Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

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Nein.

24. August 2014 um 22:34 Uhr von Atari-Frosch

Nein, ich werde keine Kommentare mehr zulassen von Leuten, die mir ständig erzählen wollen, was ich für ein Loser sei.

Der Gedanke, Menschen würden in dieser Gesellschaft grundsätzlich nur durch eigene Schuld – und nicht etwa durch Erwerbslosigkeit mitsamt dem asozialen Hartz IV, durch (chronische) Krankheit oder Behinderung, durch Schicksalsschläge etc. – „abrutschen“ und hätten sich den Verlust aller Chancen, sofern es die je gab, selbst zuzuschreiben, ist menschenverachtend.

Ich geb mir sowas nicht mehr. Schreibt Eure Kommentare bei der BILD, da passen sie hin, wenn Ihr schon meint, solchen gedankenlosen Unsinn verbreiten (lassen) zu müssen.

Vergeßt aber nicht: Es kann Euch jederzeit selbst treffen. Depressionen zum Beispiel fragen nicht danach, ob Ihr erfolgreicher seid als andere.

Verlaßt Euch also nicht so sehr auf Eure scheinbare Gewinnerposition; Ihr könntet unversehens selbst zu denjenigen gehören, auf die Ihr jetzt noch verächtlich von oben herab mit dem Finger zeigt.

Im Übrigen sagen solche Kommentare mehr über die Kommentatoren als über mich aus. Ihr dürft Euch dann bitte in Zukunft woanders blamieren.

(Gewisse Leute wissen, daß sie gemeint sind.)

18 Kommentare zu “Nein.”

  1. Roland quakte:

    Das nennt man dann Cyber-Mobbing, nehme ich an?


  2. Atari-Frosch quakte:

    Ich weiß nicht, ob man es so nennen könnte. Cyber-Zermürbung jedenfalls. Es war für mich schwer genug, insbesondere seit der chronischen Depression (wieder) ein einigermaßen brauchbares Selbstwertgefühl zu entwickeln. Das lasse ich mir nicht mehr nehmen, schon gar nicht von Leuten, die sich sicher nicht vorstellen können, in welcher Lage sie heute wären, hätten sie meinen Lebensweg gehabt.


  3. Heiko quakte:

    Ein Burnout fragt genau so wenig danach, ob er gerade passend kommt und kann einen auch durchaus den Job kosten – inklusive aller damit verbundenen Konsequenzen.


  4. Doc Schneider quakte:

    Umso schlimmer, dass das Burnout-Syndrom nicht als Krankheit anerkannt ist.

    Erst wenn es sich z.B. als Depression zeigt, darf man Krank sein.

    Ich möchte damit aber nicht sagen, das jede Depression ein Burnout-Syndrom als vorgeschichte hat. Genetische Faktoren können auch eine entscheidene Rolle spielen.


  5. Hsns Bonfigt quakte:

    Höchstwahrscheinlich von Kierkegaard stammt sinngemäß die Aussage, daß man das Leben eigentlich nur von rückwärts betrachtet richtig verstehen könne – dummerweise müssen wir es aber vorwärts leben.

    Bei Dir sehe ich keine „Schuld“, sondern eine Störung – die gleiche wie bei unserem Kater: Er „erntet“ gerne Blüten von einem Strauch auf der Veranda, die ihm aber gar nicht bekommen. Dann liegt der alte Herr mindestens einen Tag mit Magenverstimmung darnieder. Aber spätestens nach einer Woche macht er das gleiche wieder.

    Wenn Du zum Beispiel schreibst, Du seiest ein „Spiegel“ und müßtest dich ebenso verhalten – schonmal überlegt, was passiert, wenn die Tussen beim Sozial/Arbeitsamt im gleichen Modus arbeiten?

    Was ich Dir persönlich vorwerfe ist, daß Du deine Strategie nicht änderst.

    Du bist ein Prototyp für die Aussage, „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“.

