eine krude Wahrnehmung und eine egozentrische Sicht auf die Dinge hast.“
    Sach mal, geht es noch?


  9. Joachim quakte:

    @JoachimA

    „Wenn Frosch mit ihrer bisherigen Linie weitermacht landet sie auf der Straße oder in der Psychiatrie. Mit jammern im Internet ist es dann vorbei.“

    Okay, das wäre dann ein Verbrechen. Sowas hatten wir in der DDR. Es stimmt zwar, ich kann nicht viel daran tun. Doch es gibt immer einen Weg. Außer es tut niemand was.

    Lieber Namensvetter, wie wäre es mit praktischen Tipps für ein wenig Linderung? Tipps, die nicht die Schuld umkehren und die Mehrheit der Opfer zu Tätern macht. Was Du beschreibst, das ist klar illegales und menschenunwürdiges Handeln durch die ARGE. Das ist selbst dann nicht gerechtfertigt, wenn der Kunde fehler macht. Denn wer ist hier der Profi?

    In diesem Sinn: Danke Frosch. Dieser Mist kann einen fertig machen. Ich bin ganz klar bei Dir.


  10. Küstennebel quakte:

    „Joachim quakte: “auch viele andere Aspergers eine krude Wahrnehmung und eine egozentrische Sicht auf die Dinge hast.”
    Sach mal, geht es noch?“

    Das ist nun mal Bestandteil dieser neurologischen Entwicklungsstörung. Lesen Sie einfach mal die entsprechende Fachliteratur. Wer einen erheblichen Teil der Kommunikationsinhalte versäumt, nämlich emotionale Informationen, der versteht eben auch nicht genau wieso die Leute grad so komisch reagieren. Der muss dann aus diesem fehlenden Bezugsrahmen des Mitmenschlichen heraus auf die Schiene der Analyse von sozialpsychologischem Kontext kommen. Denn genau das ist das Problem und wie gesagt, ich bin selbst so geeicht. Ich hab das alles selbst erlebt und hatte nur Glück das mich das nicht so massiv festgehalten hatte und ich gute „Lehrer“ hatte, die mir den emotionalen Zugang sehr sachbezogen auf die Dauer und Jahre beigebracht haben, bis ich zu einem besseren Verständniss kam. Das ist noch lange nicht so intuitiv wie das bei Normalos ist, oft verzögert begreife ich das eine oder Andere.

    Ich habe nichts anderes getan als Frosch zu ermuntern, auf dieses Brimborium zu verzichten und lieber ihre eigenen persönlichen Ziele besser im Auge zu behalten. Ich sehe da kein Problem.


  11. joachimA quakte:

    Den praktischen Tipp hab ich ja ganz zu Anfang gegeben: Kleine Brötchen backen, die Kröte schlucken. Alles andere wird nicht funktionieren. Das kann man beklagen, ich zunächst einmal nicht zu ändern.

    Beispiel: Dass gelegentlich Unterlagen verschwinden ist ein alter Hut. Also Kopien bereithalten. „Was, die Gewerbeanmeldung ist nicht da, hier hab ich eine Kopie…“ Dann sind die wieder am Zug und können nicht eine Woche raus schinden. So macht man das. Lass dem Kind (also der Arge) das Räppelchen.

    Beispiel: Wenn ich jeden Scheiß im Internet veröffentliche, dann darf ich damit rechnen, dass die Gegenseite dreimal quer liest ehe sie irgendeinen Bescheid raus schicken. Wenn sie die Leistungen ganz streichen sind sie sich ganz sicher, selbst bei jemanden, der nicht bloggt und nicht weiß wie Anwalt geschrieben wird. Also erst einmal Parole „kleine Brötchen“.

    Beispiel: Wenn ich eine Firma gründe (Mit Nerd und so ich schreib den Namen jetzt bewusst nicht) und darüber mit vollen Namen über die diversen Schwierigkeiten in einem Block wie diesem lamentiere, tja… Google mal, und überlege, was potentielle Kunden dann denken werden.

    Beispiel: Wenn ich die Gegenseite, von der ich letztendlich abhängig bin, öffentlich als „faschistisches Amt für Repressionen“ beschimpfe und jedem, aber auch wirklich jedem Mitarbeiter dort öffentlich als Lügner bezeichne und unlautere Absichten unterstelle, über vermeintlich psychische Störungen bei anderen rumjammere, dann sollte jedem klar sein, dass das nicht gerade förderlich ist.

    Es ist alles schon 100 mal gesagt und geschrieben worden. Gegen Resistenz kann niemand was tun. Das ist leider so.

    Ich kenne viele Menschen und habe Leute beraten, denen es erstens noch schlechter ging als Frosch und deren Lage bedrohlicher war als ihre. Nur die haben keine Weltanschauung daraus gemacht und im Internet öffentlich Gott und die Welt für alles und nichts verantwortlich gemacht und ausschließlich sich selber aus der Verantwortung genommen.