    Steig doch endlich ab vom Trittbrett des „Nerd“ – Zuges. Ein richtiger Nerd weiß, was ein Wasserschloß ist und eine Ultraviolettkatastrophe.
    Und ganz sicher ist er nich bei den „Grünen“.
    Vor allem wurde er sich niemals als „Nerd“ bezeichnen.

    Deine Hyperfokussierung auf PCs hält Dich vom richtigen Leben ab, weil sie Dich im falschen gefangenhält.


  6. Wendt quakte:

    Ist auch vernünftig sowas. Also „nein“ zu sowas zu sagen. Ich habe selbst schon so einiges hinter mir wo ich denke: „puh, überlebt“ und viele haben gesagt: „du bist so scheiße, das hätte ich besser gemacht“ und so’n quark. Wenn ich jetzt erzähle, das meine ex-freundin schwanger ist, ich meine ausbildungsstelle über den psychischen druck verloren habe, den sie mir gemacht hat (mitsamt anwalt und allem sch—) und darüber natürlich mein auto verkaufen musste, was mich nicht mehr dazu befähigt hat aus meinem kaff hier raus zu kommen… naja… irgendwer lacht an dieser stelle über diesen Kommentar und sagt: „ha, was ein looser“ (ja, er denkt das mit dem Rechtschreibfehler…) letztendlich habe ich mein Lachen aber wiedergefunden und momentan geht’s berg auf. habe ne neue ausbildungsstelle und konnte mir auch (sogar mein altes) auto zurückkaufen… man kann nicht immer nur pech haben.
    ich wünsche dir weiterhin viel glück und drücke dir die daumen das alles gut wird! 🙂

    LG
    Ben


  7. Küstennebel quakte:

    Kein Mensch ist ein Loser im Sinne des diffamierenden Begriffs.

    Der Begriff ist nur die Entwertungsstrategie, die Mißhandler gerne verwenden um ihre Opfer gefügig zu machen.

    Der Loser wird in der Schuldfalle gehalten und es wird stetig nachgetreten. Das führt möglicherweise irgendwann dazu, das der so geprügelte es selbst zu glauben anfängt ein Loser zu sein. Dann ist er im Sinne der Mißhandler erst Recht einer.

    Durch den Identitätsverlust, „Loser“ Selbstzuschreibung ersetzt mögliche positive Zuschreibungen, verliert der so Gefolterte das Interesse seine Rechte wahrzunehmen. Alle Menschen sind auf positive Spiegelungen angewiesen, weil sie Anerkennung bedeuten. Anerkennung für das Mensch-Sein an sich und Anerkennung für die Schicksalsschläge und das individuelle Ausmaß des Leidens im Besonderen.
    Dem als „Loser“ gefolterten wird das auf Dauer vorenthalten, schlimmer noch: Es wird ihm erzählt, seine Wahrnehmung ist nicht richtig, er sei nicht richtig, er ticke nicht richtig und deshalb sei er ein Loser.

    Das ist der Kreislauf in den Mißhandler, Diskriminierer, Rassisten und Hobbydisser andere Menschen bringen wollen. Oft ist das mit eigenen Interessen verbunden, manchmal geht es auch nur das schlichte Aufpumpen und Distanzieren gegenüber einem angeblichen „Loser“ um sich vor Empathie zu schützen, sich vom Verlierertum zu distanzieren, weil solche Täter so ihrem eigenen Elend entfliehen wollen.

    In der weißen Folter geht es maßgeblich darum, das ein Mensch, der so gefoltert wird, seine gesamte Wahrnehmung und Erkenntniss über die Welt wegwirft und damit auch seine Identität verliert.
    Ganz ähnlich funktioniert der alltägliche Terror gegenüber Schwachen und Minderheiten. Menschen, die nicht zu den Gewinnern zählen weil sie Krankheit, Behinderung oder andere Schwächen oder auch nur eine kritische Meinung, die falsche Hautfarbe oder Ethnie zu Aussenseitern macht.