    Eine Lösung findet man immer. Auch wenn die nicht einem nicht schmeckt. Alles oder nichts wird nicht funktionieren. Bei Frosch werden sie irgendeine Form von Beratung, Betreuung (hoffentlich nicht nach §§ 1896 ff BGB) Begleitung werden sie verlangen. Dass es so nicht weiter geht, das sollte klar sein. Bis jetzt hat man sie mit Samthandschuhen angefasst. Das dürfte nun vorbei sein.

    Aber noch mal: Im Grunde teile ich Frosch’s Kritik am System, in den meisten Punkten bin ich bei ihr. Aber so, wie sie es angeht läuft das nicht. Aber das weiß sie auch selber.

    Also was soll es.

    Das war es denn für mich.

    JO


  12. Joachim quakte:

    Prima, dann haben wir also die Situation, dass Frosch dafür verantwortlich ist wenn die ARGE Unterlagen verschlampt. Die Ursache ist Froschs Verhalten wegen ihres Aspergers. Der ist selbstverständlich bei allen „Gestörten“ identisch. Da hat die ARGE keinerlei Schuld und Verantwortung. Schließlich ist der Bürger ja für die ARGE da und nicht umgekehrt.

    Geht’s noch? Selbst wenn Asperger eine Störung bedeuten würde (so scheint sie mir hier sehr angemessen), so ist das noch lange kein Grund zu diskriminieren. Auf Taube, Blinde, irgendwie andere Menschen müssen Behörden schließlich auch eingehen.

    Natürlich sind immer zwei an Kommunikation beteiligt. Nur zwei sind zwei und nicht Einer, der per Definition Schuld hat. Insbesondere dann, wenn es ein Machtgefälle und ausgebildete Fachkräfte (darf ich lachen?) gibt. Was ihr verlangt ist ungerecht und diskriminierend. Es bricht Menschen und schadet ihnen mehr als jede „tiefgreifende Entwicklungsstörung“. Wenn das so ist, dann ist diese Gesellschaft wenigstens so sehr gestört, wie die Aspis.

    Insbesondere in dem Punkt Empathiefähigkeit sollten sich die Durchschnittsmenschen nun überhaupt nichts mehr einbilden.


  13. Daywalker quakte:

    Meine Herren,

    Ihr könnt Euch hier so lange streiten wie Ihr wollt und Ihr knnnt solange das System kritisieren wie Ihr wollt. Die hier verbrauchte Energie trägt nicht im Mindesten dazu bei, dass sich an der Situation etwas verändert.

    In allen Ländern und Gesellschaften dieser Welt gilt:

    „Die Macht hat, wer am längeren hebel sitzt“

    und/oder

    „Den Ast auf dem ich sitze, säge ich nicht ab“

    und/oder

    „Dessen Brot ich ess‘ dessen Lied ich sing‘

    etc. pp.

    Das System ändert sich nicht dadurch, dass ein Einzelner gegen Windmühlen kämpft, sondern sich Abermillionen Betroffene dazu entschliessen aufzustehen und etwas dagegen zu unternehmen. Und Menschen, die in Germoney unter der aktuellen Gesellschaftspolitik und der immer grösser wedenden Schere zwischen arm und reich leiden, gibt es wahrlich genug.

    Und auch wenn mich die Thhematik nicht betrifft und mit etwas Glück auch niemals betreffen wird – ich sage zu jederzeit mit aufzustehen, wenn sich die endlich erheben, die klagen (laut oder leise), um etwas zu unternehmen das Hand und Fuss hat.


  14. Joachim quakte:

    „In allen Ländern und Gesellschaften dieser Welt gilt..“. Das siehst Du falsch. Das gilt vielleicht für „Durchschnittsmenschen“, für die die, keine Perspektiven haben, für die, denen Introspektion ein Fremdwort ist und denen RTL und Bild reicht. Das gilt aber nicht zwingend für Aliens. Warum sollten sie Blödheit akzeptieren? Das Zauberwort ist Kooperation.

    Woher möchtst Du wissen, dass ich nicht schon lange aufgestanden bin? Muss ich damit protzen? Sorry, das habe ich nicht nötig und Dein Post ist eine Unterstellung. Und selbstverständlich muss man manchmal Dinge kommunizieren, sich dagegen stellen, was falsch ist. Selbstverständlich, wenn Du auf Andere wartest, dann kannst Du lange warten. Doch zum Glück betrifft Dich das ja nicht. Denkst Du. Wir sind es, die diese Welt formen und dafür verantwortlich sind.

    Man man, ich kann Aspies sowas von verstehen, wenn die entdecken, dass sie vor der Geburt im Universum dummerweise falsch abgebogen sind, nur weil der kleine blaue Planet so nett aussah…


  15. Daywalker quakte:

    @Joachim
    Ich bin nicht der Meinung, dass ich das falsch sehe – war klar oder? Ich schaue nach draussen, und sehe keine Horden von Menschen, die gegen die Missstände demonstrieren und oder eine Partei/einen Verband gegründet haben, um es endlich mal ins Bewusstsein derer zu schaffen, die das ändern könnten, wenn sie es denn wollten.

    Oh – ich gestehe gerne, ich musstefür die Beduetung von „Introspektion“ Google bemühen, mir deshalb aber den ‚Durchscnittsmenschen‘ zu unterstellen, führt deine eigene Aussage ad absurdum, da Du ja erklärtermaßen keine Ahnung hast, was für ein Mensch ich bin, was mich bewegt und für was ich kämpfen würde.

    Du darfst da jetzt gerne noch einen langen (Hass-)Post anhängen – ich habe zum eigentlichen Thema gesagt, was zu sagen ist und werde meine Pension geniessen, RTL schauen (ob das wohl ein guter Tipp war) und darauf warten, dass die die es betrifft mal aufstehen und beginnen etwas zu ändern.

    In diesem Sinne …


  16. JoachimA quakte:

    Joachim quakte:
    „Prima, dann haben wir also die Situation, dass Frosch dafür verantwortlich ist wenn die ARGE Unterlagen verschlampt…“

    Das hat niemand so behauptet. Nur man muss deshalb keinen Zwergenaufstand machen – das bringt nichts- sondern kann z.B. reagieren wie von mir vorgeschlagen. Verschlampte Unterlagen, mein Gott der Trick ist doch so was von abgenudelt.

    Joachim quakte:
    „…Insbesondere in dem Punkt Empathiefähigkeit sollten sich die Durchschnittsmenschen nun überhaupt nichts mehr einbilden.“

    ROFL Der Witz war gut.

    Es ist einfach nur lachhaft immer Verständnis zu fordern und selber nicht eine Spur für andere aufbringen zu wollen. Es nicht einmal zu versuchen. Und wenn schon kein Verständnis, so sollte man doch zumindest das Verhalten der anderen zu verstehen. Aber nein, das kann man ja nicht verlangen… Könnte ja das eigene Weltbild erschüttern und sorgsam gepflegt Vorurteile ad absurdum führen.

    Schuld sind immer und ausschließlich die anderen, zur Not zieht man die Psychokarte, zitiert den Vorredner falsch und unterstellt allen und jedem eben mangelnde Empathiefähigkeit und …

    och nööö – keinen Bock mehr.

    Bin weg. Es ist einfach nur noch albern.

    JO


  17. Küstennebel quakte:

    Es ist nicht meine Intention von Veränderung zu palavern.

    Mir gehts darum das Frosch ihre eigenen Ziele gradliniger verfolgen kann. Dafür ist es eben teilweise nötig auch Ungerechtigkeiten zu ertragen. Fällt Aspergern auch schwer, das weiß ich ja. Darum ist es auch eine positive Anregung aber auch ein bischen klare Worte um vielleicht aufzuzeigen das es hilfreicher für einen Selbst sein kann, ohne das man gleich ein Systembückling wird. Man kann sogar gehorsamer Bürger sein, ohne auch nur einen einzigen Jota seiner eigenen inneren Überzeugungen aufzugeben.

    Ich halte es für wichtiger das es Frosch gut geht und das eine Lernkurve aus den Problemen entstehen kann.

    Ob und wie und wer letztlich im höheren Maße falsch handelt, ob oder wer Schuld hat, was kümmert das denn @Joachim?@Frosch?
    Man kann im Recht sein, sich so an sein Recht klammern, das man verbittert zu Grunde geht.
    Man kann auch die Ungerechtigkeiten des Lebens annehmen, den Tätern auf die eine oder andere Art „verzeihen“ und sich so seine eigene Souveränität sichern. Wenn man sich aber eine Art „Feindbild“ aufbaut und daran festhält, eine Strichliste führt und alle Fehler der anderen Seite ständig widerkäut, dann bleibt man in dem Konflikt verhaftet.

    Es wäre einfacher sich selbst eine Akte anzulegen, die den gesamten Schriftverkehr enthält Frosch, das hat jemand hier ja schon ähnlich vorgeschlagen. Jede Anfrage nach einem Schriftstück kann sofort bedient werden. Jedes Dokument ist bereits in Kopie vorhanden und jede Herausgabe kann sofort auf der Kopie der Kopie verzeichnet werden. Schon klar, sofern einem diese Bestätigung nicht verweigert wird. Man kann nur tun, was man selbst tun kann. Dazu zählt manchmal Ungerechtigkeiten und Unverschämtheiten anderer zu übersehen.

    Das fällt nicht leicht, weiß ich. Jedoch: Es geht nicht darum dem Amt alles nachzutragen, es geht darum das DEINE Angelegenheiten geregelt werden, TROTZ der Konflikte mit den Mitarbeitern.

    Es ist immer besser pragmatischer mit dem IST-ZUSTAND umzugehen, als ewig lange einen wünschenswerteren SOLL-Zustand herbeizusehenen und dadurch Zeit zu vergeuden, die man nur einmal hat.

    Beste Grüße


  18. #Leere Versprechungen – Hartz IV und die Folgen – Zynismus in Gesetzesform | Piratenpartei NRW quakte:

    […] mir bei diesem Termin ansonsten auffiel, war diese kognitive Dissonanz, die ich durchaus auch schon vorher bei Sachbearbeitern des ARGE bemerkt hatte, wenn auch nicht so […]


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