    Dabei ist der Mensch eben Mensch und verdient deshalb Respekt, Anerkennung und Fürsorge. Das liegt in der Natur dessen, das dies ein Grundbedürfniss JEDES Menschen ist. Wer das verweigert ist ein Unmensch, weil er sich eben wie einer Verhält.

    Das ändert aber nichts daran, das jeder auch mal seine Fehler sehen muss. Wenn Frosch ihre ganz sachlich gemeint: dysfunktionale Strategien ergo: „Fehler“ nicht erkennen kann oder will, die eigenen Strategien nicht hinterfragen kann oder will, dann ist im Gegenzug wirklich nicht zu erwarten, das die Arge das tut.

    Das Sie selbst auch Fehler machen, ist nicht von der Hand zu weisen. Wer andere öffentlich denunziert mit harten Begriffen muss sich über mangelnde Kooperationsbereitschaft und verloren gegangenes Material nicht wundern.

    Der gelernte Hartz4 Empfänger von Bela Dobozy. Eine Möglichkeit seine Strategie anzupassen, wenn diese sonst immer nur im Konflikt endet. Vielleicht ist der Eine oder Andere Tip dabei, die eigene Sachlage zu verbessern und die eher konfrontative Strategie umzustellen auf eine funktionalere Strategie.

    https://www.youtube.com/watch?v=ujyKIXooEKQ&list=UUJykRJEHaagtOIx0F52LYCA

    Ich wünsche Ihnen wirklich ein gutes Gelingen. Darum nehme ich mir die Zeit Ihnen zu sagen das Ihre Forderung anständig und rechtschaffen behandelt zu werden völlig legitim sind. Niemand hat das Recht auf Ihnen herumzutrampeln.
    Gerade aus diesem Grunde suche ich aber noch einmal die Chance Ihnen Anregungen mitzuteilen, Ihre Lage neu zu überdenken.

    Ihnen alles Gute!


  8. Küstennebel quakte:

    Ich hab gerade die Videos von Herrn Dobozy noch mal geschaut. Das ist wirklich eine erstklassige Zusammenstellung und ich sehe wieviel ich noch lernen kann.

    Nehmen Sie sich die Zeit, ich glaube der Mensch hat den richtigen Ton, die richtigen Erklärungsmuster und Argumente.

    Der hat sogar ein Skulptur von Ihnen auf dem Schreibtisch 😀 Frau Frosch!

    Machen Sie doch mal einen Blogeintrag oder schenken mir eine Antwort was Sie von Dobozys Argumentation und Ratschläge halten.

    Ich verspreche keinen Diskurs darüber loszutreten Kohlsches Ehrenwort!


  9. Joachim quakte:

    Frosch, es tut mir ja leid, doch ich muss dem Küstennebel schon wieder Recht geben.

    Dysfunktionale Strategien ist aber „blöde“ (je nach dem, hier nur aus meiner Sicht!) ausgedrückt. Vielmehr muss man bei Behörden einfach sehen, was geht.

    Mal ganz trivial auf eine Basis(??) reduziert:

    Wenn ich mit meiner Katze kommuniziere, dann mach ich das so, wie es der Katze entspricht. Wenn ich mit der Arge kommuniziere, dann mach ich das so, wie es der Arge entspricht. In beiden Fällen tue ich mir jedoch sicher „nichts an“. Wieso nimmst Du an, die Mitarbeiter dort seien auf Deinem Level?

    Ist etwas im Argen mit der Arge und ich will das ändern, so muss das funktionieren. Wenn die mir dann in das Knie schießen, dann nutzt das gar nichts.

    Ich würde mich fragen:
    – Hat eine Klage oder etwa eine Dienstaufsichtsbeschwerde Aussicht auf Erfolg?
    – kann ich meinem Rechtsanwalt vertrauen? Wie beurteilt der die Sache?
    – Gibt es andere Meinungen?
    – was sind die Konsequenzen im schlimmsten Fall?
    – gibt es Alternativen – kurzfristig, langfristig?
    – Kann ich aufgrund meiner Situation einen anderen Ansprechpartner oder weitere Hilfe verlangen. Extrembeispiel: wer im Koma liegt der hat trotzdem Rechte… Notfalls muss ein Arzt das bestätigen/Schritte einleiten. Den Arzt erwähne ich, weil die Arge da leicht gebunden sein kann. Er ist ein mächtiges Mittel…

    Soweit mir bekannt kannst Du u.U sowieso einen anderen Ansprechpartner in der Arge verlangen. Weiß jemand Genaueres?

    PS.: Ich wünsche Dir, dass alles so klappt, wie Du das möchtest. Es wäre gut, jedoch so nicht wahrscheinlich, wenn die Dinge für Alle besser würden. Wenn Dir mein Post nicht gefällt, dann verstehe bitte, ich will Dich ganz sicher nicht belehren und es ist mir egal, ob mir jemand Recht gibt. Es ist nur meine Sorge um Dich, die da spricht…


  10. Hans Bonfigt quakte:

    „Videos von Herrn Dobozy“
    Grundschlecht. Nicht einmal das beabsichtigte Marketing gelingt.

    Jeder, der Zeitung liest, weiss: Die „Jobcenter“ verpulvern mehr als die Haelfte der Beitraege aus der Arbeitslosenversicherung fuer nutzlosen Unsinn wie „Qualifizierungsmassnahmen“. Warum musste Florian Gerster seinerzeit gehen ? Vorgeblich wegen eines freihaendig vergebenen Auftrages, tatsaechlich aber, weil er genau diese ueberfluessigen Massnahmen streichen wollte – und damit den Gewerkschaften und den IHKs gleichermassen Pfruende streitig machte.
    So wird leicht klar, worum es eigentlich geht: Nach dem Prinzip, „Wie kommt Deine Mark in meine Tasche“, moeglichst viel Geld aus der Arbeitslosenversicherung zweckzuentfremden.

    Diese Methode funktioniert im wahrsten Sinne erschreckend gut auch bei den gesetzlichen Krankenkassen.

    Schwieriger scheint mir da die Frage zu sein, warum das so sein muss.
    Ein Loesungsansatz koennte die heute vorherrschende Arbeitsscheu sein. Fuer eine anstaendige Arbeit, so als Hochofenarbeiter, Elektriker, Schweisser oder Fernfahrer ist sich ja ein Deutscher mittlerweile zu schade. Und fuer eine verantwortungsvolle oder qualifizierte Taetigkeit fehlen den meisten aber die Grundvoraussetzungen, also wird man „Mediendesigner“, „PC-Doktor“ Sanyassin, „Coach“ etc.. Oder schiebt eine moeglichst ruhige Kugel im Arbeitsamt.
    Das Amt an sich ist eine schiere Arbeitsbeschaffungsmassnahme. Ist genau wie in der EDV, wo heute 90% des Dienstleistungsaufwandes in Infrastrukturprojekten verdunstet werden und nur 10% in der Anwendungsentwicklung landen.

    Wenn man das aber weiss, kann man den Spiess leicht umdrehen. Nennt sich dann „im sozialen Netz surfen“ und bringt bei minimaler Beschaeftigung etwa 5.000,– im Monat ein – netto. Und die Krankenkasse ist auch schon drin.

    Die Frage ist halt nur, wie lange das noch so weitergeht. In Berlin bin ich jetzt durch eine Strasse flaniert, in der nicht weniger als 12 „Nagelstudio“s um zumeist weibliche Kunden warben. Wer aber erledigt die Arbeit, die getan werden muss ?


  11. NonKon quakte:

    Der Deutsche an sich ist ein borniertes Arschloch. Ausnahmen bestätigen allenfalls die Regel.


  12. JoachimA quakte:

    Auch wenn ich wahrscheinlich zu den „gewissen Leuten“ gehöre, will ich die Fragen meines Namensvetters doch kurz beantworten. Schließlich meine ich es ja gut.

    Und Übrigens: Ein „Schuldfrage“ habe ich (und auch die meisten anderen Kommentatoren) nie gestellt weil sie mich nicht interessiert.
    Niemals ist der Hilfesuchende ALLEINE an seinem Schicksal „schuld“, aber auch niemals auch absolut gar nicht. Wenn ich stürze und mit ein Bein breche bin ich nicht Schuld. Und wenn doch, z.B. weil besoffen – so ist das erst mal auch egal. Aber wenn ich mich dann weigere im Krankenhaus einen Gips anlegen zu lassen, mich nur mit den Ärzten streite, dann nach Hause komme und weil alles krumm verwachsen ist und die Knie weh tun und ich nicht mehr Treppen steigen kann, wer ist dann „Schuld“. Aber egal.

    Nun zum Namensvetter: Nach >>> kommt mein Senf dazu.

    – Hat eine Klage oder etwa eine Dienstaufsichtsbeschwerde Aussicht auf Erfolg?
    >>> Nein. Ganz sicher nicht.

    – kann ich meinem Rechtsanwalt vertrauen? Wie beurteilt der die Sache?
    >>> Meinem kann ich vertrauen. Frosch sollte sich schleunigst eine Anwältin suchen die etwas von der Sache versteht und nicht auf 35 Euro plus MWSt angewiesen ist. Soviel kriegt sie ca. für das Verfassen auch völlig aussichtsloser Eingaben und Anträge an Honorar. Jeder Anwalt, der nicht gerade selber kurz vor oder schon in Hartz4 steckt hätte so etwas wie Frosch’s Advokatin – und zwar im Interesse der Mandantin – niemals verzapft. Ich meine den nach drei Wochen abgeschmetterten Antrag auf eine „einstweilige Anordnung“ gegen die Versagung von Leistungen, nicht die sog. „Strafanzeige“. Die meisten Anwälte würden es lassen, so etwas schadet auch letztendlich zukünftigen Mandanten.

    – Gibt es andere Meinungen?
    >>> Offensichtlich. Z.B. beim Sozialgericht.

    – was sind die Konsequenzen im schlimmsten Fall?
    >>> Unterbringung, gesetzliche Betreuung, es gibt so viel dummes Zeug mit sozialem Anstrich, man glaubt es kaum. Wäre zwar ungerecht und menschenverachtend, verfassungswidrig und wirklich alles andere als eine Hilfe, aber es droht nun mal wenn alles so war wie es hier zu lesen war und Frosch so weiter macht.
    Und noch mal, ehe das Geschrei losgeht: Nicht das ich es befürworten würde oder für zielführend halten würde. Die Frage war nur: Was droht? Eben genau das.

    – gibt es Alternativen – kurzfristig, langfristig?
    >>> Hab ich schon mehrfach aufgezeigt. kurzfristig kleine Brötchen und alles auf Null (wenn die Arge mitspielt. Nach der „Strafanzeige“ ist das aber eher unwahrscheinlich.) Langfristig: Keine Ahnung, dazu müsste ich Frosch persönlich kennen und selbst dann wäre ich sicher nicht qualifiziert da nach einer wirklich praktikablen und fachgerechten Lösung die Frosch auch dauerhaft hilft zu suchen.

    – Kann ich aufgrund meiner Situation einen anderen Ansprechpartner oder weitere Hilfe verlangen …Soweit mir bekannt kannst Du u.U sowieso einen anderen Ansprechpartner in der Arge verlangen. Weiß jemand Genaueres?
    >>> Das ist leider (im Gegensatz zur alten Sozialhilfe) im SGB2 nicht gesetzlich geregelt. Wenn überhaupt gibt einen entsprechenden Passus in der Geschäftsordnung der/des ARGE/Jobcenters. Bei einem großen Jobcenter wie in Düsseldorf halte ich das für möglich. Hier gibt es das nicht. Vorliegend aber ist ja bereits ein zweiter Ansprechpartner – die Teamleiterin – mit der Sache befasst.
    Betroffene klagen (meiner Meinung nach nicht ganz zu unrecht) darüber, dass sie meist alle sechs Monate einen anderen Sachbearbeiter haben. Das so gewollt. Die Zuständigkeiten – je nach Jobcenter nach Buchstaben, Straßen, Stadtbezirk, Antragsdatum – wechselt regelmäßig. Der Sinn dieser sehr genauen und engen Verteilung der Zuständigkeiten und den sich aus dem Wechsel ergebenden immer wieder neuen pAp (pers. Ansprechpartner) ist es eben, dass sich eine Situation nicht verfestigt und nur aufgrund von Sympathien bzw. Antipathien keine Lösung gefunden werden kann. Sie haben wahrscheinlich eher daran gedacht, dass die Sachbearbeiter zu „großzügig“ werden könnten wenn sich erst mal so etwas wie eine Beziehung zwischen pAp und Klienten aufgebaut hat. Das Gute: Es funktioniert aber genauso gut umgekehrt – also wenn zwei „gar nicht mit einander können“ und Sachbearbeiter zu streng sind oder verschleppen oder gar nichts passiert.
    In der vorliegenden Angelegenheit ist das alles aber meinem Eindruck nach völlig irrelevant. Frosch wird sich mit JEDEM Ansprechpartner anlegen.

    JO


  13. Pandaros quakte:

    Absolut. – Ein Blog ist ein Ort, an dem sich der Blogger über sein Leben auslässt, über dasjenige, was seine Lebenswelt ist. – Darüber kann niemand anderes sprechen, und wenn dann nur »aus seinem Blog heraus«.

    »Über den anderen reden«, anmaßend, während des Aufenthalts bei diesem, ist einfach unhöflich.


  14. Atari-Frosch quakte:

    @Hans:

    Was ich Dir persönlich vorwerfe ist, daß Du deine Strategie nicht änderst.

    Ändern würde heißen: Mitlügen, mich selbst verleugnen. Das willst Du mir vorwerfen? Ernsthaft jetzt?

    Trittbrett? Bahnhof? Nerd sein ist vieles. Auch wenn man nichts über Wasserschlösser und Ultraviolettkatastropen weiß.

    BTW, ich bin nicht bei den Grünen, war ich auch nie. Ich bin Pirat. Könnte man mitbekommen haben, wenn man hier mitliest. 😉

    Was meine Freizeitbeschäftigung mit meinen Problemen beim ARGE zu tun hat, verstehst vermutlich auch nur Du.


  15. Atari-Frosch quakte:

    @Küstennebel: Das Wort „Loser“ ist nicht wörtlich verwendet worden, wohl aber Beschreibungen die man darauf zuspitzen kann. Deine Definition trifft aber sehr wohl zu. (Warum eigentlich auf einmal per Sie?)

    Funktionale Strategien kann es allerdings nicht geben in einem System, das genau darauf ausgerichtet ist, alle Strategien scheitern zu lassen.


  16. Atari-Frosch quakte:

    Nun zum Namensvetter: Nach >>> kommt mein Senf dazu.

    Der Trick heißt <blockquote> vorher und </blockquote> hinterher.

    Niemals ist der Hilfesuchende ALLEINE an seinem Schicksal “schuld”, aber auch niemals auch absolut gar nicht.

    Ah. Man ist „schuld“, wenn man auf seinen Grundrechten besteht. Interessante Ansichten. Meinen Blogartikel zum Zwergenweitwurf hattest Du kommentiert – hast Du ihn auch verstanden?

    Und wieder hast Du nicht richtig gelesen: Die Strafanzeige habe ich allein geschrieben. Meine Anwältin hat sie zur Kenntnis bekommen, war aber an der Erstellung nicht beteiligt. Auch nicht beteiligt war sie am Antrag auf Einstweilige Anordnung, denn den hatte ich bereits vor ihrer Beauftragung geschrieben. Ich habe sie erst beauftragt, nachdem dieser Antrag vom Gericht – anscheinend ohne echte Prüfung – abgeschmettert worden war.

    Unterbringung, gesetzliche Betreuung, es gibt so viel dummes Zeug mit sozialem Anstrich, man glaubt es kaum. Wäre zwar ungerecht und menschenverachtend, verfassungswidrig und wirklich alles andere als eine Hilfe, aber es droht nun mal wenn alles so war wie es hier zu lesen war und Frosch so weiter macht.
    Und noch mal, ehe das Geschrei losgeht: Nicht das ich es befürworten würde oder für zielführend halten würde. Die Frage war nur: Was droht? Eben genau das.

    Das glaube ich nicht. Sowohl der Staatsanwaltschaft als auch dem ARGE ist nun seit drei Wochen bekannt, daß ich Suizidgedanken hatte. Dem ARGE dürfte es egal sein, die sind ja eh nie an irgendwas schuld, und die StA fand es offenbar nicht schlimm genug, um mir Herren mit Jäckchen vorbeizuschicken.

    In der vorliegenden Angelegenheit ist das alles aber meinem Eindruck nach völlig irrelevant. Frosch wird sich mit JEDEM Ansprechpartner anlegen.

    Nur mit jedem, der meint, es sei wichtiger, mich kaputtzusparen, statt mir dabei zu helfen, vom Amt unabhängig zu werden. OK, man könnte jetzt sagen: „Also: Jeder.“ Hängt aber immer noch individuell vom SB ab. In der Leistungsabteilung sitzen halt eher nicht solche, die was von Grundrechten halten.


  17. Küstennebel quakte:

    @Küstennebel: (Warum eigentlich auf einmal per Sie?)

    Sie ist meine Umgangsform. Das hat nix mit Ihnen zu tun. Wenn ich von Zeit zu Zeit in andere Formen verrutsche, ist das unbeabsichtigt.


  18. Hans Bonfigt quakte:

    Nochmal Richtung Sabine:

    Man muß sich nicht notwendigerweise „verbiegen“, wenn man sein Verhalten ändert.
    Und auch nicht lügen. Die Welt ist kein Schmitt-Trigger – ich sag‘ ja, Du lebst zu digital.
    Ich weiß, daß es schwierig bis sehr schwierig ist, einen modus vivendi mit Behörden zu finden.

    Was jetzt „Nerdsein“ betrifft, das ist eben nicht „vieles“. Ein Nerd ist auf jeden Fall kein Fachidiot, sondern ein vielseitig interessierter Mensch, der die Gedanken seiner Mitmenschen bereichert. Nerds tragen keine „Nerd – T-Shirts“ und bezeichnen sich nicht als solche. Im CCC-Umfeld beispielsweise sehe ich z.B. Andreas Bogk als Nerd.

    Übrigens wollte ich Dir keinesfalls Mitgliedschaft bei den „Grünen“ unterstellen, das wäre eine veritable Beleidigung eines Menschen ab IQ 80.
    Aber ich habe interessehalber einmel Eure „Nerd4U“ – Webseite angeguckt, und Dein Kollege – naja, das Gesicht, Psychologe, „macht jetzt in PC“ — wenn der nicht durch und durch grün ist, dann wähl‘ ich demnächst CDU.

    Und ganz nebenher: Eine „facebook“-Fanseite ! Also, echt ‚mal.

    Ceterum censeo:
    Mach‘ doch einfach ‚mal den spannenden Test, drei Monate lang eben nix mit PCs zu machen. Am besten sogar irgrndwohin wegfahren, wo es idealerweise kein Netz oder noch besser keinen Strom gibt. Vielleicht ist das jä fürchterlich öde, aber Du gewinnst Kapazitäten, Neues aufzunehmen, Verschüttetes wiederzuentdecken und hast so die Möglichkeit, zu einem ganz wichtigen Punkt zu kommen: Zu Dir selbst.

    Und da, vermute ich, steht Dir der PC im Weg, weil er Dir „Fluchtmöglichkeiten“ bietet.

    Übrigens: Ich habe sowas einmal gemacht – war die bestinvestierteste Zeit meines Lebens.


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